Stuttgart 21 Kritik an der Sicherheit des Fildertunnels

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Bei einem Ortstermin fordert die Schutzgemeinschaft einen Faktencheck hinsichtlich des geplanten Fildertunnels beim Bauprojekt Stuttgart 21.

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Stuttgart - Nicht nur beim Grundwassermanagement im Schlossgarten gibt es Probleme mit dem Naturschutz, sondern womöglich auch auf den Fildern. Zumindest befürchtet dies die Schutzgemeinschaft Filder, wie am Samstag bei einem Ortstermin zu hören war. Der Verein fordert einen Faktencheck. Am südlichen Ende des Gewerbegebiets Fasanenhof-Ost, wo neben der A 8 die Mündung des Tunnels vom Hauptbahnhof sein wird, soll zum Beispiel im Frühjahr ein Lichtwellenkabel mitten durch das Naturschutzgebiet Zettachwald verlegt werden, so der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Steffen Siegel.

Schon für den Januar seien die Bauern aufgefordert, ihre gepachteten Felder für die Baustelleneinrichtung freizugeben, damit 488.000 Kubikmeter „fruchtbarster Filderboden“ in diesem Planungsabschnitt 1.2 abgetragen werden können. Und dies, obwohl es für den angrenzenden Abschnitt 1.3, der entlang der Autobahn bis zur Rohrer Kurve geht, noch kein Baurecht gebe und es selbst aus dem Eisenbahnbundesamt vor Kurzem noch hieß, dass „die Planung nicht die erforderliche Reife“ habe. Der betroffene Bauer Uwe Beck verwendet das Bild: „Ich baue jetzt mal einen Keller, aber wie der erste Stock aussieht, weiß ich auch noch nicht.“

Weitere Ungereimtheiten

Laut der Schutzgemeinschaft Filder gibt es weitere Ungereimtheiten: Der Tunnel selbst befinde sich gerade in einem Planänderungsverfahren, die Belastbarkeit der von S-Bahn und Fernzügen gemeinsam zu nutzenden Trasse sei ebenso unklar wie die des Flughafen-Terminalbahnhofs. Zudem verwies Steffen Siegel darauf, was im Schlichterspruch von Heiner Geißler festgeschrieben stehe und noch nicht angegangen sei: die Funktionstüchtigkeit der Gäubahn über Vaihingen nach Stuttgart, ein zweites Gleis für die Wendlinger Kurve oder etwa den Brandschutz.

Der Verkehrsexperte Hans-Peter Kleemann vom Büro für angewandten Umweltschutz sieht noch ein grundsätzliches Problem – die Sicherheit, die angesichts der festgelegten Kostenobergrenze nicht ausreichend gewährleistet sei. Er befürchtet, dass an der falschen Stelle gespart werde und „die Bahn die Kosten der Bauzeit auf die Unterhaltszeit“ verschiebe, was zu Nachbesserungen führen müsse wie einst beim Engelbergtunnel. Deswegen, so die Forderung, müsse vor dem Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.3, mit dem im Frühjahr zu rechnen ist, ein Faktencheck her, bei dem alles auf den Tisch kommt: „Dinge, die die Bahn weiß, aber auch Dinge, die die Bahn nicht weiß.“

 

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107 KommentareKommentar schreiben

Dampflokomotive: Antwort: Es wird überhaupt nicht in Degerloch gebohrt. Der S21-Fildertunnel ist nicht darstellbar, weil er zum überwiegenden Teil durch Anhydrit führt. Sie wissen ja: ######### http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.leonberg-haeuser-reissen-nach-erdwaermebohrung.76ec3952-9c0b-495d-b67e-36771977e3f9.html ######### http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.leonberger-risse-auflagen-der-behoerden-missachtet.bb0b323d-839e-4e80-a9ef-f682878ca9f8.html ########## http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.risse-in-haeusern-bohrende-fragen-nach-dem-schuldigen.18cad361-984a-4708-a111-449ee32c8297.html ########## http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.erdwaerme-desaster-land-wird-leonberger-nicht-unterstuetzen.c1d16572-f71f-485a-9ee6-4f2b7f346072.html ########## http://content.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2977624_0_9223_-leonberg-in-eltingen-ist-ein-gruener-teich-entstanden.html

@ Dampflokomotive: äh... S21 = 66 km Tunnelstrecke durch quellfähigen Anhydrit, K21 = 24 km Tunnelstrecke ohne Anhydritproblem. Noch Fragen?

K21 hat den längsten Fildertunnel mit 12-13km Länge: Lieber ICE, ihre Beiträge sind von einer besonderen Schlichtheit. Es ist natürlich nicht so, dass alle S21-Tunnelstrecken im Quellgips liegen, wie sie meinen sondern nur ein kleiner Teil. Da es sich um denselben Bergrücken handelt, ist es nicht ausgeschlossen, dass es zwischen Hedelfingen-Denkendorf nicht auch Quellgips gibt. Da der S-Bahnwendetunnel Schwabstraße und der Heslacher Tunnel ebenfalls seit jahrzehnten problemlod im Quellgips liegen, sehe ich da keine Probleme. Vom Wagenburgtunnel ist mir auch nichts bekannt dass da was aufquillt, den gibts seit mind. 60 Jahren. Das gefährliche an dem K21-Fildermonstertunnel ist halt seine Länge von 12-13 km. ____________________________ richtig ist natürlich wie von Klartext geschrieben, das Gleisdreieck von Scharnhausen und die Tunnels bis zum Flughafen kommen hinzu! ------------ Und wer jemals bei einem der Fantasievorträge von Stocker dabeiwar, noch die Tunnels der Ring-S-Bahn über Neuhausen nach Wendlingen. Wenn die aufgrund des Höhenunterschiedes überhaupt gebaut werden kann. Aber im Wunschkonzert K21 ist alles möglich :-) ________________________________________________________ Frage an Experten: fällt aufgrund des Einsatzes von Tunnelbohrmaschinen in Fasanenhof jetzt der Zwischenangriff Degerloch weg, oder wird bei dessen Bau dann mit 2 TBM aus der Mitte dann in Richtung der Außenpunkte HBF+Fasanenhof gebohrt?

Sicherheit: Um die 'Sicherheit' während des Betriebs der halbtiefen U-Bahn-Station sollten sich in erster Linie Kefer und Ingenhoven Gedanken machen. Da gibt es viel zu tun.

Sicherheit?: Ist es nicht merkwürdig, dass die StZ nicht darüber berichtet, dass schon wieder Rohre beim GWM beschädigt wurden? Die 'Sicherheit' beim Fildertunnel wird groß geschrieben - wie ist es mit der Sicherheit auf den Baustellen? Was ist, wenn die Anlage erst einmal in Betrieb ist?

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