ExklusivStuttgart 21 Artenschutz bringt S-21-Zeitplan ins Wanken

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Weil sie am Rand des Rosensteinparks Bäume nicht fällen darf, denkt die Bahn an dieser Stelle über neue Bauverfahren nach. Der betroffene Abschnitt gilt nun auch als zeitlich kritisch.

Für die Verlegung der Ehmannstraße müssten Bäume gefällt werden – was der Bahn aber verboten ist. Nun sucht sie nach alternativen Bauweisen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Für die Verlegung der Ehmannstraße müssten Bäume gefällt werden – was der Bahn aber verboten ist. Nun sucht sie nach alternativen Bauweisen.Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Neben dem Abschnitt rund um den Flughafen gibt es bei Stuttgart 21 nun an der Ehmannstraße einen zweiten Bereich, der zeitkritisch ist. Zehn Bäume stehen der Bahn dort beim Bauen im Weg. Doch die Gehölze sind Heimat unter anderem des Juchtenkäfers. Die Bäume sind deshalb solange tabu, bis geklärt ist, was aus der Insektenpopulation wird, wenn die Gewächse fallen sollten. Das wird für die Bahn nun zum Zeitproblem. Gefällt werden darf – eine Genehmigung vorausgesetzt – nur in der sogenannten vegetationslosen Periode. Die endet mit dem 1. März. Der Baumgruppe am Rande des Rosensteinparks wurde im vergangen Winter schon einmal eine Gnadenfrist eingeräumt. Nun könnten sie stehen bleiben. Die Bahn denkt über eine Alternativplanung nach. „Es sind keine Baumfällungen in der laufenden vegetationsfreien Periode vorgesehen“, sagt ein Sprecher des Kommunikationsbüros auf Anfrage. „Für den Kreuzungsbereich der Bauwerke werden aktuell alternative bergmännische Bauweisen untersucht“.

Schon im vergangenen Frühjahr hatte der mittlerweile ausgeschiedene Projektsprecher Wolfgang Dietrich prognostiziert, dass der Terminplan fürs Gesamtprojekt ins Wanken geraten könnte, wenn die Bäume nicht bis Ende Februar 2015 gefällt worden sind. „Der Abschnitt ist weiterhin auf einem zeitkritischen Weg“, heißt es nun auch von Seiten des Kommunikationsbüros.

Bahn hofft die Arbeiten straffen zu können

In den Unterlagen der jüngsten Lenkungskreissitzung vom Oktober 2014 las sich das noch anders: „PFA 1.5 weitere Verzögerungen – nicht auf dem kritischen Pfad“, stand da zusammenfassend, wobei das Kürzel „PFA 1.5“ für den Abschnitt zwischen Hauptbahnhof, Feuerbach und eben auch Bad Cannstatt steht, jener Passage, in denen die Bestimmungen des Artenschutzes nun den Bahnplanern Kopfzerbrechen bereiten. Damals stellte man unter der Rubrik „Trend“ sogar noch einen „Zeitgewinn“ durch die Umstellung des Bauverfahrens in Aussicht. Eine Meinung, die das Kommunikationsbüro auf Nachfrage bekräftigt: „Anhand der derzeit untersuchten technischen Alternativen und durch mögliche Optimierungen des Bauablaufs können mögliche Verzögerungen abgefangen werden.“

Derzeit lassen sich aber weder Aussagen über die Art der geänderten Bauweise treffen noch die Frage beantworten, ob dies auf Grundlage des geltenden Baurechts, das die Bahn besitzt, aber nicht ausüben kann, geschehen kann. „Aktuell befinden sich die alternativen technischen Lösungen noch im Planungsstand. Insofern können keine Aussagen zum Verfahren und der Verfahrensdauer gemacht werden“, lautet die Auskunft der Bahn.

