Filder-Zeitung

Filder-Zeitung


Die Filder-Zeitung erscheint als
Lokalausgabe der Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung.

Aktuelle Nachrichten aus
Stuttgart-Vahingen und Stuttgart-Möhringen
dem Landkreis Esslingen und dem Landkreis Böblingen

 

Filder-Zeitung digital Digital-Ausgabe
Sie können die Filder-Zeitung auch als Digital-Ausgabe lesen – als Lokalteil der Stuttgarter Nachrichten und
der Stuttgarter Zeitung.
Alle Informationen dazu finden Sie hier

 

 

 
 
Ehrenamtspreis 2012
Musik macht Freude – Musizieren macht schlau. Für den Ehrenamtspreis „Starke Helfer“ können Sie sich selbst mit Ihrem Projekt bewerben oder eine Ihnen bekannte ehrenamtlich tätige Person oder Gruppe bzw. ein Projekt vorschlagen.
Jetzt bewerben!
 
 
Stadt schafft mehr Stellen für die Kinderbetreuung
"Filder-Zeitung", 09.07.2011 02:46 Uhr
Leinfelden-Echterdingen. Zusätzliches Personal belastet den Haushalt von kommendem Jahr an um 320000 Euro. Von Stefanie Käfferlein

Die Weichen sind gestellt. In der jüngsten Sitzung des Verwaltungs-, Kultur und Sozialausschusses (VKS) stand die Vorlage zum Personalbedarf in Kindertagesstätten und in der Schulkindbetreuung zum zweiten Mal auf der Tagesordnung. In der Sitzung Ende Mai war sie nach einer hitzigen Diskussion um die Container-Lösung an der Goldwiesenschule zurückgestellt worden - ebenso wie die Vorlage zum Interimsbau, über den schließlich der gesamte Gemeinderat entschieden hatte (wir berichteten).

Tatsächlich ist die Nachfrage in der Kinderbetreuung stetig gestiegen. Zusätzliche Gruppen und weitere Kindertagesstätten, wie das Kinderhaus Aicherweg/Layhweg sind die Folge. Außerdem haben sich Land und Spitzenverbände darauf verständigt, mit Umsetzung des Orientierungsplans den Stellenschlüssel zu erhöhen.

Den Stellenplan für das kommende Jahr haben die Stadträte bei zwei Gegenstimmen erhöht: im Bereich der Kindertageseinrichtungen um 18,38 Stellen von bisher 86,85 auf 105,23 Stellen und im Bereich der Schulkindbetreuung um 9,38 Stellen von bisher 7,62 auf künftig 17 Stellen. Die Aufstockung passiert "im Wesentlichen durch Umwandlung von bereits befristet besetzten Stellen", so heißt es in der Vorlage. Finanziell bedeutet dies für die Stadt im Bereich der städtischen Kindertageseinrichtungen eine Mehrbelastung in Höhe von 190 000 Euro. Für die Tageseinrichtungen der freien Träger werden weitere 137 000 Euro fällig. "Damit haben wir ein Delta von rund 320 000 Euro", sagte Sozialbürgermeister Alexander Ludwig.

Obwohl dieser die Vorlage als eine Vorlage der Notwendigkeit bezeichnete, die sich im Orientierungsplan manifestiere, konnte nicht jeder Stadtrat ihr auch wirklich etwas abgewinnen. So bemängelte Ilona Koch von der CDU die fehlende Darstellung der Gegenfinanzierung. "Diese Stellen hauen wieder vollkommen in unseren Verwaltungshaushalt", sagte sie. "Sie sprechen hier von einem Delta in Höhe von 320 000 Euro, aber wir haben leider noch weitere Deltas."

Ludwig gab zwar zu, dass er mit dem, was das Land bisher finanziere, nicht zufrieden sei. "Von den Kommunen wird aber ein quantitativer und qualitativer Ausbau verlangt", sagte der Bürgermeister. Er betonte auch, dass das, was die Verwaltung vorschlage, der absolute Mindestpersonalbedarf sei.

Hans Huber, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, stellte klar: "Ich werde der Vorlage nicht zustimmen." Die frühkindliche Betreuung sei keine Familien- sondern eine Wirtschaftsförderung. "Kinderkrippen sind nicht gut, Kinder brauchen ihre Mütter", sagte Huber. Und weiter: "Die Kinder fügen sich apathisch in dieses Schicksal." Judith Skudelny von der Fraktionsgemeinschaft FDP/LE-Bürger war schockiert, dass "ich solche Aussagen noch hören muss". Sie selbst fühle sich geohrfeigt von den Aussagen Hubers und entgegnete: "Die Kinder sind dann glücklich, wenn die Eltern glücklich sind."

Eva-Barth Rapp von den Grünen betonte, dass in Frankreich die Kleinkindbetreuung seit Jahren erfolgreich funktioniere. "Außerdem steht es uns als Gemeinderat nicht zu, uns ein Urteil zu bilden", mahnte Sozialdemokratin Barbara Sinnner-Bartels an. "Außerdem ist es für viele Familien wirtschaftlich notwendig, arbeiten zu gehen", sagte sie. Ludwig erinnerte Huber daran, dass in L.-E. lediglich Kinder im Alter von einen Jahr an in den Kindertagesstätten aufgenommen würden. "Für die jüngeren gibt es die Tagespflege", sagte Ludwig.

Zuletzt stimmte er der Nachfrage Jens Zellmers von der SPD zu, der wissen wollte, ob die Verwaltung künftig mehr Personal ausbilden werde, "wenn doch auch in anderen Kommunen die Nachfrage an Personal steigt."

Kommentare (0)
Autor*
Betreff*
Ihr Kommentar*
Optionale Felder
Die Redaktion veröffentlicht ausgewählte Kommentare auch in der gedruckten Ausgabe der Stuttgarter Zeitung. Voraussetzung ist, dass der Beitrag mit Namen, Postanschrift und E-Mail (Adressen werden nicht veröffentlicht) vorliegt.
Email-Adresse (wird nicht veröffentlicht)
Anschrift