Springspinne
Käsefüße bevorzugt
Christine Pander,
17.02.2011 07:39 Uhr
Symbolfoto Foto: dapd
Stuttgart - Die Vorlieben von Evarcha culicavora sind nur etwas für Hartgesottene: als Parfüm verwendet sie Tierblut, und so richtig in Fahrt kommt sie, wenn sie an verschwitzten Stinkesocken schnuppern darf. Evarcha culicavora ist, obwohl der Klang ihres Namens das vermuten lassen könnte, keine elfenzarte Eistanzprinzessin aus der Ukraine, sondern eine achtäugige Springspinne aus Ostafrika. Sie lebt am Viktoriasee und in Uganda.
Und dort verspeist sie am liebsten die Anophelesmücke, jene Mücke also, die Malaria überträgt. Das gibt der Spinne einen Körpergeruch, der potenziellen Sexualpartnern quasi den Atem raubt. Je häufiger die Spinnen menschenblutgefüllte Moskitos verspeisen, desto aufregender werden sie für das andere Geschlecht. Dafür tut die Springspinne einiges: um den Lockstoff zu perfektionieren, hält sie sich in Gegenden auf, in denen es menschelt – in der Hoffnung, dort auf die Anopheles zu treffen.
Forscher der britischen Universität Canterbury haben nun herausgefunden, dass sich die Spinne tatsächlich viel lieber in Räumen aufhält, in denen es nach getragenen Socken stinkt, als in Räumen mit dem Geruch nach sauberen Socken. 20 Minuten länger warteten die Spinnen in der Testkammer, die mit Käsefußgeruch begast wurde, weil sie sich dort ein Treffen mit der Anopheles erhofften.
Und dort verspeist sie am liebsten die Anophelesmücke, jene Mücke also, die Malaria überträgt. Das gibt der Spinne einen Körpergeruch, der potenziellen Sexualpartnern quasi den Atem raubt. Je häufiger die Spinnen menschenblutgefüllte Moskitos verspeisen, desto aufregender werden sie für das andere Geschlecht. Dafür tut die Springspinne einiges: um den Lockstoff zu perfektionieren, hält sie sich in Gegenden auf, in denen es menschelt – in der Hoffnung, dort auf die Anopheles zu treffen.
Forscher der britischen Universität Canterbury haben nun herausgefunden, dass sich die Spinne tatsächlich viel lieber in Räumen aufhält, in denen es nach getragenen Socken stinkt, als in Räumen mit dem Geruch nach sauberen Socken. 20 Minuten länger warteten die Spinnen in der Testkammer, die mit Käsefußgeruch begast wurde, weil sie sich dort ein Treffen mit der Anopheles erhofften.
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