Komplexer Bauabschnitt

Der Bereich an der Ehmannstraße ist selbst für Stuttgart-21-Verhältnisse bemerkenswert komplex. Auf engem Raum sollen gleich zwei große Baugruben geöffnet werden. In einer davon werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich an dieser Stelle vier Tunnelröhren unterirdisch kreuzen können. Dabei unterqueren die neuen S-Bahn-Tunnel zwischen den Stationen Mittnachtstraße und Bad Cannstatt in einer Tiefe von 25 Meter unter der Erdoberfläche die Fernbahngleise von Bad Cannstatt zum neuen Durchgangsbahnhof, über denen sich noch rund 14 Meter Erdreich auftürmen. Kreuzungsbauwerk nennen die Planer dieses Geflecht unterirdischer Röhren. Die Komplexität des Vorhabens erfordert an der Nahtstelle zwischen Abstellbahnhof und Rosensteinpark besonders große Baugruben. Um für die Platz zu schaffen, muss die Ehmannstraße vorübergehend ein Stück in die Parkfläche hineinverschoben werden. Laut ursprünglichen Zeitplan, den die Bahn im April 2013 vorgelegt hatte, hätte die Straßenverlegung bis Oktober 2013 über die Bühne gegangen sein sollen. Jetzt, knapp anderthalb Jahre später, ist davon noch wenig zu sehen – auch hier stößt die Bahn wieder auf den Artenschutz. „Die Ehmannstraße wurde bisher noch nicht verlegt, da in diesem Bereich die Bäume mit der vorgenannten Population stehen“, sagt der Sprecher des Kommunikationsbüros.

Beim Bau von S 21 stellt der Artenschutz die Bahn immer wieder vor Herausforderungen. Der Juchtenkäfer ist dabei nur das prominenteste Tier. Verschiedene Eidechsenarten mussten umgesiedelt werden. Beim Teilabriss der ehemaligen Bahndirektion an der Heilbronner Straße machte ein dort brütendes Turmfalkenpaar den Bauarbeitern vorübergehend einen Strich durch die Rechnung. In einem Baggersee bei Wendlingen wurden nun Biber gesichtet. Am Rand des Gewässers sollen die beiden Teilprojekte S 21 und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm verknüpft werden. In der Ausgabe April 2014 des Projektmagazins „Bezug“ hatte Klaus-Peter Murawski, grüner Staatssekretär im Staatsministerium, im Hinblick auf den Juchtenkäfer gesagt: „Insofern gilt es auch den Juchtenkäfer zu schützen. Dennoch sind wir gut beraten, den Artenschutz nicht über alles zu stellen.“

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62 Kommentare Kommentar schreiben

Hoffentlich: Herr Ostermann , halten sich die Naturgesetze der Mathematik, Physik und Geologie auch an alle Planungsvorgaben, so wie Sie sich an vermeintlicher sprachlicher Exaktheit und präjudiziert richtiger Rhetorik fest. Wo doch Wasserhaltungsproblematiken rein theoretische Gegenstände zur journaillistischen und Leserpost-Diskussion darstellen.Bevorzugt ad hominem geführt und von logischen Zusammenhängen so wasserdicht getrennt wie Mineral - u.Grundwasser durch die " Tonschichten " mancher selbstpromovierter Mitstreiter hier.

Artenschutz: Artenschutz: dürften diese Bäume eigentlich verpflanzt werden? Das sollte den ohnehin kaum aktiven Tierchen eigentlich nicht viel schaden, oder? Wenn der Bau beendet ist, könnte man diese ja wieder zurück setzen...

Die Bahn baut: Naja, jedenfalls manchmal und an manchen Stellen. Dass die Bahn es überhaupt nicht drauf hat, das dürfte inzwischen auch der Dümmste bemerkt haben. Die Bahn hatte eigentlich nie beabsichtigt überhaupt zu bauen, aber leider lief es so, dass man bauen muss, weil man versäumte rechtzeitig die Reißleine zu ziehen. Und natürlich hatte die Bahn auch geplant, die Mehrkosten voll auf Land und Bund abzuwälzen. Dass der Gemeiderat darüber einen Bürgerentscheid beschlossen hatte, das hat man einfach übersehen. Genauso übersehen wie, dass an der Stelle, an die man die Willy-Brandt-Str interimsmäßig verlegen wollte, inzwischen das Innenministerium steht. Das fiel auch erst einige Wochen vor der Einweihung desselben auf. Es gibt noch weitere Merkwürdigkeiten, die eigentlich aufzeigen, dass die Bahn nie bauen wollte.

