Stuttgart 21 Bund weist DB-Kritik an Prüfamt zurück

Von , Berlin 

Ist der „behördliche Schwergang“ Schuld daran, dass Stuttgart 21 nicht vorankommt? Nein, sagt das Bundesverkehrsministerium. Entsprechende Vorwürfe der Bahn seien „nicht zu halten“, heißt es in dem Dossier des Ministeriums.

Dass bei Stuttgart 21 so vieles schief läuft, ist laut Verkehrsministerium Foto: dpa 28 Bilder
Dass bei Stuttgart 21 so vieles schief läuft, ist laut VerkehrsministeriumFoto: dpa

Berlin - Stuttgart 21 könnte erst 2024 und damit viel später fertig werden. Das hat die Deutsche Bahn gegenüber der Bundesregierung eingestanden, wie aus dem Dossier des Bundesverkehrsministeriums (BMVBS) zum Projekt hervor geht. Der Staatskonzern begründet die Verzögerungen bei Stuttgart 21 insbesondere mit „behördlichem Schwergang“. Diesen Vorwurf weist das BMVBS zurück.

Die Vorwürfe der DB gegenüber dem Eisenbahnbundesamt (Eba) seien „nicht zu halten“, heißt es in dem Dokument. Und weiter: „Dem vom Vorstand der ­DB AG geäußerten Vorwurf der Verfahrensverzögerung durch ,behördlichen Schwergang’ sollte dementsprechend deutlich entgegen getreten werden.“ Das Dossier wurde wie berichtet für das Treffen des DB-Aufsichtsrats am vorigen Dienstag erstellt, in dem das BMVBS, das Finanz- und das Wirtschaftsministerium durch drei Staatssekretäre die Interessen des Bundes als Eigentümer des größten Staatskonzerns vertreten. Die Aussagen zu den Bonner Bahnaufsehern sind besonders bemerkenswert, da sich das Eba selbst meist sehr zugeknöpft gibt und sich als nachgeordnete Behörde keine öffentliche Kritik an der DB erlaubt.

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169 KommentareKommentar schreiben

Öffentliches Stimmungsbild längst wieder gegen S21: @ Kai. Am 14.1.2013 konnte man in der Sendung '2+Leif' hervorragend erkennen, wie den Prolern nicht nur die Argumente zerschmolzen sind, sondern ihnen auch die Befürworter in der normalen Bevölkerung gleich reihenweise davonlaufen. Es war eine Offenbarung all der Lügen, Verheimlichungen und Schönredereien. Nach allem was inzwischen bei S21 herausgekommen ist, und vor dem Hintergrund spürbarer breiter Ablehnung von S21 bei den Menschen, ist die Emnid-„Umfrage“ unglaubwürdig, zumal keinerlei Hintergründe der Umfrage verfügbar sind (Initiator, Fragestellung, Begleittext, Auftraggeber, wer wurde wo befragt usw.). Die Sendung ist wirklich empfehlenswert: http://swrmediathek.de/tvshow.htm?show=bd8ab9e0-9bdc-11df-b44d-00199916cf68 (zum Meinungsbild der Öffentlichkeit: siehe ab Min 10:40). ++++++++ Und noch was: Umfrage der Financial Times Deutschland vom Oktober 2012: 63% S21 engültig beerdigen, 34% S21 sofort weiterbauen. Umfrage mit weit über 7000 Teilnehmern - und die Financial Times ist ja nicht gerade von S21-Gegnern oder Parkschützern unterwandert, insofern hat das schon eine gewisse Aussagekraft. ++++++++ Die Ergebnisse nähern sich also wieder dem ursprünglichen Stimmungsbild von 2005 bis 2011 an, also jenem Zeitraum, in dem es noch keine Großoffensive der S21-PR-Abteilung auf allen Kanälen gab (Kosten im Griff, Ausstiegskosten 2-3 Mrd., 90% Bauvergabe und dergleichen).

Die letzten Parolen: K21 wird gebaut - Immer mehr Menschen wenden sich von den Gegnern ab: JAWOLL!! Jetzt, nach Schlichtung VA und Stresstest und da klar ist, dass eine überwältigende Mehrheit für S21 ist - DA!!! JA genau jetzt wenden sich die Bürger von all den Befürwortern enttäuscht ab und freuen sich auf K-irgendwas!! Diese Parolen erinnern nur noch an die 'guten alten Zeiten' in denen vom ENDSIEG geschwafelt wurde. Na ja, ein ehemaliger Marinerichter war ja lange Jahre MP in Baden-Württemberg. Dieser Richter liess noch nach Kriegsende deutsche Soldaten erschiessen, weil sie den ENDSIEG bezweifelt hatten. Tja das waren noch Zeiten - das würde sich mancher Lohnschreiber doch genauso wieder wünschen!!!

Alternative zu S21/ HIer ist sie: http://cams21.de/alternativen-zu-stuttgart-21-gesucht-hier-bitte/

Der Genius „Aufmerksamer Leser“: Da spricht einer davon, dass in Stuttgart die im 2,5 Minuten-Takt verkehrt. Er weiß wohl nicht wie gut das funktioniert. Daraus leitet er für den Bahnbetrieb folgendes ab: „Entsprechend sind auch die Bahnsteiggleise der S-Bahn-Haltestellen mit 24 Zügen pro Sünde belegt. Also 6 mal so dicht, wie Sie und andere Genies es als Maximum für ein Bahnsteiggleis eines Regional und Fernbahnhofes betrachten.“ – Der Herr Herrenknecht hat einmal gesagt, man sollte sich das mal in China ansehen. Da werden komplett neue Bahnhöfe irgendwo in die Landschaft gebaut. Keiner hat aber so wenige Bahnsteige im Verhältnis zu den Zulaufgleisen wie Stuttgart. Vielleicht ist ja die Eisenbahn in China nicht ganz so pünktlich wie in Deutschland. Da die DB immer pünktlich ist kann Stuttgart 21 auch nur in Deutschland funktionieren. Die Wiener bauten ihren neuen Durchgangsbahnhof für 850 Millionen Euro. Gut, er ist für Stuttgarter Verhältnisse etwas zu groß geraten: 12 Bahngleise, 2 U-Bahngleise und dazu noch 2 S-Bahngleise. In Stuttgart will die DB AG für 750 Millionen Euro einen 2-gleisigen Flughafenbahnhof bauen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Aber auch die Österreicher rechnen mit weniger Verkehr pro Gleis. Die können das halt auch nicht. Wie gut das mit 4 Zügen pro Stunde und Gleis funktioniert kann man in Köln oder Hamburg sehen. 6 Züge pro Stunde und Gleis gehen daher in Stuttgart locker!

Die letzten Parolen: S 21 wird gebaut - Immer mehr Menschen wenden sich von den Kritikern ab: JAWOLL!! Jetzt da alle Kostenschranken durchbrochen sind, es KEINEN Brandschutz gibt, keine Baugenehmigungen - DA!!! JA genau jetzt wenden sich die Bürger von all den Kritikern enttäusch ab und freuen sich auf einen immer teurer werdenden Kellerbau!! Diese Parolen erinnern nur noch an die 'guten alten Zeiten' in denen vom ENDSIEG geschwafelt wurde. Na ja, ein ehemaliger Marinerichter war ja lange Jahre MP in Baden-Württemberg. Dieser Richter liess noch nach Kriegsende deutsche Soldaten erschiessen, weil sie den ENDSIEG bezweifelt hatten. Tja das waren noch Zeiten - das würde sich mancher Lohnschreiber doch genauso wieder wünschen!!!

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