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Stuttgart 21 auf den Fildern Nichts Neues zur Streckenführung
njl, 02.02.2012 07:00 Uhr
Die Stadt L.-E. wehrt sich weiterhin gegen eine Nutzung der S-Bahn-Strecke durch den Regional- und Fernverkehr. Foto: Archiv Günter Bergmann
Die Stadt L.-E. wehrt sich weiterhin gegen eine Nutzung der S-Bahn-Strecke durch den Regional- und Fernverkehr. Foto: Archiv Günter Bergmann

Leinfelden-Echterdingen - Seit Herbst waren die Mitglieder des Arbeitskreises Stuttgart 21 in L.-E. in Wartestellung. Mehrfach hatte der Bahnbevollmächtigte Eckart Fricke den Termin für eine Präsentation von Varianten für die Streckenführung des überörtlichen Bahnverkehrs auf den Fildern verschoben. Am Dienstag erfolgte nun die Vorstellung – wie angekündigt hinter ver­­schlossenen Türen im Rathaus Leinfelden.

Bahnbrechend Neues haben die rund 30 Teilnehmer der um externe Experten und Abgesandte des Staatsministeriums und des Verkehrsministeriums erweiterten Runde allerdings nicht erfahren. Fricke habe in der mehr als zweistündigen Versammlung bekannte Variationsmöglichkeiten der Streckenführung zwischen Rohr und Flughafen sowie verschiedene Lagen für einen Fernbahnhof am Airport ausführlich erläutert, berichten Sitzungsteilnehmer übereinstimmend. Sie haben dabei nicht den Eindruck gewonnen, dass die Bahn die bisher geplante Mischnutzung der S-Bahn-Strecke aufgegeben hätte.

Konsequenz müs­se sein, vor dem Planfeststellungsverfahren nun den politischen Druck auf die Landesregierung zu erhöhen, um Fern- und Regionalverkehr auf der bestehenden Strecke mitten durch L.-E. abzuwenden, dringt es in großer Übereinstimmung aus der Arbeitsgruppe heraus. Mit bereits ausgeschiedenen Streckenvarianten ist derzeit eine Arbeitsgruppe von Staats- und Verkehrsministerium „in Zusammenarbeit mit allen Projektpartnern“ befasst. Einem gestern Nachmittag verbreiteten Kommunique der Stadt L.-E. zufolge sei dies von der Arbeitsgruppe „sehr positiv“ aufgenommen worden. Kritisiert wurde von der AG S 21 jedoch, dass diese Gespräche ohne die betroffene Kommune stattfinden. Vor Weiterführung der Planfeststellung soll die Öffentlichkeit ausführlich informiert werden.

Auch OB Klenk sieht laut Pressemitteilung nun vor allem die Politik aufgerufen: „Die Lösung muss zwischen einem wirksamen Lärmschutz entlang der S-Bahn-Trasse als Minimalforderung und einer Alternativtrassierung liegen.“ Er sei diesbezüglich auf das für Mitte/Ende Februar ins Auge gefasste Gespräch mit Verkehrsminister Winfried Hermann gespannt.

Begleitet war die Sitzung anfangs von einem Pfeifkonzert und „Lügenpack“-Rufen. Vor dem Rathaus hatten sich Mitglieder der Schwabenstreich-Gruppe zum Protest versammelt. njl

Kommentare (5)
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FEB
02
Thomas aus Stuttgart - Nie wieder Grün wählen !, 14:13 Uhr

Ihr habt doch mehrheitlich doch mit NEIN gestimmt für den Aussieg aus S 21 - Jetzt dürfen Sie LE auch nicht merkern

war nicht gerde der OB Klenk ein heißer Verfechter von S 21 und hat er seine Bürgerinnen und Bürger nicht richtig aufgeklärt was auf die Bürgerschaft von L.-E zukommt , wenn S 21 kommt sollte ! Das wort Lügenpack trifft hier auch zu und eine Bürgerschaft die sicht nicht informiert hat ! Jetzt müssen Sie wohl damit leben , daß tausende zusätzliche Fernzüge durch das Stadtgebiet von L.-E fahren täglich Viel Spaß Oben bleiben

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FEB
02
lustig, 13:20 Uhr

güterstrecke

es kommt ja noch schöner, ohne gäubahn - und zwar den abschnitt zwischen stuttgart-nord und stuttgart-rohr - wird die filder-s-bahn zur ausweichstrecke für die güterzüge, wenn mal wieder renningen - böblingen umgebaut wird. wenn die strecke mal da ist, herrscht bestandsschutz und dann gibt es keinen extra lärmschutz und keiner da oben verhindert zusätzlichen güterverkehr. viel vergnügen. rumpel di pumpel warum wackelt mein haus herum.

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FEB
02
S-Bahnfahrer, 12:35 Uhr

Ergebnis Volksabstimmung L-E

Ich war sehr erstaunt, dass selbst in Leinfelden-Echterdingen bei der Volksabstimmung die Mehrheit gegen den Ausstieg aus S21 gestimmt hat. Hat sich da niemand über die Folgen informiert? Dass die Bahn sich die Änderungen im Nachhinein teuer bezahlen lässt war klar. Jetzt soll es die Politik/Landesregierung richten und somit der Steuerzahler noch mehr Kohle aufbringen.

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