Werter Herr Moses. : Für S21 nehmen die Befürworter so ziemlich alles in Kauf, gell Herr Moses. Verspätung, Mehrkosten, Sicherheitsriskien bei Bau und in Betrieb, ... .

für etwas richtig gutes: so wie s 21 nimmt man gerne das eine oder andere in kauf. aber sicherheitsrisiken? wo? ich sehe weder beim bau noch im betrieb sicherheitsrisiken. und kommen sie nciht wieder mit den 1,5% gefälle. das ist nur ein eingebildetes sicherheitsrisiko.

-: Wer die Augen vor den Risiken verschließt muss sich nicht wundern, dass er/sie nichts sieht. -1- Baurisiken: -a- Risiken fürs Mineralwasser, oder ist der Düker schon fertig -b- Risiken durch Anhydrit, oder sind die Tunnel schon fertig? -c- weiter Risiken durch die Geologie im Stuttgart Talkessel, oder ist S21 schon fertig? -2- Risiken im Betrieb: -a- Auch wenn Sie es nicht sehen wollen, dass Bahnsteiggefälle ist definitiv ein Risiko. -b- Die Entfluchtung des Bahnhofes wird leider verheimlicht, da die DBahn ihre neueste Personenstromanalyse mit den komischen Treppentürmen weiterhin verheimlicht. -c- Und ob das mit dem Brandschutzkonzept klappt halte ich für fraglich. Auf der anderen Seite wurden schon andere Dinge für S21 in der Hoffnung dass nichts passiert. -3- Wo ist S21 "richtig gut"? -a- Leistungssteigerung wird weiterhin bezweifelt. Als es Thema bei der Erörterung auf den Fildern wurde, wurde abgebrochen obwohl noch Tage geplant waren? Warum? -b- S21 Bequemer? Um die Bahnsteige zu erreichen sind technische Hilfsmittel bzw. Treppen zu nutzen. Auf den schmalen Bahnsteigen wird es im der HVZ eng und damit auch gefährlich werden. ... ----- Wer so wie Sie und viele anderen Befürworter bei S21 die Augen vor der Realität verschließt, wird weiterhin alles in rosarot sehen, verständlich wenn man so an S21 hängt, für mich aber nicht nachvollziehbar - der ich über 1000km weit weg wohne ohne dem es eigentlich egal sein könnte, ob S21 kommt oder nicht.

ach, der herr frank aus polen: sie haben natürlich in einem recht. risiken gibt es. aber risiken gibt es immer. die sind aus unserem leben nicht wegzudiskutieren. wenn sie in krakau die straße überqueren gehen sie ein risiko ein. wenn k 21 gebaut worden wäre gäbe es auch risiken. würde man alle risiken ausschalten wollen dürfte man morgens nicht mehr aufstehen. selbst dann gibt es das risiko im bett zu sterben. natürlich gibt es das risiko, dass beim bau des dükers mineralwasser aufsteigt, dass beim bau der tunnels anhydrit nass wird, aber das ist beherrschbar. und die risiken im betrieb? das gefälle ist nur gefährlich, wenn man sich das hirn absaugen lässt bevor man den bahnsteig betritt. das brandschutzkonzept, warum soll das nicht klappen? die branddirektioin stuttgart hat ja gesagt. und wenn die ja sagen, dann können sie sicher sein, dass es in ordnung geht. mein mann kennt und hasst die jungs die da zuständig sind. korinthenkacker ohne ende. und wenn der brandschutz in ordnung geht, dann geht auch die entfluchtung in ordnung. was wurde denn genehmigt in der hoffnung, dass nichts passiert? und wenn die gegner die leistungssteigerung bezweifeln, dann muss es ja so sein. die gegner sind ja so richtig tolle kerle die immer recht haben. und ja, s 21 ist bequemer. die wege sind kürzer. und technische hilfsmittel wie aufzüge machen das ganze noch bequemer. oder wollen sie sagen, dass treppenlaufen bequemer ist als aufzug fahren? die bahnsteige sind nicht schmaler als die jetzigen bahnsteige. sie sind breiter. und dort woi die treppen sind muss man sich ja nicht aufhalten. in der s-bahnstation hauptbahnhof wird der bahnsteig durch treppen, aufzüge, kabinen mit der aufsicht usw. gewaltig eingeschränkt. ist schon jemals was passiert wegen der enge? obwohl dort unten wesentlich mehr menschen unterwegs sind als am bahnhof oben, obwohl wesentlich mehr züge ein- und ausfahren als oben. manchmal frage ich mich wie die menschheit schon so lange existieren kann bei den risiken die er die letzten 200.000 jahre eingegangen ist. haben sie kinder? fahren sie auto? wie können sie nur, bei den risiken.

