Stuttgart 21 Heikler Umbau am Arnulf-Klett-Platz

Von Markus Heffner 

Am Arnulf-Klett-Platz müssen Fahrspuren verschwenkt und Ampelanlagen abgebaut werden, um Platz für Baugruben zu schaffen. Wird es gelingen, den Umbau so vorzunehmen, dass der Verkehr in der Innenstadt nicht zusammenbricht?

Wo sich heute noch eine begrünte Verkehrsinsel entlang zieht, wird in Kürze eine große Baustellenfläche eingerichtet. Dazu müssen Fahrspuren versetzt werden. Foto: Zweygarth 5 Bilder
Wo sich heute noch eine begrünte Verkehrsinsel entlang zieht, wird in Kürze eine große Baustellenfläche eingerichtet. Dazu müssen Fahrspuren versetzt werden.Foto: Zweygarth

Stuttgart - Die Vorbereitungen auf die heikle Mission laufen bereits seit Mitte März, der Tag X steht nun am 5. Mai an. An diesem Tag, in der Nacht auf den Sonntag, wird auf der großen Kreuzung am Arnulf-Klett-Platz mit umfangreichen Arbeiten für Stuttgart 21 begonnen, welche die Autofahrer und Fußgänger in den nächsten drei Jahren spüren werden. Unter anderem müssen sämtliche Fahrspuren in der Heilbronner Straße verschwenkt und alle Ampelanlagen im Kreuzungsbereich abgebaut werden. Zudem ändern sich teilweise auch die Fußwege und Ausgänge aus der Unterführung.

Die spannende Frage dabei wird sein, ob es gelingt, den Umbau so vorzunehmen, dass der Verkehr in der Innenstadt nicht zusammenbricht. Mehr als 100 000 Autos rollen unter der Woche täglich über die zentrale Kreuzung, auf der sich mehrere Hauptverkehrsachsen treffen. An Sonntagen sind es laut einer Erhebung des Stuttgarter Tiefbauamts lediglich 1400 Fahrzeuge pro Stunde – aber auch das könnte schon zum Problem werden.

Am 5. Mai beginnt der Umbau

Durch den Umbau soll mitten auf der Heilbronner Straße zwischen Hauptbahnhof und alter Bahndirektion, wo sich heute noch eine begrünte Verkehrsinsel entlangzieht, Platz für ein großes Baufeld geschaffen werden. Dieses wird benötigt, um eine Baugrube für die Verlegung des Stadtbahntunnels zwischen dem Hauptbahnhof und der neuen Bibliothek einzurichten. Zudem wird an dieser Stelle auch in die Tiefe gegraben, um den sogenannten Hauptsammler West, einen der zentralen Abwasserkanäle im Stuttgarter Untergrund, zu verlegen. Sowohl der Kanal als auch der jetzige Stadtbahntunnel sind den neuen Fernbahnröhren von Stuttgart 21 aus dem Norden im Weg. Gleiches gilt für die Fernwärmeleitungen des Energieversorgers EnBW, die daher bereits als Provisorium überirdisch verlegt wurden und seitdem das Bild der Kreuzung prägen.

Dieses wird sich nun vom 5. Mai an noch weiter stark verändern. Geplant ist der Umbau laut Bernd Schröder vom Tiefbauamt dabei in drei Verkehrsstufen. In der ersten, die etwa zwei Monate lang dauert, werden in der Nacht zum 5. Mai zunächst sämtliche Ampelanlagen abgebaut und neue Masten an anderen Standorten aufgestellt. Diese Arbeiten dauern laut Planung bis 9 Uhr am Morgen des 5. Mai. Während dieser Einrichtung der Baustelle können Autofahrer an der Kreuzung jeweils nur nach rechts abbiegen.

Über der Grube wird eine Stahlbrücke gebaut

Gleichzeitig werden die drei Fahrspuren Richtung Pragsattel ein ganzes Stück zum Hauptbahnhof hin verschwenkt. Auf der Gegenseite verschieben sich die Spuren ein Stück zur alten Bahndirektion. Spätestens am Sonntagabend um 20 Uhr sollen sämt­liche neue Markierungen angebracht und Ampelanlagen wieder in Betrieb sein.

