Stuttgart-21-Baustelle im Schlossgarten Protest auf dem Baugelände

Von ceb 

Etwa 20 Stuttgart-21-Gegner sind am Donnerstagabend auf das Gelände der Baustelle für den Bahnhofstrog eingedrungen. Am Rande einer Kundgebung vor dem Bauzaun schafften sie sich zwei Schlupflöcher, durch die sie in den abgesperrten Bereich des Mittleren Schlossgartens gelangten.

Die Demonstranten rissen erst Werbetransparente ab und gelangten dann durch zwei Schlupflöcher in den abgesperrten Bereich des Mittleren Schlossgartens. Foto: 7aktuell.de/Gerlach 38 Bilder
Die Demonstranten rissen erst Werbetransparente ab und gelangten dann durch zwei Schlupflöcher in den abgesperrten Bereich des Mittleren Schlossgartens.Foto: 7aktuell.de/Gerlach

Stuttgart - Etwa 20 Stuttgart-21-Gegner sind am Donnerstagabend auf das Gelände der Baustelle für den Bahnhofstrog eingedrungen. Am Rande einer Kundgebung vor dem Bauzaun rissen die Demonstranten erst Werbetransparente ab und schafften sich dann zwei Schlupflöcher, durch die sie in den abgesperrten Bereich des Mittleren Schlossgartens gelangten. Hinter dem Zaun rollten sie Plakate aus, unter anderem mit der Aufschrift: „Wir holen unseren Park zurück.“ Die Polizei nahm auf dem Gelände acht Personen im Alter von 14 bis 64 Jahren fest. Gegen sie wird wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs ermittelt.

Die Kundgebung in der Nähe des Planetariums war als Mahnwache von 16 Uhr bis Mitternacht angemeldet. Damit erinnerten die Gegner des umstrittenen Milliardenprojekts Stuttgart 21 an die Nacht vom 14. auf den 15. Februar vor einem Jahr, in der die Polizei den Schlossgarten und das Zeltdorf geräumt hatte. Am nächsten Morgen ließ die Bahn Bäume in dem abgesperrten Bereich roden. In dem Abschnitt zwischen dem ehemaligem Busbahnhof und Planetarium soll der Trog für den Tiefbahnhof ausgehoben werden. Auf dem Baustellengelände stellten die Demonstranten Kerzen an all jenen Stellen auf, wo einst die Parkbäume gestanden hatten.

Gegen 20 Uhr hatten alle Demonstranten den eingezäunten Bereich des Schlossgartens wieder verlassen. Die Feuerwehr war im Einsatz, um den Bauzaun, der nach der Räumung vor einem Jahr errichtet worden war, an den beiden beschädigten Stellen zu reparieren.

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143 KommentareKommentar schreiben

Abwehrchef: So etwas zu behaupten, grenzt an Unverschämtheit, denn damit unterstellen Sie tausenden Stuttgarter BürgerInnen, die am 30.9.2010 die Polizeigewalt erlebt haben, Gewalt und Lügen. Aber das hat ja schon immer System: Denjenigen, die Gewalt erlebt haben, wird danach grundsätzlich die Schuld untergeschoben und sie befinden sich dadurch immer in der Rechtfertigungsecke. Aber selbst Rech musste am selben Abend noch zurückrudern. Und warum die Staatsgewalt so gewaltig an jenem Tag im Schlossgarten draufgeschlagen hat, wird auch noch aufgeklärt. Unvergessen!

UM HIMMELS WILLEN!: Tut mir echt Leid, aber bei so viel Ignoranz kann man echt nur noch den Kopf schütteln. Erstens: Ich lasse mich hier nicht als Dummschwätzer beschimpfen. Das ist weder mein Niveau noch ist eine solche Titulierung begründbar. Zweitens: Was hier von Gegner-Seite wieder verbreitet wird, geht doch auf keine Kuhhaut! Was soll denn da bitte keine vollständige Fragestellung sein? 'Sind Sie für oder gegen S21'. Da kann man nicht viel falsch machen, oder? Zudem wird ein Meinungsforschungsinstitut garantiert keine Zahlen veröffentlichen, bei deinen keine solide Datengrundlage gegeben ist. Die haben schließlich auch einen Ruf zu verlieren. Ich hätte mal gerne einen Link, der diese Zahl von 125 bestätigt. Es zeichnet sich ja immer mehr eine Radikalisierung der Gegnerschaft ab. Grund hierfür sind unter anderem Posts wie hier unten, die einfach unsachlich und polemisch sind, weil den Forderungen der Gegner die Grundlage fehlt. Klar ist es teuer, aber die Mehrheit ist eben bereit diesen Preis zu zahlen. Und da helfen Schreie nach weiterer Verzögerung einfach nicht weiter. Deshalb bitte: Sachlich bleiben und weiterbauen, um Mehrkosten entgegen zu treten.

@ S21-Gegnerin, 19:37 Uhr: wäre ich befürworter diese projekte, hätte ich dann nicht das recht mich hier zu äußern? glauben sie mir, ich stehe diesem projekt sehr kritisch gegenüber. nur hab ich für mich schon vor über 2 jahren beschlossen, dass ich mit menschen die meinen sie seien auf augenhöhe mit dem arabichen frühling oder mit den montagsdemos (ich meine das original), sprich menschen die meiner meinung nach jeglichen bezug zur realität verloren haben recht wenig bis garnichts anfangen kann und will. dam kommentar von Abwehrchef kann ich im übrigen nur voll zustimmen. um nochmals kurz auf herrn wagner zu kommen. es stellt sich in seinem fall ja wohl die frage, ob der wasserstrahl zu ihm oder er zum wasserstrahl kam.

Dummschwätzer Horst-Kevin: Zeitunglesen hilft: es waren 125, keine 1000. Dazu eine unvollständige Fragestellung, und schon hat man - trara - 4 Prozentpunkte weniger als letztes Jahr im August.

@ S 21 gegnerin: Jeder kann ja seine Sicht der Dinge darlegen, nur Gewalt gegen Kinder die unrechtmäßig in den Schlosspark geführt worden Stichwort Schüler Demo oder Gewalteskalationen am 27.03.2011 oder auch jetzt wieder. Immer wird OStA Häußler vorgeführt oder die böse DB Sicherheit oder der Böse Bube von der polzei nur dass die Gewalt und das ist nun mal fakt immer von S 21 Gegener ausgeht sollte zur Kenntnis genommen werden. Der folgenschwere Donnerstag im Schlosspark auch hier sollte mit der Mähr aufgehört werden dass hiet Wattebällchen geschmissen wurde.

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