Typisches Hausfrauengeschwätz im Treppenhaus: Nichtsdestotrotz macht es einen Unterschied, ob ich mit hergebrachten Risiken zurechtkomme oder ob ich mir weitere künstlich geschaffene neue Risiken zumuten will. ... Tja und dann die inzwischen gewohnten Widersprüchlichkeiten von Frau Theissen: 1: "ich sehe weder beim bau noch im betrieb sicherheitsrisiken.", 2. "... mit den 1,5% gefälle. das ist nur ein eingebildetes sicherheitsrisiko." Um dann im nächsten Kommentar alle möglichen Risiken zuzugeben. ... Klar zu erkennen: das neu geschaffene und wohl nicht zu unterschätzende Risiko, im gepl. Tiefbahnhof beim Brand oder Rauch umzukommen, nimmt sie gar nicht ernst. Warum wohl? Weil sie sich wohl nie schon alleine mal mit den unterschiedlichen Zahlen der zu entfluchtenden Personen beschäftigt hat, wo die Bahn viel niedrigere Werte ansetzt, als der Planfeststellungsbeschluß und was auch die Personenstromanalyse von Durth & Roos aussagt. ... Daß Frau Theissen das vorgesehene Gefälle als ein eingebildetes Sicherheitsrisiko empfindet, ist ein weiteres Indiz dafür, daß sie sich mit den Problemen von S21 noch nie ernsthaft beschäftigt hat, obwohl schon öfter auf Links von Berichten über das Wegrollen von Zügen im Kölner Hauptbahnhof bei nur 0,7 Prozent Gefälle hingewiesen wurde, genauso wenig darüber, daß heutige ICEs so konzipiert sind, daß sie kaum mehr einen Rollwiderstand aufzuweisen. ... Langsam habe ich das Gefühl, daß Frau Theissen dem früheren Märchenonkel "Eisenbahner Pro" mächtig nacheifern möchte. Wie man sieht, scheitert sie aber jetzt schon kläglich. --- Oben bleiben!

bin ich froh, dass die frau müller niemals geschwätz verbreitet: tja frau müller, da habe ich ihnen ja was voraus. wenn ich im überschwang der gefühle übertreibe (keine risiken) gebe ich hinterher zu, dass ich mich getäuscht, bzw. dass ich übertrieben habe. das würde ihnen nie ppassieren. sie lassen ihre lügen stehen und gehen zum nächsten thema über. nein, ich nehme da thema gefälle und auch das thema brand nicht ernst. ich werde diesen bahnhof betreten und mit keinem gedanken bei gefälle und brand sein. so wie ich auch heute überall hingehe und nicht dran denke ich könnte sterben. warum auch? und dass die bahn von anderen personenzahlen ausgeht wie andere heißt ja nicht unbedingt, dass die bahn falsch liegt. ach so, doch natürlich. es ist bei s 21 noch nie jemand anders als die bahn falsch gelegen. habe ich vergessen. und wie gesagt, das gefälle ist ein risiko, wenn die menschen ihr gehirn zuhause lassen. und wenn ein zug wegrollt hat der lokführer sein gehirn zuhause gelassen und wenn ein kinderwagen wegrollt hat die mutter ihr hirn zuhause gelassen. man kann nicht alles so auslegen, dass nichts passiert wenn die menschen nicht denken. wie war das jetzt mit dem mineralwasser beim bau des u12-tunnels? mein mann und meine freundin haben da freitag nichts gesehen.

