Stuttgart 21
Drexler plädiert für Runden Tisch
Thomas Faltin und Erik Raidt,
09.03.2010 07:15 Uhr
Das Interview mit Ortwin Renn in der Samstags-Ausgabe der Stuttgarter Zeitung regt hitzige Debatten im Forum an. Foto: Steinert
""Wir wären willens zum Dialog, wenn uns Grube entgegenkommt. Wir bräuchten ein Zugeständnis.""
Grünen-Chef Werner Wölfle bleibt skeptisch
Sehr viele Kommentatoren unterstellten Renn , der weltweit als Mediator arbeitet und Bürgerbeteiligungen auch in den USA oder Japan organisiert, unredliche Absichten - er wolle die Gegner nur als gefühlsduselige Ewiggestrige verunglimpfen. Ortwin Renn hat sich deshalb im StZ-Forum selbst nochmals zu Wort gemeldet: "Dass dieses Interview so viel hochemotionalisierte Reaktionen hervorgebracht hat, bestätigt mich nur in meiner Analyse, dass es nicht nur (aber auch!) um Sachargumente geht."
Unterdessen hat das Interview Bewegung in die politische Debatte gebracht: Wolfgang Drexler, der Sprecher des Bahnprojekts, hat sich mit Oberbürgermeister Wolfgang Schuster über ein mögliches neues Vermittlungsverfahren bei Stuttgart 21 ausgetauscht. "Ich stehe einem solchen Verfahren aufgeschlossen gegenüber", sagt Drexler, "erster Ansprechpartner ist für mich die Stadt, ohne die wir das nicht machen können."
Eine solche Bürgerbeteiligung über das neue Stadtviertel hinter dem Hauptbahnhof dürfe das Projekt nicht grundsätzlich infrage stellen, so Drexler - sie biete aber eine große Chance, die vorhandene Spaltung in der Bürgerschaft zu überwinden. Zuerst müsse von einem Unabhängigen ein Konzept entwickelt werden, wie diese Beteiligung aussehen könne. "Es darf nicht am Geld scheitern", sagte Drexler.
Keine Rede von Bürgerbeteiligung
Gemeinsam mit Wolfgang Schuster will er Ortwin Renn zu einem Gedankenaustausch über dieses Thema einladen. "Grundsätzlich erarbeiten wir derzeit ein Konzept, wie die Öffentlichkeit in den nächsten Jahren in den Städtebaudialog einbezogen wird", sagt der Oberbürgermeister. "Allerdings muss beachtet werden, dass die Bebauung der bisherigen Gleisanlagen erst in rund zehn Jahren beginnt. Somit könne es "noch einige Zeit dauern, bis wir ganz konkret mit den Bürgern über diese Bebauung diskutieren können." Von einer Bürgerbeteiligung über das Aussehen des neuen Hauptbahnhofes, die Nutzung des alten Bonatz-Baus oder die Gestaltung des neuen Bahnhofsplatzes, war am Montag nicht die Rede.
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hallo volker s. ;-)
"Kein Mensch hat vor S 21 ohne die NBS zu bauen." Da bin ich mir nicht so sicher. Fragen Sie mal Drexler oder Grube. Die wollen mit S21 anfangen, bevor klar ist, ob die NBS überhaupt kommt. Denn die wird ja in Berlin gerade neu überprüft bezüglich Wirtschaftlichkeit und Dringlichkeit. Keine schönen Zeiten für die S21-Besessenen.
eins
Stuttgarter, 30.03.2010 Ach herrjeh, wieder das alte im Kreis drehen. Kein Mensch hat vor S 21 ohne die NBS zu bauen. Sauerwasser, 30.03.2010 @volker s Ihre Antwort zeigt mir eines. Sie denken nicht nach bevor Sie antworten.
NBS und S21
Beim Bau von S21 ohne die Neubaustrecke kann man schön im Kreis von Stuttgart nach Stuttgart fahren. Schöne Aussichten beim bestgeplanten Bahnprojekt aller Zeiten.