Stuttgart 21 Gegner wollen Quorum nicht akzeptieren

dpa/lsw, 04.11.2011 13:26 Uhr

Stuttgart - Bei der Stuttgart-21-Volksabstimmung wollen die Gegner des Bahnhofsprojekts das Quorum nicht akzeptieren. Das Bündnis forderte am Freitag, dass im wahrscheinlichen Fall, dass das Quorum nicht erreicht wird, der Landtag sich erneut mit der Frage des Ausstiegs aus dem Projekt befasst. Man habe die klare Erwartung an die Grünen und die SPD, das Mehrheitsergebnis zu akzeptieren, sagte Bündnissprecher Hannes Rockenbauch.

Aufgrund des hohen Quorums von einem Drittel der Stimmberechtigten wird erwartet, dass die Volksabstimmung am 27. November scheitert. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat wiederholt betont, das Ergebnis gelte nach den Regeln der Landesverfassung.

 
 
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Kommentare (237)
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NOV
23
Stuttgarter Bürger, 01:34 Uhr

Zukunft für Stuttgart ist oben

Seit 1988 schwebt das Kellerbahnhof-Schreckgespenst über der Stadt Stuttgart. Seither hat man nicht ein vernünftiges Argument gehört, warum wir 6,5 Milliarden Euro (!!!) aus dem Fenster werfen sollen, um unseren bewährten Hauptbahnhof zu vergraben und dabei auf halbe Größe und halbe Leistungsfähigkeit zurückzustutzen. Auch die Bahn war anfangs nichts ernsthaft interessiert am Kellerbahnhof. Erst als die Stadt Stuttgart und das Land Baden-Württemberg im Jahr 2001 damit begonnen haben, Steuergelder in Milliardenhöhe im Rahmen von dubiosen Immobiliendeals und überteuerten Nahverkehrs-Bestellungen an die Bahn zu überweisen, wurde der Kellerbahnhof für das auf Bilanzgewinn und Börsengang fixierte DB-Management unter Mehdorn interessant. Und seither plagt das Kellerbahnhof-Schreckgespenst die Stuttgarter. Gute Argumente für das Vergraben des Bahnhofes gibt es nach wie vor nicht – dafür aber inzwischen jede Menge überzeugende Argumente und toll ausgearbeitete Vorschläge für eine interessante Modernisierung unseres Hauptbahnhofes für ein lebenswertes Stuttgart: >>> http://tinyurl.com/6reevaq <<< (pdf-Datei 5,5 MB)

NOV
15
Michael Best, 04:29 Uhr

2008 - 2011: Kostensteigerung um 1,5 Milliarden in nur drei Jahren - obwohl noch gar nichts gebaut wurde!

Innerhalb von nur 3 Jahren sind die Kosten für das 'bestgeplante Projekt' um 1,5 Milliarden explodiert - d.h. eine Steigerung auf 150%. Und das in einem Zeitraum, in dem noch nicht einmal etwas gebaut wurde! Welche Kostensteigerungen haben wir also zu erwarten, wenn der Tunnelbau beginnt? Beachten Sie folgenden Vortrag des Verkehrsexperten Michael Holzhey: >>> http://www.youtube.com/watch?v=Qck330sCa5I&t=780s <<< Bis zum Ende schauen lohnt sich - Herr Holzhey hat im Gegensatz zu vielen Pro/Contra-Aktivisten Humor! Und Ihnen allen sage ich: Für's oben bleiben am 27.11. meinen verbindlichen Dank!

NOV
12
Christian Krause, 18:32 Uhr

Stuttgart 21 als Nadelöhr für Züge aus der Region --- der Stresstest war eine Farce!

Bei Stuttgart 21 wird der Zugverkehr aus ganz Baden-Württemberg in Tunnels gebündelt, über wenige Weichenverbindungen geleitet und muss dann an nur 4 Bahnsteigen (8 Gleise) halten. Dies funktioniert nur mit extrem kurzen Haltezeiten - auf die Verknüpfung von Anschlusszügen kann nicht mehr geachtet werden. Für die Reisende bedeutet das längere Wartezeiten. Aber auch die Ein- und Ausfahrt in/aus der Kellerstation wird den Reisenden Geduld abfordern: Da im Gegensatz zum Kopfbahnhof (wo Ein- und Ausfahrten in mehreren Ebenen übereinander geführt werden) die Fahrtwege aller Züge in einer Ebene kreuzen, wird es ständig zu Rückstau kommen. Dies umso mehr, da Stuttgart21 ohne betriebliche Reserven geplant ist. Man geht einfach davon aus, dass alle Züge pünktlich sind! Im Stresstest wurde nicht geprüft, was eine Weichenstörung oder eine Türstörung oder erhöhtes Reisendenaufkommen für Folgen hat. Bahnfahrgäste wissen, dass dies Selbstbetrug ist und stimmen deshalb FÜR DEN AUSSTIEG!

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