Stuttgart 21
55 Anzeigen gegen Besetzer
ddp,
27.07.2010 14:47 Uhr
Foto: dpa
Stuttgart - Nach der Besetzung des Nordflügels des Stuttgarter Hauptbahnhofes am Montag " durch Gegner von Stuttgart 21 kommt auf 55 von ihnen eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs zu. Die Personen seien nach der Räumung des Gebäudes in Gewahrsam genommen und aufs Polizeipräsidium gebracht worden, inzwischen aber wieder auf freiem Fuß, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Lediglich ein 47-Jähriger sollte am Nachmittag einem Haftrichter vorgeführt werden, weil er "massiv Widerstand" geleistet habe. Unter den 55 Personen seien auch sechs Jugendliche gewesen.
Bei der Räumung hätten auch weitere Personen Widerstand geleistet, auf die nun eine Anzeige zukomme, sagte der Sprecher. Mindestens zwei seien getreten und eine Polizistin bespuckt worden. Die Täter würden wegen Körperverletzung beziehungsweise Beleidigung angezeigt.
"In Zukunft können wir nicht mehr nur mit passivem Widerstand rechnen", sagte der Sprecher angesichts des Ausmaßes der Proteste. Eine "gewisse Radikalisierung" sei nicht ausgeschlossen. Die Polizei werde "je nach Lage deutlich präsenter sein", kündigte der Sprecher an.
Etwa 50 Demonstranten waren am frühen Montagabend in den Nordflügel eingedrungen und hatten die Fenster geöffnet, durch die weitere Demonstranten über Leitern in den Gebäudetrakt stiegen. Insgesamt hatten sich mehrere Hundert Demonstranten vor dem Gebäude versammelt.
Bei der Räumung hätten auch weitere Personen Widerstand geleistet, auf die nun eine Anzeige zukomme, sagte der Sprecher. Mindestens zwei seien getreten und eine Polizistin bespuckt worden. Die Täter würden wegen Körperverletzung beziehungsweise Beleidigung angezeigt.
"Radikalisierung" nicht ausgeschlossen
"In Zukunft können wir nicht mehr nur mit passivem Widerstand rechnen", sagte der Sprecher angesichts des Ausmaßes der Proteste. Eine "gewisse Radikalisierung" sei nicht ausgeschlossen. Die Polizei werde "je nach Lage deutlich präsenter sein", kündigte der Sprecher an.
Etwa 50 Demonstranten waren am frühen Montagabend in den Nordflügel eingedrungen und hatten die Fenster geöffnet, durch die weitere Demonstranten über Leitern in den Gebäudetrakt stiegen. Insgesamt hatten sich mehrere Hundert Demonstranten vor dem Gebäude versammelt.
Weitere Artikel


23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>


Recht und Macht
Nur so kann man doch zeigen, daß in unserer Stadt Vieles nicht mehr stimmt!! Das die Stuttgarter Bürger und die Stadt zweigeteilt werden sollen. Für die Befürworter stimmt es: Sie haben die Macht, es stimmt aber auch, dass sie nicht im Recht sind Jede kleinste Veränderung an einem denkmalgeschützten Haus wird dem "normalen Bürger" nicht genehmigt. Jeder Umbau einer Gartenhütte muss beantragt werden und diese Herren bekommen Sonderrechte zum Teilabriss eines Denkmals, zum Abholzen von uralten Bäumen, zum Untergraben eines Wasserschutzgebiet, zum Bauen von Tunneln ohne ausreichende Sicherheitsvorschirften einzuhalten. Und dann wundern sie sich wenn "friedliche Bürger" den Bahnhof Ihrer Stadt besetzten, weil sie alle und alle, die dabei waren, ihre Stadt lieben und voll zu den "Guten" (Besetzern) stehen und mit sinnvollen Änderungen einverstanden wären, aber nicht mit radikalen Bauarbeiten. Die jahrzehntelang Unmengen von Geld verschlingen, unsere eh schon verschmutze Luft belasten und so sinnlos sind, das man es nicht verstehen kann. Es scheint, mit der Demokratie geht es steil abwärts! Das darf nicht passieren!
Radikalisierung!!......
Radikalisierung:......von wem: DER POLIZEI?! Das kann man an diesem Abend (26.07.2010) auch einzelnen Polizeibeamten zum Vorwurf machen: Ein schlichtes Anklopfen an einem Polizeibus mit einer ganz höflichen, neugierigen Nachfrage, warum gerade eben dieser Aufruf an die friedlich gegen den Abriss des HBF-Nordflügels demonstrierenden Bürger der Stadt Stuttgart durchgegeben wurde, den Platz zu räumen, wurde nicht EINMALl, nein ZWEIMAL mit einem Zuschlagen der Schiebetüre gegen meine Schulter als Antwort des Polizeibeamten quittiert. Warum- es stand kein Mensch einem anderen Menschen im Weg, es war alles völlig friedlich vor dem Bahnhof, warum diese Aggressivität seitens dieses Beamten, der doch in solchem Fall ganz einfach vermittelnd antworten könnte???? Ich bin schockiert, und dieser Beamte kann von Glück sprechen, das mir bei meinen kaputten Knochen diese Schiebetüre nicht weiter geschadet hat. Aber solche Geschichten dürfen sich nicht wiederholen!!! NIE!!! Dank der schnellen Fotografie, auch bei Dunkelheit, sind ansonsten Massnahmen gegen auch dieses Verhalten, angesagt- Beweise sind halt ganz einfach vorhanden! Ein überlegtes Handeln steht aber vielleicht an ERSTER STELLE: VON ALLEN SEITEN AUS
Käpt'n Blaubär und Kaltmamsell Heide
Jeden Morgen steht ein Dummer auf - heute war ich dran ;-) In der Tat habe ich die Ironie nicht verstanden, die spätestens bei "S21-Schreiberlinge" zu erkennen war. Ich bin sonst nicht so unterbelichtet. Mea culpa. Ich votiere für ein Schnellgericht (nein, nicht zum essen), das mich zu ein paar Wochen im Nordturm bei Wasser und Brot verdonnert. Ich könnte gleich morgen umziehen! Save the Park - but kick Park21... ;-)