Stuttgart 21 Neue Brücken im Neckartal für 24 Millionen Euro

Von mil 

Die Bahn hat die Bauaufträge für zwei Brücken an der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm vergeben, auf denen die Züge den Neckar und eine weiter Bahnstrecke überqueren können. Den 24-Millionen-Euro-Auftrag teilen sich eine Firma aus Bayern und eine aus Göppingen.

So soll die neue Bahnbrücke bei Wendlingen neben der A8 aussehen. Foto: Next Edit
So soll die neue Bahnbrücke bei Wendlingen neben der A8 aussehen.Foto: Next Edit

Wendlingen - Kurz vor dem Jahresende verteilt die Deutsche Bahn Bauaufträge im Akkord. Am Montag teilte sie mit, dass das Schweizer Unternehmen Implenia für 380 Millionen Euro den 8,1 Kilometer langen Albvorlandtunnel an der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm bauen wird.

Einen Tag später bekommt eine Arbeitsgemeinschaft aus den Unternehmen Max Bögl (Bayern) und Leonhard Weiss (Göppingen) den Auftrag, zwei Brücken bei Wendlingen (Kreis Esslingen) zu bauen, auf denen die Züge den Neckar, eine Landesstraße sowie die Bahnstrecke Plochingen-Tübingen überqueren werden. Die beiden 135 und 59 Meter langen Brücken sollen zusammen rund 24 Millionen Euro kosten. An der Neckarbrücke treffen die beiden Teilprojekte Stuttgart 21 und Neubaustrecke Wendlingen-Ulm aufeinander.

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99 Kommentare Kommentar schreiben

Die S21-Lobby teilt mit: Auch der alte Sackbahnhof kann an die NBS angeschlossen werden. Auch die Kochenbas oder mein Sofa. Und wird das auch, nach dem unausweichlichen Scheitern von S21. Zufrieden? Diskussion beendet?

Also wenn euch das so wahnsinnig wichtig ist: ja, man kann die Neubaustrecke auch an den alten Sackbahnhof anschliessen. Oder an irgendwas, z.B an die Kochenbaas. Man hats nun mal anders entschieden. Kann man das jetzt bitte beenden?

Nö: die Diskussion kann man erst dann beenden, wenn die S21-Lobby endlich mit Ihren Unwahrheiten aufhört, die NBS könne nicht an den Hauptbahnhof angeschlossen werden. Übrigens, man kann die Kochenbas auch an den Kellerbahnof anschließen, falls er denn je kommen sollte. Und dann?

ö: die Diskussion kann man erst dann beenden, wenn die S21-Lobby endlich mit Ihren Unwahrheiten aufhört, die NBS könne nicht an den Hauptbahnhof angeschlossen werden: Darüber gibt es sowieso keine Diskussion Herr Renz, denn die NBS wird an S 21 angeschlossen und der heutige Kopfbahnhof wird Geschichte ! Was sie darüber auch immer vorbringen und von der NBS Anbindungen an den Hauptbahnhof träumen, es ist eine völlige Illusion und ob das ginge oder nicht ist doch völlig belanglos, es wird so nicht kommen !

welche unwahrheiten?: auch wir befürwörter wissen, dass man den kopfbahnhof an die nbs anschließen könnte, wenn man den wollte. will aber keiner. man kann so viel. man kann auf den mond fliegen, man kann ein auto über die marsoberfläche fahren lassen, man kann sich ein loch ins knie bohren und mit heißem blei ausgießen, ja man kann sogar die nbs an den kopfbahnhof anschließen. das sinnvolle - wie zum mond fliegen und ein auto auf dem mars fahren lassen - wird getan, das sinnlose - wie ein loch ins knie bohren und die nbs an den kopfbahnhof anschließen - wird nicht getan.

Egal, denn...: Unser Kopfbahnhof wird so oder so - mit oder ohne NBS ist total Wurscht - für den Regionalverkehr und private Eisenbahn-Unternehmen erhalten.

Herr Heller, können Sie die Zukunft voraussehen?: Falls ja, bitte geben Sie auch an, wer den Erhalt des Kopfbahnhofs über die Inbetriebnahme von S21 hinaus bezahlt und wer ihn benutzt. Falls nein, wie kommen Sie darauf, dass der Kopfbahnhof erhalten wird?

Wunsch: Der Gabentisch ist reich beschert aber nur an die, Welche glauben.

