Stuttgart 21 Bahn stellt Zaun am Südflügel auf
Thomas Braun/dpa, 03.08.2010 16:35 Uhr
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 Foto: Stoppel
Foto: Stoppel


Am (heutigen) Mittwoch wird weiterdemonstriert, und es gibt eine Diskussion vor dem Nordausgang über den Stellenwert des Bonatzbaus. Teilnehmer sind unter anderen der Enkel des Hauptbahnhoferbauers Paul Bonatz, Peter Dübbers, Exbahnhofsvorsteher Egon Hopfenzitz sowie der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Hauptbahnhof, Matthias Roser.

Die Stuttgarter Polizei behält ihr Konzept der Deeskalation bei, ist aber auf alle Eventualitäten vorbereitet. "Wir wägen jede Stunde und jeden Tag die Situation neu ab", so Polizeisprecher Stefan Keilbach. Die Staatsanwaltschaft teilte auf Anfrage mit, dass man gegen zehn namentlich bekannte Personen und einen Unbekannten, die sich an den Protesten des vergangenen Wochenendes beteiligt hatten, Ermittlungsverfahren eingeleitet habe. Fünf davon wird Beleidigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt zur Last gelegt, sechs Personen müssen sich wegen Nötigung durch Sitzblockaden auf dem Klettplatz und dem Charlottenplatz verantworten. Zudem befindet sich ein Aktivist in Untersuchungshaft, der am vergangenen Montag an der Besetzung des Nordflügels beteiligt war. Gegen ihn wird wegen Hausfriedensbruchs und Körperverletzung ermittelt.

Medienberichte, nach denen Bahn-Chef Rüdiger Grube ins Visier radikaler Stuttgart-21-Gegner geraten sein soll, treffen dagegen nicht zu. Eine Sprecherin der Polizeidirektion Calw sagte, man habe im Juni insgesamt 15 Aufkleber mit Anti-Stuttgart-21-Parolen an Lichtmasten und Sicherungskästen rund um den Wohnort Grubes registriert; Anfang Juli waren noch einmal fünf bis sechs Flugblätter aufgetaucht. In Berlin erklärte ein Bahn-Sprecher, Grube erhalte keinen besonderen Personenschutz.
Kommentare (303)
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AUG
10
J.P., 09:32 Uhr

Mr. Schuster, tear down this wall!

Die Bilder des Bauzauns, der von Spezialeinsatzeinheiten bewacht wird und jeden Tag weiter verstärkt wird erinnern mich an eine andere Grenze, die gegen die eigenen Bürger wurde.

AUG
08
Stuttgarter, 20:00 Uhr

@ Objektiver von der Spree

"Wer hat wirlich die Mehrheit? Jeder Seite beansprucht, die Mehrheit auf seiner Seite zu haben. Meine Frage: Gibt es einen link zu einer objetiven, repräsentativen statistischen Ehebung? Wenn ja, bitte link in einen Kommenar einfügen." Es gibt 4 aktuelle repräsentative (!) Umfragen zum Thema "Stuttgart 21" in der Stadt Stuttgart und im Land BW: ***************************************************************** Bürgerumfrage Stadt Stuttgart 2009: 49% gegen S21, 30 % für S21. Stuttgarter Nachrichten 11/2008: 64 % gegen S21. SWR 6/2009: 54 % gegen S21, 38 % für S21. Emnid 2009: 58 % gegen S21, 38 % für S21. ***************************************************************** Bin hier in Stuttgart nur für 2 Jahre beruflich bedingt und habe also keine ganz klare Position. Aber eine Sache ist doch auffällig: Jeder Seite beansprucht, die Mehrheit auf seiner Seite zu haben. Meine Frage: Gibt es einen link zu einer objetiven, repräsentativen statistischen Ehebung? Wenn ja, bitte link in einen Kommenar einfügen.

AUG
08
Stuttgarter, 19:57 Uhr

Strafanzeige

"Strafanzeige" schrieb: "Weiss jemand etwas über den Stand der Strafanzeigen Grube, Mehdorn, und Schuster?" Nein, es ist noch nichts aktuelles bekannt, die laufen noch. Keine Frage, wer über ein Jahrzehnt lang an einem "Projekt" festhält, das sich laut inzwischen etlichen Gutachten und Berechnungen (nicht nur SMA, sondern auch z.B. Bundesrechnungshof, Vieregg & Rössler, Bodack, Ostertag) erwiesenermaßen als nachteilig herausstellt, trotzdem besseren Wissens Parlamente und Gerichte mit gefärbten Halbwahrheiten versorgt und unangenehme Erkenntnisse unter den Teppich kehrt, der spaltet nicht nur die Gesellschaft, sondern macht sich auch strafbar. Der Inhalt der vorliegenden Strafanzeige gegen die Verantwortlichen ist nur ein Anfang, es muss in weiteren Anzeigen noch deutlicher und explizit daraus hervorgehen, dass nicht nur - das SMA-Papier, sondern auch - all die anderen andere Gutachten sowie die - Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu S21 und zur NBS zurückgehalten worden sind, mit dem Ziel, Politik, Justiz und Öffentlichkeit bewusst zu täuschen. Auch - die offiziellen Kostenangaben waren nachweislich eine Lüge. - Das schnelle Herunterrechnen von 4,9 auf 4,1 Mrd. ohne jegliche Nachweise darüber, wie dies zustande kommen soll, ebenfalls. Die zugrundeliegenden Beschlüsse, Urteile und Verträge basieren auf falschen oder fehlenden Angaben und sind deshalb nichtig und anfechtbar. Wer Anzeige gegen die S21-Verantwortlichen erstatten will, sollte daher all diese Papiere und Vorgehensweisen mit in seiner Begründung aufführen. Stuttgart freut sich auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

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