Stadtkind Stuttgart

Stadtkind-Kolumne White/Noise: Die unendliche Geschichte

Von Ina Schäfer 

Der Club White/Noise vermeldet in den sozialen Netzwerken beinahe täglich wechselnde Informationen über den Start. Am Freitag soll es endlich so weit sein. Oder doch nicht?

Am Freitag soll es endlich so weit sein: Der Club White/Noise eröffnet. Foto: White/Noise
Am Freitag soll es endlich so weit sein: Der Club White/Noise eröffnet. Foto: White/Noise

Stuttgart - Über eine große Eröffnungsfeier spricht schon lange keiner mehr. Wohl aber über täglich wechselnde Informationen in den sozialen Netzwerken. Diese haben sich zu einer Art Running Gag entwickelt, über den vermutlich nur die Leser lachen können. Auch in dieser Kolumne wurden in den vergangenen Wochen munter Falschmeldungen verbreitet. Der Club White/Noise eröffnet! Eine Woche später: Der Club White/Noise eröffnet doch nicht. Und dann: die große Eröffnung! Nein, doch nicht. Manche der Kommentatoren verweisen auf Facebook inzwischen auf „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende. Manche fragen, in welchem Jahr es so weit sein wird. Nun stehe man aber in den Startlöchern, verkünden die Macher aufs Neue. Der Club im Schwabenzentrum in Stuttgarts Mitte, der die schon seit einem Jahr bestehende Bar um Tanzmöglichkeiten erweitern soll, wird am Freitag eröffnen. Am Freitag, den 13. Hoffen wir, dass es ein Glückstag wird. Ohne Umschweife wird an diesem Tag ins Programm gestartet, ohne große Eröffnungsfeier oder warme Worte. Schließlich wird es auch mal Zeit. (Wenn Sie diese Zeilen lesen, könnte die Nachricht schon wieder veraltet sein. Also: Alle Angaben ohne Gewähr).

Etwas Zeit braucht auch die Conditorei. Startschwierigkeiten (Stichwort Netzer) gehören in Stuttgart inzwischen anscheinend zum guten Ton. Die Bar ist von der Firnhaber Straße an den Erwin-Schöttle-Platz umgezogen. Aufgrund einiger unvorhersehbarer Unstimmigkeiten kann aber nicht wie erwartet mit dem Programm begonnen, sondern erst Ende Mai eröffnet werden. Blöd ist dabei nur, dass die Macher schon einige Acts für den neuen Start gebucht haben. Da ist guter Rat teuer und ein ordentliches Netzwerk unter Barbetrei­bern überlebenswichtig. Die Conditorei kommt nun übergangsweise in der Bar von Ralf Groher unter.

Etwas besser läuft es derzeit in der Kunstwelt. Die Palermo Galerie hat ziemlich erfolgreich und vor allem pünktlich in der Nähe des Wilhelmsplatzes eröffnet. Am Freitag lädt man zur Lesung „If you’re into it, i’m out of it“. In den ehemaligen Räumen der Palermo Galerie, hinter der Stiftskirche, wurde am Mittwoch eine Ausstellung der Gruppe Stadtlücken eröffnet. Gezeigt werden dort noch bis zum 15. Mai studentische Arbeiten, die sich mit der Stadt auseinandersetzen. Ziel: mehr Freiräume für die Bürger Stuttgarts schaffen.