Stuttgart 21 Kuhn empfängt Bahn-Vorstand

wüp/hef/mil, 14.02.2013 18:59 Uhr

Stuttgart - Am späten Mittwochabend hat Fritz Kuhn von einem Treffen mit Volker Kefer noch nichts gewusst, seit Donnerstag steht der Termin aber fest: Das Stadtoberhaupt wird das Bahn-Vorstandsmitglied am Dienstagvormittag nächster Woche im Rathaus empfangen. Thema der Unterredung werden die Mehrkosten beim Projekt Stuttgart 21 sein. Zudem will Kefer laut Bahn-Sprecher noch weitere Politiker zu „Arbeitstreffen“ aufsuchen, bei denen auch der Lenkungskreis am 28. Februar vorbereitet werden soll.

Innerhalb der Bahn wächst offenbar die Kritik am Vorgehen von Technikvorstand Kefer. Nicht nur vom Aufsichtsrat würden dem Manager erhebliche Versäumnisse angekreidet, heißt es in den Führungsetagen des Staatskonzerns. So habe Kefer bereits im Sommer die Ergebnisse der Kostenüberprüfung gekannt, diese aber erst im Dezember offiziell mitgeteilt. Zudem habe er entgegen den Vorgaben des Aufsichtsrats bisher nicht mit den Projektpartnern über die ungeklärte Gesamtfinanzierung des Bahnprojekts verhandelt.

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IG Bürger appellieren an Stadt und Land

Die IG Bürger für Baden-Württemberg, ein Zusammenschluss von Projektbefürwortern, appelliert an die Vertreter von Stadt und Land. „Wir fordern von Fritz Kuhn und von Winfried Kretschmann sowie von Winfried Hermann als Verkehrsminister, dass sie ihre private Meinung zu Stuttgart 21 zu Hause lassen“, so Sebastian Heinel, der Vorsitzende der IG Bürger. „Die Zeichen aus der Landespolitik, die Resolution des Stuttgarter Gemeinderats und die jüngsten Umfragen zum Projekt sind eine klare Handlungsanweisung für die obersten Repräsentanten von Stadt und Land.“

Das Gespräch mit Verkehrsminister Hermann (Grüne) soll am Montag stattfinden. Das Land lehnt die Übernahme weiterer Kosten strikt ab und sieht die Bahn in der Verantwortung.

 
 
Kommentare (73)
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MRZ
08
Frank, Schwabe in Polen, 09:52 Uhr

IG Bürger für Baden-Württemberg fordern gegen die Bürger

Toll, die 'IG Bürger für Baden-Württemberg' fordern von der Landesregierung, dass sie sich gegen die Bürger stellt und der Bahn einfach sagt, ihr baut und wir zahlen. Wie hirnlos muss man eigentlich für solche Forderungen sein. Ich verstehe auch nicht, warum man bei einer negativen Wirtschaftlichkeit, dass heißt man zahlt immer für S21, weiterbaut obwohl der Ausstieg nur einmalig Kosten verursachen würde. Aber die Befürworter und vor allem deren Politiker stehen der privatwirtschaftlich agierenden Bahn deutlich näher als den Bürgern deren Vertreter sie eigentlich sein sollten. Schade eigenltich.

FEB
17
Carsten, 09:27 Uhr

Vielleicht erklären die Grünen endlich mal, was sie wollen

Die Grünen sollen endlich mal erklären, was sie wollen. Was sie nicht wollen, hängt uns schon zu den Ohren raus. Es sagen doch alle in der Stadt: Die Bahn hat nach der Volksabstimmung freie Fahrt und soll sich beeilen, die Blockierer nerven doch nur noch. Ich hab nichts gegen die Grünen, aber trotzdem nerven sie. Außer sie sagen vielleicht endlich mal, was sie für uns tun wollen. Weil ICH muss S-Bahn fahren und ICH merk jeden Tag, dass der alte Bahnhof zu schlecht ist, ganz schlecht!

FEB
17
Alter Demokrat, 02:12 Uhr

Re G.Keuper 15.02. 18.32°°: Stoppen,was schon steht?

Wie geht sowas?'Bauzeitverzögerung' und 'Aufaddierbares' durch Schlichtung,VA,Filderdialog? Herrschte da auch Denkstopp bei Planern und Kontrolleuren von EBA bis Regierungspräsidium ? Befehl an Alle:' Däumchendrehen!!' ?? Diese Art Logik erklärte natürlich die unfertige Planung und das 'Übersehen' von Essentiellem.Ein Beispiel:Brandschutz im Trog und auf den Fildern.Da gilt auch am Fertigstellungstermin die Wärmelehre weiter wie bisher.Ob man das nun 'baustoppbedingt' oder erst in Zukunft zu ignoriern gedachte.Ungeachtet gesetzlicher Veränderungen. Alter Demokrat,einer der Unternehmer-gegen-S21.

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