Stuttgart 21 auf den Fildern Die Zeitschiene für S 21 skeptisch im Blick

Von Götz Schultheiss 

Matthias Gastel, Bundestagsabgeordneter der Grünen, hat bei der Bundesregierung wegen des Zeitplans von Stuttgart 21 auf den Fildern nachgefragt. Er bekam eine Antwort, bleibt aber trotzdem skeptisch.

Das Filderportal an der Autobahn Foto: Moritz Kraemer / Deutsche Bahn
Das Filderportal an der Autobahn Foto: Moritz Kraemer / Deutsche Bahn

Filder - In Sachen Stuttgart 21 auf den Fildern ist der Bundestagsabgeordnete Matthias Gastel (Grüne) der Bundesregierung auf den Leib gerückt. Der Abgeordnete hatte beim Bundesverkehrsministerium nach einem Zeitplan für den Planfeststellungsabschnitt 3.1b gefragt.

Außerdem wollte der Parlamentarier wissen, ob die Ausnahmegenehmigung für die Mitbenutzung der S-Bahn-Strecke für Fernverkehrszüge, wie von der Bahn behauptet, nach Ende der Befristung verlängert werden könne.

Die Bahn halte an ihrem ursprünglichen Ziel fest

„Die Bahn hält weiter an dem mit den Projektpartnern vertraglich vereinbarten Ziel fest, Stuttgart 21 und die Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm im Dezember 2021 in Betrieb zu nehmen. Der Planfeststellungsabschnitt 1.3b ‚Filderbereich mit Flughafenanbindung, Gäubahnanbindung‘ soll zwei Jahre nach der Inbetriebnahme des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm, zum Fahrplanwechsel 2023 fertiggestellt sein“, antwortete ihm Norbert Barthle, der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister. Die Bahn, sagte der Staatssekretär, habe auf Anfrage geantwortet, nichts spreche dagegen, dass eine Verlängerung des Mischbetriebs auf der S-Bahnstrecke, oder sogar eine Entfristung, möglich sei.

Trotz der Antwort des Staatssekretärs bleibt Matthias Gastel skeptisch: „Bisher konnte die Deutsche Bahn noch keinen ihrer Pläne, weder im Hinblick auf die Zeit noch auf die Kosten, einhalten.“ Dafür, dass der Mischbetrieb aus S-Bahnen, Regional- und ICE-Zügen funktioniere, sei durch Initiative des Landes mit dem Ausbau der Rohrer Kurve und dem dritten Gleis am Flughafen viel unternommen worden. „Ob dies reicht, um einen stabilen Betrieb der S-Bahn zu gewährleisten, wird sich zeigen“, sagt Matthias Gastel.