Stuttgart - Mehrere hundert Stuttgart-21-Gegner haben am Montagabend den Verkehr in der Innenstadt für rund eine Stunde zum Erliegen gebracht. Nach der traditionellen sogenannten Montagsdemonstration zogen mehrere hundert Gegner des umstrittenen Milliardenprojekts nach Polizeiangaben zum Charlottenplatz nahe des Bahnhofs und blockierten dort den Verkehr. „Die ganze Kreuzung war dicht“, sagte ein Polizeisprecher. Anti-Konflikt-Teams seien im Einsatz gewesen. „Doch das hat nichts genutzt.“ Erst allmählich habe sich die Versammlung aufgelöst. Die Aktion verlief ohne Zwischenfälle.


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@Beobachter
Werter Beobachter, die Bäume sind ein wichtiger Grund für den Widerstand, da sie für das ohnehin schon sehr feinstaubbelastete Stuttgart eine immense Bedeutung haben. Außerdem sind es Lebewesen, deren Zerstörung die Menschen weitaus mehr erschüttert, als es z.B. beim momentanen Abriss des Südflügels der Fall ist. Ein Bauwerk kann man wieder aufbauen, bis man aber wieder einen Park hat, der dem Schlosspark gleichzusetzen ist, benötigt es mehrere hundert Jahre. Das Schlimme an der ganzen Sache ist vor allem, daß viele Leute keinen Sinn darin sehen die Bäume zu fällen. Sowohl die Schlichtung,als auch der Stresstest haben ergeben, daß der geplante Tiefbahnhof bei weitem nicht die Vorteile bringen wird, die man von einem derart aufwendigen, risikobehafteten Milliardenprojekt erwarten müsste. Es ist kein Bahnprojekt, das eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs mit sich bringt, sondern ein reines Immobilien- bzw. städtebauliches Projekt, das den Interessen weniger dient oder meinen sie ernsthaft, dort würden Sozialwohnungen gebaut? Ich beneide Sie um das Vertrauen, das Sie in die Bahn haben, alles richtig zu machen. Nach meinem Empfinden betreibt die Bahn aber eine völlig verfehlte Informationspolitik und es herrscht ein totales Planungschaos. Motto: Erst einmal zerstören und dann sehen, was man hinterher baut. Ohne Plan (siehe Grundwassermanagement, Fildertunnel usw.), ohne Bauunternehmen (siehe Technikgebäude und Nesenbachdüker usw). Wie soll ich diesem Unternehmen vertrauen?!
@ehemalige Grünen-Wählerin
Und ist das Thema "Bäume" der wirkliche Grund für den sogenannten "Widerstand"? Es werden andauernd Bäume gefällt oder versetzt in unserer Stadt oder Land. Langfristig ist es eine Verbesserung der Bilanz. Ich vertraue den Verantwortlichen, dass sie die Lage im Griff haben. Ich weiß, dass sich ihnen jetzt die Nackenhaare kräuseln, ich sehe aber ehrlicherweise keinen ernsthaften Grund das zu bezweifeln bloß weil da welche eine bestimmte Weltanschauung nicht haben. Aus Hamburg hat mich erst vor kurzem die Nachricht erreicht: „Inzwischen werden auf privaten und öffentlichen Flächen in Hamburg jährlich weit mehr als 10.000 Bäume gefällt“. Gab es deswegen dort einen riesigen Radau?
@Beobachter
Werter Beobachter, wunderbar, daß sie von ihrer sogenannten Parkerweiterung träumen. Fakt ist aber leider, daß weder sie noch ich diese jemals erleben werden, da es etliche Jahre dauern wird, bis die dort gepflanzten Bäume die Größe der Riesen im Schlossgarten erreicht haben und auch entsprechend Sauerstoff liefern und Feinstaub filtern. Fakt ist leider auch, daß nicht nur die Bäume im Schlosspark gefährdet sind, die gefällt werden, sondern leider auch etliche andere: Durch die gigantischen Mengen an Grundwasser, die abgepumpt werden müssen, sinkt der Grundwasserspiel auch in der weiteren Umgebung ab, wodurch viele Bäume mit ihren Wurzeln nicht mehr an Wasser kommen und infolgedessen ebenfalls absterben werden. Ich empfehle Ihnen eine Baumführung mit einem Gärtner der Wilhelma, der die Bäume im Schlossgarten gepflegt hat und sich daher bestens mit dieser Materie auskennt. Oben bleiben!