Stuttgart 21 Drexler plädiert für Runden Tisch
Thomas Faltin und Erik Raidt, 09.03.2010 07:15 Uhr
Das Interview mit Ortwin Renn in der Samstags-Ausgabe der Stuttgarter Zeitung regt hitzige Debatten im Forum an. Foto: Steinert
Das Interview mit Ortwin Renn in der Samstags-Ausgabe der Stuttgarter Zeitung regt hitzige Debatten im Forum an. Foto: Steinert
""Wir wären willens zum Dialog, wenn uns Grube entgegenkommt. Wir bräuchten ein Zugeständnis.""
Grünen-Chef Werner Wölfle bleibt skeptisch



Die Gegner sind sowieso skeptisch geblieben. Werner Wölfle, der Fraktionschef der Grünen im Gemeinderat, erwartet zunächst ein Zugeständnis der Bahn, quasi als Symbol des guten Willens: Bahn-Chef Rüdiger Grube müsse als Erstes beispielsweise das Signal aussenden, dass beim A1-Areal, dem sogenannten Europaviertel, nicht auf maximale Erlöse gesetzt werde. "Wir wären willens zum Dialog, wenn Grube uns entgegenkommt", so Werner Wölfle. Unabhängig davon sei eine Bürgerbeteiligung schon jetzt für jene Flächen notwendig, die auch bebaut werden, wenn Stuttgart21 abgeblasen werden würde - sprich die Areale A1 rund um die neue Bibliothek und C1 am Nordbahnhof.

Gerhard Pfeifer vom Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) hält nur dann eine Bürgerbeteiligung für sinnvoll, wenn dabei das Gesamtprojekt Stuttgart 21 angezweifelt werden kann: "Das Zauberwort heißt ergebnisoffen", sagt Pfeifer. Grundsätzlich sei eine Bürgerbeteiligung ein gutes Mittel - jedoch nicht, wenn Bahn und Stadt definierten, was verhandelbar ist - und was nicht. "Das ist für mich ein K.-o.-Kriterium", so Pfeifer.

Aufgeschlossener für einen Runden Tisch ist die CDU. "Ich finde es positiv, wenn wir eine Möglichkeit finden, mit den Menschen wieder auf eine weniger emotionale Weise ins Gespräch zu kommen", sagt der Vorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion Fred-Jürgen Stradinger. "Vor allem bei den A-Gebieten hinter dem Bahnhof sollten die Bürger mitgehört werden."
Kommentare (171)
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MRZ
31
Stuttgarter, 18:50 Uhr

hallo volker s. ;-)

"Kein Mensch hat vor S 21 ohne die NBS zu bauen." Da bin ich mir nicht so sicher. Fragen Sie mal Drexler oder Grube. Die wollen mit S21 anfangen, bevor klar ist, ob die NBS überhaupt kommt. Denn die wird ja in Berlin gerade neu überprüft bezüglich Wirtschaftlichkeit und Dringlichkeit. Keine schönen Zeiten für die S21-Besessenen.

MRZ
31
volker s., 08:58 Uhr

eins

Stuttgarter, 30.03.2010 Ach herrjeh, wieder das alte im Kreis drehen. Kein Mensch hat vor S 21 ohne die NBS zu bauen. Sauerwasser, 30.03.2010 @volker s Ihre Antwort zeigt mir eines. Sie denken nicht nach bevor Sie antworten.

MRZ
30
Stuttgarter, 23:22 Uhr

NBS und S21

Beim Bau von S21 ohne die Neubaustrecke kann man schön im Kreis von Stuttgart nach Stuttgart fahren. Schöne Aussichten beim bestgeplanten Bahnprojekt aller Zeiten.

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