Auf der frei geräumten Fläche wird im Anschluss die Verkehrsinsel abgebaut, vom 13. Mai an soll es dann in die Tiefe gehen. Dabei wird zunächst auf Bohrpfählen eine etwa 20 Meter lange provisorische Stahlbrücke mit sechs Fahrspuren errichtet, über die der Verkehr vom Sommer an fließen soll. In der zweiten Ausbaustufe werden die Fahrspuren erneut verschwenkt und auf der Hauptbahnhofseite zusammengelegt, um Platz für die eigentliche Baugrube der SSB zu schaffen, die vor der alten Bahndirektion liegt. Auch für diese Arbeiten sind laut Projektleiter Schröder etwa zwei Monate veranschlagt worden. Die eigentliche Baugrube, über die der Anschluss der neuen Stadtbahnröhren an die Bestandsstrecke erfolgt, wird dann in der dritten Stufe angelegt. Im Oktober werde dann auf der Kreuzung der vorläufig endgültige Zustand erreicht sein, so Schröder. „Bisher läuft alles nach Plan.“ Aber das Wetter könne noch Ärger machen. Falls es am 5. Mai regnen sollte, müsse die ganze Aktion auf den 9. Mai verschoben, also auf den Feiertag Christi Himmelfahrt.

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277 Kommentare Kommentar schreiben

Landeskind, 19:28 Uhr: ach kommen sie, ich wollte ein märchen von ihnen, kein märchen von den (aber wirklich hervorragenden) märchenerzählern von wikireal.

@Spötter 13:32 / HIer ihr bestelltes Leistungsmärchen!: Stuttgart 21 ist der größte technischwissenschaftliche Betrugsfall der deutschen Industriegeschichte! Ausführliche Informationen finden Sie unter www.wikireal.org Konsequenzen aus der Enttarnung des Leistungsmärchens? Stuttgart 21 ist ein Nadelöhr! Der geplante 8gleisige Bahnhof ist unterdimensioniert und weit weniger leistungsfähig als der Kopfbahnhof. Zudem sind im räumlich beengten Tiefbahnhof keine weiteren Ausbaumöglichkeiten vorhanden. Da Stuttgart 21 ein deutlicher Kapazitätsrückbau ist, ist die Planrechtfertigung entfallen. Was können Sie tun? Fordern Sie Aufklärung und Konsequenzen von Ihren Volksvertretern Informieren Sie Freunde und Bekannte, schreiben Sie Leserbriefe. Die tatsächliche Nachfrage wurde ignoriert, stattdessen wurde unterstellt, dass eine große Zahl an Bahnfahrern morgens aus Stuttgart heraus fährt. Der Stresstest von 2011 wurde nicht bestanden, denn der Nachweis von 49 Zügen in der Spitzenstunde gelang nur durch unzählige Regelverstöße gegen bahneigene Richtlinien und unzulässige Eingriffe, die die Bahn inzwischen weitgehend eingestanden hat. Details: www.wikireal.org/wiki/Stuttgart_21/Stresstest Was sagt die Bahn dazu? Die Bahn konnte der Leistungskritik keine Sachargumente entgegensetzen. Sie verweist lediglich auf das Renommee der sich selbst widersprechenden Gutachter.

landeskind: sie sollten noch mehr märchen schreiben, das märchen hier ist klasse.

Das geht tief........: Die Erde ist eine Scheibe – Stuttgart 21 ist kein Betrug Galileo Galilei (1564-1642) schaute durch ein Fernrohr in den Himmel und entdeckte, dass die Erde keine Scheibe, sondern eine Kugel ist. Diese Entdeckung und Behauptung passte nicht ins Weltbild des Klerus und es wurde ihm der Prozess gemacht, obwohl etliche Gelehrte der gleichen Ansicht waren. Im 20. Jahrhundert meinten wichtige Landesfürsten und DB-Oberen, dass der Stuttgarter Hauptbahnhof dringend unter die Erde müsse. Somit könne man auf der freigewordenen Fläche mit Beton und Immobilien viel Geld verdienen. Um dieses gigantische Vorhaben dem Bürger schmackhaft zu machen, versprach man kurzerhand, dass der neue Tiefbahnhof ein Vielfaches mehr an Leistung erbringen würde. Im Übergang ins 21. Jahrhundert beweisen redliche Bürger, dass diese Aussage der Anfang einer unendlichen Betrugs- und Lügengeschichte zur Realisierung des Projektes war. Aufgedeckt haben diese Lügen ehrbare, an ihrer Stadt und Umwelt interessierte Bürger. Diese Gemeinschaft hat sich zu einer landesweiten Bewegung entwickelt, welche in ihrer Vielfalt, Kreativität und ihrem Können wohl einmalig geworden ist. Die Landes und DB-Oberen sehen dadurch ihre sogenannte Fortschrittsvision in Gefahr. Aus diesem Grund versuchen die Politik, die DB und die Lobby diese Bewegung zu kriminalisieren und durch drastische Fakten wie Park- und Denkmalzerstörung mundtot zu machen. Unterstützt durch alle unredlichen Mittel der Macht, des Geldes und der Propaganda. Die Geschichte wiederholt sich… Initiative: Baden unterstützt: Oben bleiben! Kein Stuttgart 21

Was ist nun richtig?: Schuttgart, Rohrgart oder letzte Ruhestatt ? Wo liegt der Hund begraben?

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