Stuttgart 21 Bahn schreibt Arbeiten am Airport aus

Rund um den Flughafen kann die Bahn nicht an Stuttgart 21 bauen. Es fehlt schlicht die Genehmigung für diesen Abschnitt. Gleichwohl schreibt das Unternehmen nun die Arbeiten in diesem Bereich aus – und geht ins Risiko.

Unter dem Messeparkhaus ist vorsorglich Platz (links) für die Neubaustrecke gelassen worden. Doch eine Baugenehmigung hat die Bahn bis heute nicht. Foto: Lichtgut/Kovalenko
Unter dem Messeparkhaus ist vorsorglich Platz (links) für die Neubaustrecke gelassen worden. Doch eine Baugenehmigung hat die Bahn bis heute nicht.Foto: Lichtgut/Kovalenko

Stuttgart - Die Bahn kämpft zunehmend mit dem Zeitplan für Stuttgart 21, der eine Inbetriebnahme des umgebauten Bahnknotens im Jahr 2021 vorsieht. Dafür verfolgt sie nun im Abschnitt am Flughafen eine riskante Strategie: Die Bahn hat die Arbeiten in dem am meisten hinter dem Zeitplan hinterherhinkenden Teilbereich nun europaweit ausgeschrieben – ohne eine Baugenehmigung dafür zu haben. Sollte diese mit Auflagen erlassen werden, die stark von den eingereichten Plänen abweichen, müsste das Ausschreibungsverfahren neu aufgerollt werden oder mit den Bewerbern nachverhandelt werden. Gleichwohl stellt ein Projektsprecher die vorzeitige Ausschreibung der Arbeiten als Beschleunigungsmaßnahme dar. Rechtlich sei das möglich.

Auch der jüngste Zeitplan wankt wieder

Laut den Ausschreibungsunterlagen sollen die Arbeiten an dem 5,3 Kilometer langen Abschnitt der Neubaustrecke sowie den Tunneln vom und zum Flughafenbahnhof im Februar 2017 beginnen. In einem bei der jüngsten Lenkungskreissitzung im November 2015 vorgestellten Zeitplan war noch von einem Baubeginn im Jahr 2016 ausgegangen worden, die Arbeiten hätten demnach bis Anfang 2020 erledigt sein sollen. Das Ende der Rohbauarbeiten terminiert die Bahn nun auf 30. September 2020. In den verbleibenden 15 Monaten bis zur geplanten Inbetriebnahme müssten dann noch Gleise verlegt, Oberleitungen und Signale installiert sowie ein Erprobungsprogramm absolviert werden.

Warten auf die Baugenehmigung

Firmen können ihr Interesse an dem Auftrag, der auch den Bau von drei Bachquerungen sowie den Umbau der A-8-Anschlussstelle Plieningen umfasst, bis 5. April bekunden. Die Baugenehmigung für diesen Abschnitt benötigt die Bahn laut eigenen Unterlagen noch im März 2016. „Sonst Inbetriebnahme Gesamtsystem in 2021 extrem kritisch“, heißt es in dem Bahnpapier, das nach der Lenkungskreissitzung veröffentlicht wurde.

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183 KommentareKommentar schreiben

http://www.lokreport.de/ , 16.03.2016: "Bayern: Rechnungshofkritik an S-Bahn-Erweiterung Nürnberg". Dort liest man u.a. auch folgenden Satz: "Mehrkosten entstanden auch, weil Maßnahmen ohne rechtskräftigen Planfeststellungsbeschluss vergeben worden waren." - ein gewisser Wiedererkennungseffekt lässt sich ja wohl nicht abstreiten, oder? --- Und wenn man den ganzen Artikel so liest, gibt es noch mehr Parallelen zu Stuttgart 21.

Eine Ausschreibung ohne Baugenehmigung: Das ist schon ein Armutszeugnis für jeden Planer, Ingenieur und Architekten. Die Bahn im Panik-Modus.

Eine einzige Antwort: Würde mir auf meine mehrfach gestellte, jedoch nie beantwortete Frage vollkommen ausreichen. Hat denn wirklich kein einziger der s21 Gegner mehr drauf als allgemeines Gefasel oder nachbeten der Meinung eines Redakteurs? Welche konkreten Änderungen könnte es jetzt denn an den Plänen zum Rohbau von pfa). 1.3a geben?

Sie treten in Rainer Stephans Fußstapfen, der ständig dasselbe wiederholft. Also: Nichts Neues von Ihrer Seite. Wozu dieses viele Blabla? Sie haben sich kein einziges Mal mit den Reaktionen auf Ihre Beiträge auseinandergesetzt.

Sie irren sich: Speziell auf Ihren Beitrag hatte ich ziemlich ausführlich geantwortet. Allerdings sind mir Wiederholungen der Bemerkungen des Redakteurs nun einmal nicht genug. Ist meine Frage denn so schwer zu verstehen? Wenn man behauptet, das Vorgehen der bahn sei ein hohes Risiko, dann muss man das doch auch anhand ganz konkreter möglicher Änderungen des Rohbaus, dazu noch "Änderungen die stark von den eingereichten Plänen abweichen" auch irgendwie begründen können. Eine derartige Begründung (Änderungen an der Trasse z.B.) war bisher noch in keiner "Antwort" zu lesen. Dass ich auf die Polemiken von Müller, Burkhardt etc. nicht weiter eingehe ist denke ich verständlich.

