Stuttgart 21 Beschwerde bei Bahn-Chef Rüdiger Grube

Von njl 

Befürworter von Stuttgart 21 wie die ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Judith Skudelny üben scharfe Kritik an dem von Wolfgang Dietrich geleiteten Kommunikationsbüro. Sie fordern Bahnchef Rüdiger Grube auf, personelle Konsequenzen zu ziehen.

S-21-Befürworter sind mit den Auftritten des Teams um  Projektsprecher Wolfgang Dietrich unzufrieden. Sie fordern von Bahn-Chef  Grube Konsequenzen. Foto: Michael Steinert
S-21-Befürworter sind mit den Auftritten des Teams um Projektsprecher Wolfgang Dietrich unzufrieden. Sie fordern von Bahn-Chef Grube Konsequenzen.Foto: Michael Steinert

Stuttgart - Die frisch aus dem Bundestag ausgeschiedene FDP-Politikerin Judith Skudelny und die kommissarische CDU-Vorsitzende in Leinfelden-Echterdingen, Ilona Koch, beschweren sich in einem Brief bei Bahn-Chef Rüdiger Grube über die Arbeit des Kommunikationsbüros für Stuttgart 21. Anlass für die heftige Attacke liefert die jüngst zu Ende gegangene Informationstour zum Planfeststellungsverfahren in Gemeinde- und Bezirksbeiräten auf den Fildern. In einem Fall war die Veranstaltung unter anderem wegen technischer Unzulänglichkeiten abgebrochen worden.

„Sowohl die Kommunikation als auch die Vermarktung des Projekts konnten selbst eingefleischte Befürworter zum Umdenken bringen“, schreiben Skudelny und Koch an Grube und kritisieren, dass offensichtliche Mängel über mehrere Veranstaltungen hinweg nicht behoben wurden. Ohne ihn namentlich zu nennen, machen die Kommunalpolitikerinnen aus L.-E. ihrer Verärgerung über Projektsprecher Wolfgang Dietrich Luft: „Die aggressive Art der Diskussion durch einige der Beteiligten halten wir nicht für zielführend. Vielleicht sollten diejenigen, die für das Projekt in der Öffentlichkeit stehen, eine Weiterbildung und Supervision erhalten“, regen sie an.

Der Bahnchef soll einschreiten

Für örtliche Befürworter von S 21 sei es angesichts einer „Serie von unsympathischen und unprofessionellen Auftritten“ vor Ort schwer zu vertreten, dass das Projekt professionell und effizient geplant sei. Skudelny und Koch fordern Grube auf, sich persönlich um eine bessere Außendarstellung des Projekts zu kümmern und verweisen dazu auf einen „großen Markt an Dienstleistungsanbietern“. In ihrem Brandbrief fordern sie auch personelle Konsequenzen: „Wir hoffen, dass im Sinne einer Verbesserung nicht nur Einzelne ausgetauscht werden.“

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105 KommentareKommentar schreiben

danke, aber ich bin schon munter: und 80 oder 100 euro im jahr für ein "pickerl" bezahle ich. wenn das geld in den unterhalt der verkehrswege geht. ich lasse mir nur nichts ins auto bauen (t'r'oll-collect) so dass jeder sehen kann wann ich wo war. ich möchte kein gläserner autofahrer werden. dann spare ich mir das geld und fahre landstraße.

hier werden noch Leserbriefe hochkochen solange das Projekt von der Politik hochgehalten wird.: Ist ja schon seltsam. Jeder sieht den Kaiser nackt, aber nicht jeder sagt es. Über die Gründe, sich mit Jubel selber zu schaden, kann ich nur spekulieren, verstehen tu ich es nicht. Dabei trifft es jeden Bürger nicht nur am Geldbeutel, aber da auf jeden Fall. Mal sehen ob wir nicht alle mit der PKW Maut schröpfen müssen um die marode Strassen- und Bahn-Infrastruktur in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten wieder einigermassen auf Vordermann zu bekommen. Spätestens da werden auch die Proler munter werden ;-)

S "21" BLEIBT DER MEGASUPER BURNER: Ich bin froh , daß wir Alle noch 20 Jahre fast jeden Tag etwas zum Schmunzeln über die Tolpatschbahn haben werden . Noch ganze Rentnergenerationen können die fehlenden Rentenerhöhungen dort adressieren.

Demonstrationen sind Antwort auf die aggressiven Projektdurchführung: Nach dem Prinzip Actio und Reactio. Oder das Deckele zum Töpfle, dem ewig wutköchelnden. Die anderen dürfen nicht Recht bekommen, auch wenn sie Recht haben und das inzwischen jedem klar geworden ist. Auch manchem Projektbefürworter wäre lieber gewesen, wenn ein sympathischer Mensch wie Stocker die Demos weiter organisiert hätte. Aber der wurde nun einmal rausgedroht. Durch persönliche Angriffe bis hin zu Drohungen gegen die Familie. Also Schluss mit dem Lamento.

Was mich am meisten stört: ...ist die Aggressivität und Unsachlichkeit, mit der dieses Projekt bekämpft wird.

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