| Zeitungsgruppe Stuttgart |Freitag, 10. Februar 2012
Stuttgart 21
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Stuttgart-21-Architekt "Leute, ihr kommt zu spät"

Jörg Nauke, vom 15.08.2010 16:34 Uhr
Die Stuttgarter sollten sich auf den neuen Bahnhof freuen, sagt der Architekt Christoph Ingenhoven. Foto: dpa
Die Stuttgarter sollten sich auf den neuen Bahnhof freuen, sagt der Architekt Christoph Ingenhoven. Foto: dpa
Stuttgart - Der Architekt des neuen Tiefbahnhofs, Christoph Ingenhoven, hat erneut seine Pläne verteidigt. Den Gegnern von Stuttgart 21 warf er Unwissenheit und eine grundsätzliche Verweigerung von Neuerungen vor. Ingenhoven sagte der Berliner "Tageszeitung": "An dem Projekt arbeiten die besten Ingenieure, Berater und Spezialisten. Jetzt kommen Leute daher und sagen mal eben, dieser Bahnhof leistet nichts. Das ist fahrlässige Meinungsmache. Das entbehrt jeder Grundlage." Ingenhoven hatte den Wettbewerb für den Bahnhof 1997 gewonnen. Gar nichts hält er vom Vorschlag der Stuttgart-21-Gegner, den vorhandenen Kopfbahnhof zu behalten und zu sanieren: "Leute, ihr kommt mit eurem Kopfbahnhof zu spät, er ist fast genauso teuer, und alle Nachteile bleiben Stuttgart erhalten, also was soll das?" Die Stuttgarter sollten sich auf den neuen Bahnhof freuen: "Ich weiß, man zahlt einen Preis für einen neuen Bahnhof, aber es lohnt sich. Sie werden sehen!"

Reaktion:
Peter Dübbers, einer der Enkel des Bahnhofs-Architekten Paul Bonatz, hat enttäuscht auf die Ablehnung seiner einstweiligen Verfügung gegen den Abriss des Nordflügels durch das Oberlandesgericht Stuttgart reagiert. Offensichtliches Ziel der Deutschen Bahn sei es, noch vor der Verhandlung am 6. Oktober im Berufungsverfahren seiner urheberrechtlichen Frage "irreversible Tatsachen zu schaffen". Dübbers hofft, dass die Bahn einsieht, dass der Tiefbahnhof gebaut werden könne, ohne dass verzichtbare Teile des Bonatzbaus zerstört würden.

Hotline:
Die Initiative Gewerkschafter gegen Stuttgart 21 hat eine Hotline für Beschäftigte von Firmen eingerichtet, die am Bahnprojekt beteiligt sind und Ansprache brauchen. Arbeitnehmer bei Sicherheitsfirmen, Bahnpolizei, Baufirmen, Ingenieurbüros und Handwerksbetrieben stünden mächtig unter Druck, die Umsetzung oder den Flankenschutz für das Projekt zu gewährleisten.

Die Hotline hat die Nummer 2028-331, E-Mail info@gewerkschaftergegens21.dejon
Kommentare (163)
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AUG
18
16:19 Uhr, geschrieben von etwas kurzatmige
fakten heute - oder?
Durchschnaufen! Bitte bitte. Nicht nur 'durch-die-Themen-hetzen' - das schadet der Gesundheit ...hihihi BeKantermaßen ist Aufklärung “das Heraustreten des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit”. Es wird Zeit.
AUG
18
16:16 Uhr, geschrieben von Linksabbieger
fakten sieht schon linke Kartellmäuse
Langsam wird's ernst. Aber nicht für den Bahnhof und den Park, sondern für den Geisteszustand mancher S21-Fanatiker hier.
AUG
18
12:54 Uhr, geschrieben von w.s.
Schwankende Neubauten - Wasser gefährdet Bahnhof
Frei Otto ist einer der Überväter der renommierten Stuttgarter Bau-Schule und einer der wichtigsten Konstrukteure der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ohne seine technisch-visionäre Vorarbeit hätte der Wunderbau des Münchner Olympiazelts nie errichtet werden können. Frei Otto hat, vom Pritzker-Preis abgesehen, alle wichtigen Auszeichnungen auf dem Bausektor erhalten, doch in der Stadt, in der er als Architekt, Konstrukteur, Wissenschaftler und Lehrer ein Leben lang tätig war, wollte, nachdem Stuttgart 21 zum Projekt von "übergeordneter Bedeutung" erhoben worden war, niemand mehr auf den lästigen Propheten im eigenen Lande hören. Alle Anfragen und Warnungen, die Frei Otto an die offiziellen Stellen richtete, wurden mit Hinweisen auf "höhere Interessen" abgeschmettert. Das ist umso rätselhafter, als Frei Otto Mitgewinner des Wettbewerbs für den künftigen unterirdischen Durchfahrbahnhof ist: Er hat den Siegerentwurf von Christoph Ingenhoven, der den begonnenen Vorarbeiten für den tiefgelegten Querbahnhof zugrunde liegt, in seinen konstruktiven Details präzise vorformuliert, also auch das Aussehen der Gleishalle wesentlich mitbestimmt. Seit Januar 2009 ist Frei Otto jedenfalls aus dem Projekt Stuttgart 21 ausgeschieden. Näheres unter: Quelle: http://www.sueddeutsche.de/kultur/katastrophenszenario-stuttgart-schwankende-neubauten-1.989471
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