Städtebau in Bietigheim-Bissingen Stadt bekommt hohen Zuschuss

Von jui 

Mit einer Million Euro fördern Bund und Land den Städtebau in Bietigheim-Bissingen. Dafür soll das Areal um den Güterbahnhof entwickelt werden: Gebaut wird ein neues Parkhaus, auch ein Medizinzentrum soll entstehen.

Die Stadt Bietigheim-Bissingen freut sich über eine Million Fördermittel von Bund und Land Baden-Württemberg. Foto: Pascal Thiel
Die Stadt Bietigheim-Bissingen freut sich über eine Million Fördermittel von Bund und Land Baden-Württemberg.Foto: Pascal Thiel

Bietigheim-Bissingen - Jürgen Kessing ist zufrieden. Am Mittwoch erhielt der Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen einen Förderbescheid von Land und Bund über rund eine Million Euro von Staatssekretär Peter Hofelich (SPD) überreicht. Das Geld ist für das Areal am Güterbahnhof und die benachbarte Fläche des früheren Bundeswehrlagers gedacht. Konkret soll damit noch in diesem Jahr ein neues Parkhaus bezahlt werden, das nahe des Bahnhof gebaut wird. Auch der Abriss von weiteren Firmengebäuden auf dem ehemaligen Valeo-Areal soll finanziert werden.

Die Stadt plant, in den kommenden Jahren auf dem Sanierungsgebiet Güterbahnhof, Bundeswehrlager und Stuttgarter Straße Wohnungen, Gewerbe aber auch ein medizinisches Versorgungszentrum unterzubringen. In dem Gebäude, für das bereits die ersten Bohrpfähle gesetzt wurden, sollen Ärzte und andere Praxen und Apotheken unterkommen – vor allem solche, „die keine Klinik in nächster Nähe brauchen“, sagt der OB Kessing. Die Nachfrage nach einem solchen Zentrum sei von Seiten der Mediziner „ganz klar da“.

Im Frühjahr wird ein Einkaufszentrum an der Enz gebaut

Weniger weit gediehen sind dagegen die Pläne für das ehemalige Valeo-Areal, das ebenfalls zu dem nun geförderten Sanierungsgebiet gehört. Dort will die Stadt Wohnungen bauen, doch vor allem der Lärm ist ein Problem. Bislang war geplant, entlang der Bundesstraße 27 ein hohes Gebäude, konkret ein Hotel, als Lärmschutz für das Areal dahinter zu bauen. Allein: noch hat sich kein Investor bereit erklärt, in Bietigheim zu investieren. „Hotelketten haben die Mittelstädte nicht im Blick“, sagt Kessing. Er will daher Pläne für den Fall vorantreiben, dass kein Hotel an der B 27 kommt. „Die Entwicklung des Areals soll nicht stocken“, sagt Kessing.

Gebaut wird in Bietigheim dafür an anderer Stelle. So soll noch in diesem Jahr mit dem Bau eines Einkaufszentrums an der Enz begonnen werden. Neben der Feuerwache werden wohl ein Lebensmittel-Discounter, ein Drogeriemarkt und ein Elektronikfachgeschäft untergebracht.

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