Stuttgart 21 Bonatzbau-Statik wird untersucht

Von mil 

Experten aus Sachsen haben den Auftrag erhalten, die Statik des Hauptbahnhofs zu überprüfen. 225.000 Euro gibt die Bahn dafür aus. Mit der Diskussion um das Turmfundament habe die Auftragsvergabe jedoch nichts zu tun.

1928 wurde der Stuttgarter Hauptbahnhof fertiggestellt. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
1928 wurde der Stuttgarter Hauptbahnhof fertiggestellt.Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Experten aus der sächsischen Stadt Radebeul haben den Auftrag erhalten, die Statik des Hauptbahnhofs zu überprüfen. 225 000 Euro lässt sich die Bahn die Untersuchung kosten. Die Ergebnisse sollen „im Laufe des Jahres vorliegen“, sagt ein Sprecher des Kommunikationsbüros.

Im Zuge von Stuttgart  21 verändert der von Paul Bonatz entworfene Hauptbahnhof sein Aussehen. Bislang sind die Seitenflügel parallel zu den bestehenden Gleisen abgerissen worden. Wenn der Tiefbahnhof einmal fertig ist, soll die Kopfbahnsteighalle als Galerie fungieren: Von der heutigen Ebene wird es Durchbrüche nach unten zur neuen Verteilerebene geben, von der aus die Fahrgäste auf die Bahnsteige gelangen.

Mit der Diskussion um die Gründung des Turmfundaments habe die Auftragsvergabe nichts zu tun, heißt es beim Kommunikationsbüro. „Die Bestandsstatik betrachtet das Gebäude als Ganzes und bezieht sich nicht ausschließlich auf den Turm.“ Projektgegner hatten Schäden am Turmfundament befürchtet. Der sei auf Eichenpfählen gegründet, die durch die Grundwasserentnahme an Stabilität einbüßen würden, so die Vorhersage der Kritiker. Die Bahn verwies im Gegenzug auf historische Dokumente, aus denen aus ihrer Sicht die Verwendung von Eisenbetonpfählen hervorgehe. Das Eisenbahn-Bundesamt sieht den Nachweis erbracht. Die Behörde verzichtete darauf, weitere Untersuchungen zu veranlassen.

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89 Kommentare Kommentar schreiben

Herr Cronauge: Was wollen Sie von Beton wissen? Ich gebe Ihnen jegliche Informationen darüber und das alles ohne einen Link oder einen Gutachter.

Ende der Diskussion?: Das die Erkundung der tatsächlichen Gründungs-Verhältnisse, der tatsächlichen bauzeitlichen Lastzustände des Bonatz-Baus für die Planungs-Verantwortlichen der Bahn ein nerviges Thema ist, ist schon irgendwo verständlich. Trotz oder gerade wegen der umfangreichen Diskussions-Beiträge zum bauzeitliche Gründungs-Statik haben sich nun endlich die Projekt-Verantwortlichen genötigt gesehen eine umfassende statische Analyse der komplexen Verhältnisse beim Rest-Bonatzbau zu veranlassen. Zur Bestandsstatik des Bonatzbaus erfolgte (erst) kürzlich die nun auch offiziell für erforderlich gehaltene Ausschreibung durch die Bahn. Sicherlich auch ein Teilerfolg für die fundierte S21-Kritik. __________________________________________________________________________________ eine bisherige Stellungsnahme von Herrn Kuhn: +++ http://www.domino1.stuttgart.de/web/ksd/KSDRedSystem.nsf/01622b1049bb045641256a15005a9b56/5650a99711428476c1257c27004d02c2?OpenDocument __________________________________________________________________________________ Ist die Statik schon gesichert? +++ https://twitter.com/Bahnhof201268/status/516329394298970112/photo/1 +++ aktuelle Auftrags-Bekanntmachung für die Bestands-Statik: +++ http://www.ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:323967-2014:TEXT:DE:HTML&src=0 __________________________________________________________________________________ http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.grundwassermanagement-bei-stuttgart-21-ein-blick-in-das-genehmigungsschreiben-vom-eisenbahn-bundesamt.94e2c51a-7c5d-4cd3-923f-5f384f142f57.html

Herr Cronauge, Sie schrieben: "Zur Bestandsstatik des Bonatzbaus erfolgte (erst) kürzlich die nun auch offiziell für erforderlich gehaltene Ausschreibung durch die Bahn. Sicherlich auch ein Teilerfolg für die fundierte S21-Kritik." --- Dazu fällt mir nur ein: Einbildung ist auch eine Bildung.