Liebe Frau Müller : Meines Wissens hat die Station Feuersee ein noch größeres Gefälle. Obwohl ich dort seit vielen Jahren unterwegs bin, hat mid bislang noch nichts am Bahnsteig überrollt noch musste ich neben einer wegrollenden S-Bahn hersprinten. Wahrscheinlich habe ich all diese dramatischen Vorfälle ignoriert, da ich ja Proler und damit, nach Ihrer Leseart, korrupt, antidemokratisch oder einfach nur verblödet bin. Also, wann ist am Feuersee was passiert?

...: Frau Theissen, bei aller Überschwänglichkeit Ihrer Hausfrauen-Aufsätze, Sie bestätigen nur das, was ich schon geschrieben habe: Alleine mit den unterschiedlichen Zahlen der zu entfluchtenden Personen seitens der Bahn im Gegensatz zum Planfeststellungsbeschluß sowie der Personenstromanalyse von Durth & Roos können Sie absolut nichts anfangen. Sie sind offensichtlich nicht fähig, die bewußt von der Bahn heruntergesetzten Werte als wie im PFB1.1 und von Durth & Roos angegeben, irgendwie zu beurteilen. Auch auf das von der Presse berichtete öftere lebensgefährliche Wegrollen von Zügen im Kölner Hbf ficht Sie nicht an. Statt dessen pauschalisieren Sie Gefahren und Risiken. Und genau damit beweisen Sie Ihr mangelndes Hintergrundwissen über S21. Daher ist eine qualitative Diskussion mit Ihnen völlig sinnlos. Statt Überzeugung über mögliche Vorzüge von S21 kommt nur oberflächlich pauschaliertes Hausfrauengeschwätz rüber. Bei den Männern würde man von Stammtischparolen reden. Daher ist Ihren Beiträgen nichts mehr hinzuzufügen. Viel Spaß beim Weitersapern! --- Oben bleiben!

-: --1-- Sicher, Risiken gibt es überall. Aber man sollte Risiken umgehen wenn dies möglich ist. Und die Risiken dieses, im doppelten Sinne, unterirdischen Haltepunktes liesen sich umgehen, wenn man den Bau einfach aus Vernunftgründen einstellen würde. Wissen Sie Frau Dipl-Ing(FH), beim GWS, das u.a. die Aufgabe hat das Mineralwasser zu schützen, lagen die ersten Berechnungen um über 100% neben den heutigen - nur ein Rechenfehler oder ein Modellfehler, ... - und damit soll das Mineralwasser geschützt werden? Aber für S21 müssen eben Opfer gebracht werden. --2-- Übrigens, wenn Sie zum Brandschutz den StN-Artikel genau lesen, stehen da nur "Gedanken" eines Herrn Hahn. Beim Brandschutz gibt es aber laut des gleichen StN-Artikels auch noch eine Vielzahl von Streitpunkten. --3-- "die wege sind kürzer. und technische hilfsmittel wie aufzüge machen das ganze noch bequemer" -a- es ist immer die Frage wo kürzer. -b- wieviel Prozent der tech. Hilfsmittel sind in Stuttgart im Schnitt außer Betrieb? -c- breiter, um wieviel, und was ist mit den Treppenaufgängen und den Treppentürmen. Und der Satz "dort woi die treppen sind muss man sich ja nicht aufhalten" ist für mich Hohn. Wie wollen Sie einsteigen, wenn die Türen des Zuges gerade dort sein werden? - Und noch eines, bitte vergessen Sie nicht, auch Sie werden älter werden. --4-- Toll, wieder der Vergleich S-Bahnstation mit dem möglichen Hauptbahnhof der Hauptstadt von BW. Aber sind beides ja nur "Haltstellen" - Würde mich mal interessieren, wieviel Reisende von der S-Bahn und wieviele am Hauptbahnhof abgeholt werden. Aber klar. S21 muss unbedingt überall besser sein, ist ja auch laut DBahnmanager allerbestens geplant. ---------- Frau Dipl-Ing(FH), es ist wirklich interessant zu sehen, dass die S21-Befürworter trotz Zeitverzögerung, trotz Kostensteigerung um über 2000 Mio Euro (und das ist definitiv nicht das Ende), trotz Probleme beim Brandschutz, trotz Unwirtschaftlichkeit, trotz... immer noch blind an S21 festhalten und wirklich überhaupt NICHTS hinterfragen und keinerlei Zweifel haben. Ich kann dies wirklich nicht verstehen, tut mir leid. Wo bleibt da die schwäbische Dialektik?

