| Zeitungsgruppe Stuttgart |Samstag, 11. Februar 2012
Stuttgart 21
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Stuttgart 21 Grüne wollen Stopp nicht versprechen

dpa, vom 03.09.2010 18:51 Uhr
 Foto: dpa
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Stuttgart - Die Grünen wollen nicht mit dem Versprechen in den Landtagswahlkampf ziehen, das umstrittene Milliarden- Bahnprojekt Stuttgart 21 noch zu stoppen. "Ich sage ganz offen: Das können und das werden wir auch nicht versprechen", sagte die Landesvorsitzende Silke Krebs am Freitag im Südwestrundfunk (SWR). CDU-Fraktionschef Peter Hauk erklärte daraufhin, die Grünen hätten damit zugegeben, dass sie für das Projekt seien. "Heute nun haben sie endlich zur Wahrheit zurückgefunden und klar gesagt, dass auch sie nicht für eine Einstellung des ökologischen Jahrhundertprojekts sind", sagte er laut Mitteilung. Er erwarte nun, dass die Grünen die Proteste nicht weiter anheizten und verbal abrüsteten.

Krebs bezeichnete die Äußerung Hauks als "unglaublich". Die Grünen seien nach wie vor gegen das Projekt. "Und es gibt überhaupt keinen Zweifel, dass wir alles versuchen, es noch zu verhindern." Man könne lediglich nicht versprechen, dass ein Stopp auch nach der Landtagswahl gelinge - "das kann auch niemand", sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Das derzeitige Umfrage-Hoch für die Grünen läge nicht nur an Stuttgart 21, sondern auch an anderen Themen wie der Wirtschafts- und Umweltpolitik. Einer jüngst veröffentlichten Forsa-Umfrage » zufolge kämen Grüne und SPD auf jeweils 24 Prozent und könnten CDU und FDP erstmals im Land ablösen.

Vom möglichen Koalitionspartner SPD gab es in einer ersten Stellungnahme ebenfalls Zustimmung zu Krebs' Äußerung. Es liege auch nicht in der Hand einer Koalition, das Projekt zu stoppen, erklärte SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel. Die Grünen seien allerdings noch immer gespalten, weil ein Teil ihrer Führung nach wie vor unrealistische Erwartungen wecke. "Im Moment weiß man nicht, woran man bei den Grünen ist", sagt Schmiedel.
Kommentare (70)
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SEP
11
19:48 Uhr, geschrieben von Jakutzi
Gruener Wahn
Lieber @Thomas Hirche, die einzigen die hier einem Wahn unterliegen, sind die sich dogmatisch gegen das Projekt wendenden Gruenen. Trotz aller Symphatien, die ich bei vielen Fragen fuer diese Partei habe, verlassen die Gruenen bei ihrem Widerstand gegen Stuttgart 21 alles, was noch mit Rationalitaet, Ehrlichkeit und Einsatz fuer den Buerger zu tun hat und das auf Kosten aller, nicht zuletzt auf Kosten der Buerger von Baden-Wuerttemberg. Mein Fazit: Bis auf weiteres nicht waehlbar.
SEP
08
22:25 Uhr, geschrieben von Thomas Hirche, Stuttgart
Uneins'21
Ich fordere massive Einmütigkeit von den Grünen, damit die Phalanx gegen den Wahn S'21 steht! Und wenn S'21 gestoppt ist, blitzschnell ein Schwenk zu Sozialfragen, dann ist die Glaubwürdigkeit maximal. Nicht nachlassen! Oben bleiben! (Bei der Wählergunst) Salem!
SEP
06
09:28 Uhr, geschrieben von Karl Heinz Siber
Nach Tische liest mans anders
OhNo schreibt: " Leider muss ich sie enttäuschen, die Welt funktioniert anders, wenn einer der Beteiligten aussteigt, wird eine Lavine von Gerichtsverfahren losgetreten, oder glauben Sie die Bahn lässt das so auf sich sitzen, was macht die Stadt mit den gekauften Flächen, wer zahlt wie wem was und warum? Natürlich werden alle Kosten erstmal versucht auf den "Aussteiger" abzuwälzen... kein Beteiligter wird sich diesem Risiko aussetzen..." Wir werden sehen, wie die Welt funktioniert. Ich sage Ihnen voraus: Wenn einer der Partner endlich ein Einsehen hat und aus S21 aussteigt, dann werden sich alle vier Partner zusammensetzen und werden einen Weg finden, mit dem geringst möglichen Schaden davonzukommen. Sie müssen eins bedenken: Alle vier Projektpartner sind "der Staat", da reißt man sich nicht gegenseitig die Köpfe aus. Es wird ein Strich gezogen, das Projekt wird beerdigt, und dann wird es Aufgabe von Stadt und Land B-W sein, zu sehen, wie es weitergehen kann. Niemand wird ein Interesse an einem jahrelangen juristischen Hickhack und Nachkarten haben, sondern man wird nach vorne schauen und versuchen, aus der neuen Situation - kein S21 - das beste zu machen. So funktioniert Politik. Beleidigte Leberwurst spielen hat in der Politik nichts verloren, das kann vielleicht der eine oder andere Einzelne, aber Regierungsorgane müssen regieren und können nicht schmollen oder Vergeltung üben oder sowas. Es ist wie im richtigen Leben. Es gib in jeder Firma und in jeder Familie einen, den man als unersetzlich betrachtet und dessen Ausfall man sich absolut nicht vorstellen kann und will. Dann stirbt diese Person plötzlich, und siehe da, es passiert nicht die absolute Katastrophe, der Absturz ins Nichts, sondern man arrangiert sich mit der neuen Situation und macht das Beste daraus. So wird es auch sein, wenn S21 begraben ist.
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