Lohnenswert: http://www.bernd-nebel.de/bruecken/index.html?/bruecken/6_technik/beton/beton.html

empire state building: ruht auch auf Betonpfählen ,sollten wir uns Sorgen machen?

Keine Ahnung...: Wurde Risse beobachtet ?

Beton oder Holz: Eiche wird sehr hart, siehe unter Mooreichen! Beton wird auch härter unter Wasser , siehe Unterwasserbeton. Die Güte beider Materialien wird also heraufgesetzt wenn man Feuchtigkeit hinzugibt. Da bei Beiden davon ausgegangen wird ,dass diese so gut wie nicht verrotten, erhalten diese durch Wasser eine Schutzschicht und einen enormen Dichtegrad . Es erübrigt sich die Frage aus was . Die Frage sollte heißen.: Was geht an der Luft schneller kaputt Mooreiche oder Unterwasserbeton?

Oh je...: also alles was recht ist ... ich glaube kaum, dass in der damaligen Zeit sulfatbeständiger Beton verwendet wurde ... kann mich auch täuschen. Das Grundwasser ist schwach bis stark betonaggressiv (schauen Sie mal in die DIN 4030, dann wissen was das ist). Sollte es stark oder sogar sehr stark betonaggressiv sein, liegen die "Eisenbetonpfähle" sofern es welche sind im grundwasserführenden Bereich vermutlich nur noch als ein Steingerippe vor.

Nachschauen: Sie lehnen sich weit aus dem Fenster im besonderen weil Sie von Beton gar keine Ahnung haben. Das beweisen Sie offensichtlich in Ihrer obigen Behauptung lautstark. Mit dem Täuschen liegen Sie aber vollkommen richtig.

Ja ...: Ich entschuldige mich in aller Form. Sie scheinen wirklich ein intimer Kenner der Materie zu sein. Ein Betonspezialist sozusagen... Mooreichen ... Unterwasserbeton an der Luft ... sehr interessant. Einen schönen Abend wünsche ich noch.

Stichworte: Sind noch lange nicht ausreichend um einen Satz mit Oh je zu beginnen. Alles was recht ist meine Herren.

wir verstehen: Mir scheint: ein echter Täuscher läßt sich nicht gern mit seinen eigenen Waffen schlagen. Bloß, wie kommen sie darauf, daß es sich bei den konkreten / den fachlich fundierten Bedenken um nichts anderes als einen raffinierte Täuschung - dazu irrigerweise auch noch - eines bezüglich der ausgeklügelt vorgetragenen Materie völlig Ahnungslosen handelt? Da ihren hohlen Behauptung nach wie jeglicher fachliche Gegen-Beweis fehlt, möchte ich sie bitten, wenigsten nachträglich nachzuschauen und ihre bisher verschwiegenen Kenntnisse umgehend einer interessierten Öffentlichkeit zu unterbreiten. Beweisen sie ganz einfach, daß ihre suggerierte Behauptung - bedeutend mehr Ahnung von Beton zu besitzen - den Tatsachen entspricht. Oder haben etwa sie sich selbst zu weit aus dem Fenster gelehnt?

C. Bohnert: Wäre es dann nicht besser den ganzen Bonatzbau abzutragen? Hört sich ja gefährlich an ;)

dann ist es aber auch wieder gut: dann ist nicht der umbau am zusammensturz des bahnhofturms schuld, sondern der nicht sulfatbeständige beton.

Ja, jetzt ist es gut :): Ich mag das bewusst übetrieben haben. Aber wir haben einen Bahnhofsturm mit Rissen. Jeder stochert im Nebel herum. Es ist nichts eindeutig untersucht. Nur darum geht es. Die Pfahlintegrität der Turmgründung ist halt aus meiner Sicht ein sehr wichtiger Punkt ... und zwar nicht nur über die Bauzeit. Und jetzt bin ich schon ruhig :). Viel Spaß bei der weiteren Diskussion.

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