Es ist ja gerade Karneval: "beim GWS, das u.a. die Aufgabe hat das Mineralwasser zu schützen, lagen die ersten Berechnungen um über 100% neben den heutigen - nur ein Rechenfehler oder ein Modellfehler, ... - und damit soll das Mineralwasser geschützt werden?" Versuchen Sie doch mal zu erklären, warum Sie glauben dass die geänderte Wassermenge einen Einfluss auf die Qualität des Mineralwasserschutzes haben könnte. Das wird sicher lustig!

-: Herr Ostermann. Ganz einfach. Die ursprünglichen Berechnungen zum GWM waren so weit von den aktuellen Zahlen entfernt (über 100% Fehler), dass man sich schon fragen sollte, ob die der Berechnung zugrunde liegene Modellannahme die Realität auch nur annähernd wiedergibt oder ob das zugrunde liegende Modell einfach falsch ist. Aber warum sich diese Mühe machen. S21 muss kommen, koste es was es wolle. Egal wie hoch die Kosten sind und auf wessen Kosten. ----- Zweifel und Kritik werden bei Ihnen überhaupt nicht zugelassen. S21 ist Ihrer Darstellung nach einfach "i d e a l" - hat meiner Meinung nach aber wenig mit der Realität gemein.

Blabla: "Ganz einfach. Die ursprünglichen Berechnungen zum GWM waren so weit von den aktuellen Zahlen entfernt (über 100% Fehler), dass man sich schon fragen sollte, ob die der Berechnung zugrunde liegene Modellannahme die Realität auch nur annähernd wiedergibt oder ob das zugrunde liegende Modell einfach falsch ist." Ja, das schrieben Sie bereits. Und ich bat Sie darzulegen, inwiefern dadurch der Schutz des Mineralwasser gefährdet sein könnte. Wo vermuten Sie da einen Zusammenhang?

Herr Burghart: Sie scheinen sich ja mit Grundwassermodellen hervorragend auszukennen. Mich würde eine Antwort auf Herrn Ostermanns Frage, warum (und in welcher Weise!) die geänderte Wassermenge den Mineralwasserschutz reduziert auch sehr interessieren. Bitte erläutern Sie mir die Zusammenhänge. ----- Noch eine Frage: sind Sie nicht mehr in Polen?

An die Herren Ostermann und Anders: Ich will es mal mit einer Gegenfrage versuchen: Woher nehmen Sie die Sicherheit bzw. Gewissheit, dass die akutellen Zahlen der DBahn richtig sind, nachdem sich die ursprünglichen Zahlen als völlig daneben herausgestellt haben? Und in diesem Zusammenhang auch eine zweite Frage, woher der über 100% Fehler kommt, waren es Meßungenauigkeiten, Rechenfehler oder ein Modellfehler. ----- In diesem Zusammenhang habe ich einfach grundlegende Zweifel an der Funktionalität des GWM. ----- Ich bin weiterhin in Polen und habe hier weder Vor- noch Nachteile von Stuttgart21. Und trotzdem halte ich es für unverantwortlich, dieses überteuerte und unwirtschaftliche Projekt durchzuziehen.

