Studie zu Landtagswahlen Wahlprogramme so kompliziert wie eine Doktorarbeit

Von red/dpa 

Wahlprogramme sind laut einer Studie der Universität Hohenheim so schwer lesbar wie eine Doktorarbeit. Untersucht wurden die Programme der Parteien aus den drei Bundesländern, die am Sonntag wählen.

Gut, dass es noch Wahlplakate gibt, da sind die Botschaften doch eher knackig. Foto: dpa
Gut, dass es noch Wahlplakate gibt, da sind die Botschaften doch eher knackig.Foto: dpa

Stuttgart - Komplizierte Fremdwörter, Anglizismen und Schachtelsätze - die Programme der Parteien zu den anstehenden Landtagswahlen sind einer Studie zufolge schwer zu verstehen. „Die Wahlprogramme sind so unverständlich wie eine Doktorarbeit“, lautet das am Montag veröffentlichte Ergebnis einer Studie der Stuttgarter Universität Hohenheim in den drei Bundesländern, in denen am kommenden Sonntag gewählt wird.

Auf einer Skala von 0 für völlig unverständlich bis 20 für sehr verständlich bekamen die Programme in Baden-Württemberg im Schnitt eine 7,9. Die in Sachsen-Anhalt bekamen eine 7,8 und die in Rheinland-Pfalz eine 7,6. Das am besten lesbare Programm kam laut Studie von der Linken Baden-Württemberg. Am kompliziertesten von allen stellte dieselbe Partei ihre Vorstellungen in Rheinland-Pfalz dar, wie der Leiter der Studie, Frank Brettschneider, konstatierte.

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Wahlprogramm der AfD ist Demokratie-feindlich. : Die AfD hält nichts von Aufklärung über die Nazi-Zeit – aber viel von autoritärer Lehre gemäß ihres durch und durch rückständigen Weltbildes. Die AfD will den Schießbefehl an deutschen Grenzen. Sie wertet das Leid der Schutzsuchenden ab und begegnet ihnen mit Gewalt statt Empathie.Die AfD möchte Theatern, Museen und Orchestern vorschreiben, was sie zu spielen haben. Ein direkter Eingriff in die Freiheit der Kunst. – damit sie „entartete Kunst entfernen" kann. Die AfD will, dass Hartz IV-Empfänger/innen unter dem Mindestlohn zur Arbeit gezwungen werden. Die AfD will keine Vermögenssteuer, um die Reichen zu schützen und die Armen weiter verarmen zu lassen. Die AfD hält nichts von Fortschritt: Sie will die Energiewende aufhalten, an klimazerstörender Kohlekraft festhalten – und zurück zur Atomenergie. Und unseren Kindern die Milliarden der Entsorgungskosten aufbürden. Wer solch nicht nur geistig rückständige Kandidaten ins Parlament wählen möchte, sollte sich logischerweise auch gleichzeitig entmündigen lassen.

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