Stuttgart 21 Mehr als 1600 Flyer zur Eidechseninfo

Von mil 

Die Bahn will Informationsschreiben an die Nachbarn jener Wiese verteilen lassen, die derzeit für die Umsiedlung von Eidechsen vorbereitet wird. Gleichzeitig weist sie Kritik an der Vorgehensweise mit den streng geschützten Tieren zurück.

Die vom Regierungspräsidium vorgeschlagene Lösung für umzusiedelnde Eidechsen sorgt für Verärgerung bei Nachbarn der Wiese am Killesberg. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Die vom Regierungspräsidium vorgeschlagene Lösung für umzusiedelnde Eidechsen sorgt für Verärgerung bei Nachbarn der Wiese am Killesberg. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Die Bahn will kommende Woche mehr als 1600 Informationsschreiben auf dem Killesberg im Bereich Am Kochenhof, Birkenwald-, Parler- und Robert-Bosch-Straße verteilen lassen. Die Schreiben sollen die Anwohner über die Arbeiten auf einer benachbarten Wiese informieren, auf die Eidechsen umgesiedelt werden, die dem Bau von Stuttgart 21 im Weg sind.

Bis zu 80 Quadratmeter Ausweichfläche pro Tier

Die Bahn reagiert auch auf Äußerungen des Landschaftsökologen Hubert Laufer, der in den „Stuttgarter Nachrichten“ der Bahn vorhält, statt die Tiere umzusiedeln über ein Schutzkonzept für die Region hätte nachdenken sollen. „Eine solche Kompensationsmaßnahme sieht jedoch das seit 2007 geltende Artenschutzrecht nicht vor“, heißt es bei der Bahn. Laufer empfiehlt in einem Leitfaden pro Mauereidechse eine Ausweichfläche von 80 Quadratmetern. Die 6500 in Untertürkheim vermuteten Tiere zögen demnach einen Platzbedarf von 52 Hektar nach sich.