Zusammenfassung: Selbst auf mehrmalige Nachfrage äußern Sie nicht einmal eine Vermutung über eine mögliche Ursache für einen von Ihnen behaupteten Zusammenhang. Sie haben also nicht einmal eine falsche Vorstellung darüber, wie ein Zusammenhang bestehen könnte: Sie haben ihn demnach einfach frei erfunden behauptet, richtig? Und wegen der gleichen "grundlegenden Zweifel" (=> Gegner-Sprech für "ich bin einfach ohne besonderen Anlass dagegen!") lehnen Sie auch das Gesamtprojekt ab. ________________________________________________________________________________ Ihre Gegenfragen verbinden Sie einmal mehr mit frei erfundenen falschen Behauptungen: "Woher nehmen Sie die Sicherheit bzw. Gewissheit, dass die akutellen Zahlen der DBahn richtig sind". Ich habe mich nie dazu geäußert. Ich habe doch gerade versucht Ihnen beizubringen, dass das für den Schutz des Mineralwassers reichlich irrelevant ist. _________________________________________________________________________ "eine zweite Frage, woher der über 100% Fehler kommt, waren es Meßungenauigkeiten, Rechenfehler oder ein Modellfehler" Ich finde es einmal mehr unverständlich, dass Sie hier soviel schreiben, und immer wieder angebliche "Schlussfolgerungen" ziehen, aber von den Artikeln der StZ entweder erst gar nichts lesen, oder es kurz darauf einfach wieder vergessen. Recherchieren Sie doch das nächste mal einfach, BEVOR Sie Behauptungen erfinden! Google hilft, und auch die StZ und StN bieten Suchfunktionen an.

-: Sie haben ja so Recht Herr Ostermann. Ich bin der ahnungslose in Polen lebende Dummschwätzer der Ihrer ehrenwerten Meinung nach sinnlose Kommentare von sich gibt. ----- Aber da Sie ja soviel besser zu sein scheinen als ich, können Sie mir Laiem dann sicherlich erklären warum es zwischen den über 100%igen Fehler bei der Wassermengenberechnung des GWMs und meiner Sorge um das Mineralwasser ganz sicher keinen Zusammenhang gibt. Ich bitte Sie darum! ----- Auf der anderen Seite, warum mach ich mir eigentlich um das Mineralwasser Sorge, wo doch die Wahrscheinlichkeit, dass ich davon etwas haben werde (oder auch nicht) eher gegen Null gehen - in Polen gibt es auch Mineralwasserquellen und die liegen deutlich näher. ----- Und wissen Sie werter Herr Ostermann, eigentlich könnte mir das ganze Stuttgart21 gestohlen bleiben. Es ist nicht immer einfach, die teilweise äußerst liebenswürdigen Kommentare mancher S21-Befürworter zu meiner Person zu lesen. Aber irgendwie kann ich es doch nicht sein lassen, und es ist nicht Opportunismus, sondern eher meine echte Sorge um den Eisenbahnknoten Stuttgart der mich umtreibt. Aber das können Sie wahrscheinlich nicht verstehen.

Stimmt, kann ich nicht verstehen: Denn dann würden Sie sich Bemühen, Faktenkenntnis zu erlangen. Sie warten hier aber wiederholt mit freien Erfindungen und Übertreibungen auf. Es bringt ja auch nichts, dass ich Ihnen das erkläre, weil Sie werden es sofort wieder vergessen. Damit Sie es sich behalten könnten, müssten Sie es erst einmal wollen, und dann würde es sich helfen, wenn Sie sich die Fakten selbst erarbeiten. Denn je mehr man sich selbst mit etwas beschäftigt hat, desto besser bleibt es haften. Also, Google-Suche an-schmeißen, und los geht's!

-: Vielen Dank Herr Ostermann für den tiefen Blick in Ihre S21-Befürworterseele. Mir macht es nichts aus ob S21 kommt oder nicht, ich sitze 1000km weit weg. Und mir scheint auch, dass Sie nicht unbedingt Stuttgarter sind, sonst würden Sie sich vielleicht doch etwas mehr um das Mineralwasser sorgen, aber für Sie steht eben S21 über allem.