Im übrigen fällt es mir schwer, mit Leuten ernsthaft zu diskutieren: Die Verschwörungstheorien von irgendwelchen Lohnschreibern oder gar Lohnschreiber-Büros mit Diensplänen die man angeblich hier herausfiltern kann nachhängen. Das ist mir zu läppisch.

Ihnen fällt es überhaupt schwer, überhaupt zu diskutieren. Mein schon vor einem Tag geschrieber Antwortversuch weiter unten interessiert Sie überhaupt nicht. Es scheint also so, als wollten Sie nur Krawall machen. Von "Diskussion" dort ganz zu schweigen.

Wahlen: Nur mal ein kleiner Einwurf ob der hitzigen Diskussion um Nichtigkeiten an die S21 Gegner. Gestern war in Baden-Württemberg Landtagswahl. Die einzige Partei, die sich noch gegen S21 gestellt hat, die Linke, hat krachend verloren. Akzeptieren die S21 Gegner denn jetzt endlich, dass sie mit ihrem alten LKW jeden Montag ganz alleine auf weiter Flur stehen? Oder wie viele Wahlen braucht's noch bis das verstanden ist?

Noch mal einer: Der offenbar gestern bei der LTW auch nicht so recht wusste, worum es eigentlich ging. Über physikalische Axiome oder arithmetische Regeln wurde übrigens nicht abgestimmt. Kurz : Die Naturwissenschaften als die eigentlichen Hauptgegner von S 21 standen nicht zur Wahl. Die lassen sich übrigens auch nicht auf wie auch immer geartete Kompromisse infolge von Koalitionsdeals ein.

Herr Jakob: bitte erklären Sie mir doch mal, inwiefern die Naturwissenschaften die eigentlichen Hauptgegner von S21 sind.

herr anders: das hat er so als textbaustein abgespeichert und so ein textbaustein will ja ab und zu von der leine gelassen werden. ob es an der stelle passt oder nicht ist doch egal.

Also bislang: hatte ich Ihre Aussage, selbst Ingenieur zu sein , ernst genommen. Also durfte ich bei Ihnen die Beherrschung basalen objektiven Handwerkszeugs voraussetzen. Wer oder was AUSSER den Naturwissenschaften könnte denn realistisch betrachtet die unsinnigsten politischen Entscheidungen wider wirtschaftlicher wie verkehrsinfrastruktureller Vernunft schlagartig ad absurdum führen ? Alle Appelle an kritische Reflexion der getätigten Planungen und scheinbar auf ewig zementierten Entscheidungen haben bis zum heutigen Tage -von wenigen, offensichtlich als unsinnigst eingesehenen Konstellationen, die auf den Fildern korrigiert wurden ,abgesehen - nicht gefruchtet.Wer also unabänderliche Gesetzmäßigkeiten wie etwa die Summation von Kosten-Zahlen , Zeit-Größen bei Fahrplankonstruktionen, Winkelmaße bei Bahnsteigen oder Volumenveränderungen von geologischen Formationen mißachtet, wird ähnlich wie Kleinkinder bei der heißen Herdplatte eben aus dem Schaden klug werden müssen. Wenn man nicht -wie zum Beispiel unten- sich mit inhaltsleeren Zweizeilern begnügt, was dann zum Brandwunden -Sammeln, nicht aber zu Erkenntnisgewinn führen würde.

Ach so?: Neuerdings können physikalische Gesetze schon Partei ergreifen? Was die S21 Gegner nicht alles können, sogar die Physik auf ihre Seite ziehen. Also wenn bei der nächsten Wahl die Naturwissenschaften antreten, dann wählen die S21 Gegner diese? Tut mir Leid, aber solche Aussagen können Sie doch nicht ernst meinen.

Einfach nochmal lesen: Über physikalische Axiome oder arithmetische Regeln wurde übrigens nicht abgestimmt. Kurz : Die Naturwissenschaften als die eigentlichen Hauptgegner von S 21 standen nicht zur Wahl.(Teilzitat aus meinenm obigen Beitrag ).Ohne weiteren Kommentar.

Ok, FM hat sich nun vollends für weitere Diskussionen endgültig selbst disqualifiziert. Eine Fortführung ist sinnlos. Sein Erfolg: Er hat eine sachliche Diskussionen endgütlig abgewürgt. Traurig und beschämend. --- Oben bleiben!

Das ist : eben die Stragegie: die Kommentarspalte zumüllen. Aber auch das wird diese Missgeburt S21 nicht retten können.

Ach herr Spitzer: __ wer müllt den hier ständige Kommentarspalten zu mit den immer gleichen Phrasen , ....S 21 wird nie kommen .... Wo ist die Bodenplatte und die Kelchstütze ....... lesen sie mal den neuen Artikel vielleicht geht ihnen dann mal ein Licht auf = ""Stuttgart 21 spielt keine Rolle mehr"" !

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