Stuttgart 21 Bahn muss Transportkonzept an der Prag ändern

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Auch mit einer Überdachung ist das Lärmproblem am Feuerbacher Tunnel nicht zu lösen. Das geht aus einem Schreiben der Deutschen Bahn hervor, das Anwohner der S-21-Baustelle am Wartberg erhalten haben.

Der Lastwagenverkehr an der Baustelle am Wartberg  ist zu laut. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Der Lastwagenverkehr an der Baustelle am Wartberg ist zu laut.Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Die Anwohner der Stuttgart-21-Baustelle am Wartberg, dem sogenannten Zwischenangriff Prag, haben Post von der Deutschen Bahn bekommen. Das Schreiben, das am Samstag in den Briefkästen der Gunter-, Wartberg- und Volkerstraße sowie dem Gudrunweg gelandet ist, enthält für die Adressaten keine guten Nachrichten. Die DB-Projektgesellschaft Stuttgart-Ulm (PSU), die den Umbau des Stuttgarter Bahnknotens managt, bläst den Bau eines Lärmschutzdaches ab. Die Bahn hatte die 6000 Quadratmeter große Konstruktion im Juli 2015 angekündigt. Damals hatten Messungen belegt, dass die Baustelle unzumutbar viel Lärm in die benachbarten Wohnstraßen ausstrahlt. „Der dergestalt geplante aktive Schallschutz ist technisch somit nicht machbar“, heißt es in dem Schreiben der Bahn, das vom Bauleiter des Abschnitts, Christoph Lienhardt, und dessen für die kaufmännischen Belange zuständigen Co-Abschnittsleiter Henrik Hoppe unterzeichnet ist. Ursache für das Umdenken der Bahn ist die Be- und Entlüftung des Tunnels, die auch mit Dach über dem Portal des Zugangstollens sichergestellt sein muss. Der Betrieb der Ventilatoren, die leistungsstark bemessen sein müssten, würde „schalltechnisch die Immissionsminderung des Dachs letztlich“ aufzehren, wie die Bahn konstatiert.

Die Transportfahrten werden auf die Tagstunden begrenzt

Das Unternehmen muss deswegen sein Transportkonzept vor Ort ändern. Denn die Anwohner kritisierten vor allem die in den Nachtstunden besonders laut wahrnehmbaren Lastwagenfahrten zwischen dem Stollenportal und der zentralen Logistikfläche am Nordbahnhof, wo Erde und Steine auf Güterzüge verladen werden. Schon während der Planungen für das Dach setzte die Bahn den nächtlichen Lkw-Pendelverkehr aus und lagerte das aus dem Untergrund hervorgeholte Material im Stollen zwischen. Allerdings waren dessen Kapazitäten endlich. Jetzt, wo nicht nur der 320 Meter lange Zugangsstollen, sondern insgesamt auch schon rund 1030 Tunnelmeter Richtung Feuerbach und Innenstadt aufgefahren sind, wachse „auch die Flexibilität bei der nächtlichen Zwischenlagerung im Tunnel“ , schreibt die Bahn. Auch wenn die Mineure ein höheres Tempo beim Tunnelbau vorlegen sollten, könnten doch „nächtliche Aktivitäten auf der Baustelleneinrichtungsfläche vor dem Tunnelportal weitgehend vermieden werden.“ Unter Hinweis auf „erste Prognoseberechnungen“ zeigt sich die Bahn zuversichtlich trotz Verzichts auf die Überbauung in der Nacht weniger Lärm zu verbreiten als in der Variante mit Dach. Tagsüber werde der Aushub auf Lastwagen abgefahren.