Vergleich mit S-Bahn passt nicht: Ihre Vergleiche mit der S-Bahnstation passen nicht. Eine S-Bahn hat viel mehr Türen als ein normaler Zug, daher verteilen sich die Leute gleichmäßiger über den Bahnsteig bei Ein- und Ausstieg. S-Bahnreisende haben meist weniger Gepäck dabei, Zugreisende mit Rollkoffern u.a. brauchen im Gedränge mehr Platz auf den Bahnsteigen. im S-Bahnhof haben die Leute zwei Gleise zum Umsteigen zur Auswahl oder den Weg nach oben, im Reisezugbahnhof müssen mehr Bahnsteige überquert werden zum Umsteigen daher sind die Reisenden mehr in Eile beim Umsteigen und laufen mehr kreuz und quer, daher wird mehr Platz auf den Bahnsteigen benötigt. Im aktuellen Bahnhof muss man übrigens weniger Treppen laufen als mal bei S21.

Gefälle: das zeigt nur mal wieder, dass Sie absolut keine Ahnung vom Eisenbahnverkehr haben. Banhöfe sind nämlich ohne jegliches Gefälle zu bauen und aus gutem Grund. Nur die 5 Milliardenlochbefürworter wollen das einfach nicht begreifen.

jetzt erklären sie mir doch mal: wo steht, dass bahnhöfe ohne gefälle zu bauen sind. in der vorschrift steht was von "SOLL" und von 0,25% Gefälle. also einmal eine sollvorschrift und zum andern 0,25% gefälle. und dann ist das doch kein bahnhof. die gesammelte gegnerschaft redet doch immer davon, dass hier kein bahnhof gebaut wird, sondern nur eine haltestelle. was gilt bei haltestellen?

Genug: für etwas richtig gutes: so wie s 21 nimmt man gerne das eine oder andere in kauf. Biite ich kann nicht mehr lachen: für etwas richtig gutes: so wie s 21! Saw Sie da alles kritzeln!

Was soll's ?: S21 ist das "bestgeplante Projekt der Welt" - so die Projektbetreiber. Und das mittlerweile schon über 20 Jahren! Dass es an Genehmigungen fehlt, dass nicht mal der Filderbahnhof in trockenen Tüchern ist, vom Brandschutz einmal abgesehen, dass es einen Naturschutz und Artenschutz gibt, ist den Ingenieuren der DB offenbar völlig entgangen. Das kommt ja mal vor! Im Hightechland Deutschland! Den Vogel schießt allerdings Murawski mit der Bemerkung "den Artenschutz nicht über alles zu stellen" ab, ein Grüner als Staatsminister eben, da bleibt offenbar nicht mehr viel von vorher übrig- wie bei seinem Chef und den anderen Parteigenossen.

Murawski hat recht: Man muss auch beim Artenschutz differenzieren. Biber bauen Staudämme, haben schicke Fingernägel und sehen lustig aus. Juchtenkäfer sind hässlich und leben in Rindenmulm.

Differenzierung nach Aussehen: Sie sind also der Meinung, dass Artenschutz nur für schöne Tiere gelten sollte, den Lebensraum vermeintlich hässliche Tiere kann man ihrer Meinung nach ohne Weiteres beseitigen. Könnten sie vielleicht noch erläuteren, wer letztendlich entscheiden sollte, welches Lebewesen auf Grund seines Aussehens eine Existensberechtigung hat und welches nicht? Sollten solche Entscheidungen eher hässliche oder doch lieber schöne oder lustig aussehende Menschen treffen? Da sie für die Interessen schöner Lebewesen eintreten, gehören sie bestimmt zu den gutaussehenden Zeitgenossen und halten ihr eigenes Dasein bestimmt für sinnvoll, Herr Biberle. Durch ihr gutes Aussehen fühlen sie sich warscheinlich legitimiert, über das Dasein anderer zu bestimmen zu dürfen.

Hein Notter hat recht: Und ein feines Gespür für Ironie.

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