Diskussion im Gemeinderat folgt am Dienstag

Mit dem Lärmschutz an der Baustelle des Zwischenangriffs Prag befassen sich auch die Mitglieder des gemeinderätlichen Umwelt- und Technikausschuss bei ihrer Sitzung am Dienstag. Ein mündlicher Bericht soll die Kommunalpolitiker aufs Laufende bringen. Auf Antrag der Fraktion SÖS-Linke-Plus wird allerdings auch über die Zeit nach Beendigung der Arbeiten zu Reden sein. Denn dann soll der Zugangsstollen dazu dienen, im Falle eines Brandunglücks den Rauch aus dem Tunnel zu blasen. Dies geschieht über ein sogenanntes Entrauchungsbauwerk. Der Bau ist eigentlich in der Nähe des Altenheims Augustinum auf dem alten Messegelände vorgesehen. Auf Betreiben der Stadt sollte die Bahn umplanen. Genehmigt sei die Verlagerung allerdings noch nicht monieren SÖS-Linke-Plus in ihrem Antrag und mahnen Gutachten sowie ein öffentliches Beteiligungsverfahren an.Zudem sei die Anlage zu klein geplant.

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18 KommentareKommentar schreiben

Werte Redaktion, Wieso befindet sich diesr Artikel nicht bei Stuttgart21. Zu kritisch oder warum? Dies betrifft genauso den Artikel: "S 21: Notausstiege kommen ans Ende der Bahnsteige" - hat wohl nach Redaktionsmeinung überhaupt nichts mit S21 zu tun. Oder wird damit einfach Meinungsmache betrieben?

Was ist eigentlich: mit dem Bauschuttzug, der lautquietschend zwischen dem Feuerbacher Tunnel und dem Nordbahnhof oft am Tag hin und herfährt. Zur Zeit fährt der auch jede Nacht 0.00 nochmals, da geht es richtig zur Sache. Diese lauten hohen metallischen Quietscher, das geht um diese Zeit echt nicht.

Kretschmann II.: Und das beste daran ist, daß ein mögliches Kabinett Kretschmann II. als allererstes den Kostendenkel killen wird, denn daran ist eine mögliche scharz-grüne Regierung nicht mehr gebunden. Dann wird es richtig lustig und richtig teuer. Und dann wird das Projekt durchgezogen, wie der Berliner Großflughafen. Gibt es den eigentlich noch?

Ähhh: Sie haben da wohl etwas falsch verstanden. Die einzige Partei, die auf den Kostendeckel pocht, sind die Grünen. Ohne Kostendeckel wird es keine grüne Regierungsbeteiligung geben.

Nee!: Und morgen kommt der Weihnachtsmann. Den Grünen geht es 1. um Macht 2. um Macht und 3. um Macht.

Auf Betreiben der Stadt sollte die Bahn umplanen: Wer hier Wünsche äußert , sollte auch den Artikel lesen.

Herr Moses, es scheint so, als ob Sie den Artikel wohl gelesen, aber dennoch nicht verstanden haben. -1- Ihr Zitat: "Auf Betreiben der Stadt" -- Im Artikel steht hierzu folgendes. Zitat: "Dies geschieht über ein sogenanntes Entrauchungsbauwerk. Der Bau ist eigentlich in der Nähe des Altenheims Augustinum auf dem alten Messegelände vorgesehen. Auf Betreiben der Stadt sollte die Bahn umplanen." - Das heißt aber nur, dass das sogenanntes Entrauchungsbauwerk auf Betreiben der Stadt umgeplant werden soll. -2- Artikeltitel: "Bahn muss Transportkonzept an der Prag ändern" - hier ist es alleine die Bahn, welche umplanen will und im Artikel steht auch warum. Zitat: "Ursache für das Umdenken der Bahn ist die Be- und Entlüftung des Tunnels, die auch mit Dach über dem Portal des Zugangstollens sichergestellt sein muss. Der Betrieb der Ventilatoren, die leistungsstark bemessen sein müssten, würde „schalltechnisch die Immissionsminderung des Dachs letztlich“ aufzehren, wie die Bahn konstatiert." ----- Wer versteht was er liest ist manchmal im Vorteil

warum sind das keine gute nachrichten für die anwohner?: der bauschutt wird nur noch tagsüber abgefahren. ist doch in ordnung, dann können die anwohner schlafen und die bahn spart eine menge geld für die überdachung.

Arbeiten während der : Tageszeit - - ist gang und gäbe. ich erinnere mich an meine erste Baustell . Allianz , Reinsburgstrasse. Wie das damals , wohl für die Anwohner gewesen sein muss. - - Ging auch vorüber.

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