Ich zitiere hier einmal Herrn Knut Kruse: "Das "Bahnprojekt S 21" umfasst beide Projekte" (siehe weiter unten). Er meint damit offenbar, das Bahnprojekt S21 umfasse S21 und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Das ist jedoch falsch. In Ihrem Link ist nirgends von einem "Bahnprojekt S21" die Rede, sondern von der "Realisierung DER PROJEKTE S21 und NBS Wendlingen-Ulm". Es handelt sich zudem um keinen Vertrag, sondern um eine ABSICHTSERKLÄRUNG nämlich mit der ERKLÄRUNG bzw. der ABSICHT, die beiden Projekte "frühzeitig zu realisieren" und deshalb "den Baubeginn der NBS auf das Jahr 2010 vorzuziehen". ______ Wie ich also anhand des S21-Finanzierungsvertrags schon sagte: Ein "Gesamtprojekt" als solches existiert nur als Sprechblase (da separate Verträge, separate Vorhabenträger und separate Finanzpartner), stattdessen sollen die BEIDEN PROJEKTE lediglich zeitlich aufeinander abgestimmt werden. Es wird also ein PAKET aus UNTERSCHIEDLICHEN VORHABEN geschnürt, wie es in der Politik üblich ist, um jemandem (hier dem Steuerzahler) noch etwas außer der Reihe mit unterzujubeln. Das wars dann auch schon. Punkt.

mal davon abgesehen, dass es nicht stimmt: wo ist der unterschied, ob die beiden projekte (s21 und nbs) unter einem gesamtprojekt zusammengefasst sind oder nicht? erklären sie mir doch mal was daran so wichtig sein könnte, dass sie sich so echauffieren?

Im Guten vereint: Das Projekt S 21 und das Projekt NBS sind unter dem Dach "Gesamtprojekt S 21" vereint.

Sie irrten: Tatsächlich handelt es sich bei S21 und bei der Neubaustrecke um zwei separate Projekte - getrennt finanziert, getrennt geplant, unterschiedliche Finanzierungspartnern. S21 ist ein Projekt des Unternehmens DB AG, die NBS ist ein Projekt des Bundes. Von daher gibt es auch kein "Dach" (außer im Wunschdenken der S21-Profiteure, die die NBS dazu missbrauchen, S21 bezüglich Nutzen und öffentlicher Akzeptanz schön zu schreiben).

Falsch: Natürlich gibt es einen real existierenden, schriftlichen Finanzierungsvertrag, in dem auf das "Gesamtprojekt S 21" klar abgehoben wird. Das ist Fakt, gut so und schön.

: Das was Sie als vertraglich festgelegt bezeichnen: ist einerseits ein verbindliches Finanzierungsvertragswerk FÜR S 21 zwischen Bund, DB AG ( auch Bund ), Land, Region( 5 umliegende Landkreise ) , Stadt Stuttgart und Flughafen Stgt.( auch nur Land und Stadt Stgt.).In Klammern sind die Köche, nicht die Kellner genannt. Den nur die zahlen und haften. Und andererseits die POLITISCHE ABSICHTSERKLÄRUNG ( rechtlich unverbindlich und mit , wie im Politbereich üblich offener, um nicht zu sagen frei flottierender Halbwertszeit ) ,dieses Konstrukt S 21 mittels eines Pseudo-Junktims an das Bundesverkehrswegeprojekt Neubaustrecke Wendlingen - Ulm anzubinden, da es ohne selbige weder betrieblich funktionieren noch irgend einen Sinne machen würde. Wäre als Prämisse für den Ausbau von Bahninfrastruktur statt des "goldenen Kalbs Fahrzeitverkürzung zwischen Zentren" eine wirklich zukunftsträchtige Mehrverkehrspriorisierung ( Personen-u. Güterverkehr, ersterer ITF-ähnlich vertaktet ) gesetzt worden ( was seit Jahrzehnten politische Sonntagsrede ist ), dann wäre kein Vernünftiger auf die Idee gekommen, eine Großstadt zu untertunneln und einen Bahnhof um 90 Grad zu drehen. Wäre es nur um die Optimierung des Schnellverkehrs gegangen, wäre ein ICE-Halt Untertürkheim ( Vergleich: FFM-Rhein-Main-Airport Bhf.) oder eine NBS-Streckenführung südlich Stuttgart mit weitem Bogen Richtung Vaihingen /Enz-Nord ungleich naheliegender gewesen schon vor 30 Jahren. Es ging aber nicht NUR um den Schnellverkehr. Ich behaupte sogar: nicht einmal um selbigen. Es ging primär um die umzurubelnde innerstädtische Gleisfläche aus Bundeseisenbahnvermögen.

Falsch: Es gibt KEINEN real existierenden Finanzierungsvertrag für ein "Gesamtprojekt S21". Es gibt vielmehr einen real existierenden Finanzvertrag für das Projekt S21 (der die Finanzierung für S21 regelt), sowie einen real existierenden Finanzvertrag für das Projekt Neubaustrecke Wendlingen-Ulm (der die Finanzierung für die NBS regelt). ______ Der Finanzvertrag für S21 regelt nicht die Finanzen für die NBS. Denn es sind zwei separate Projekte. Auch wenn Sie hier noch 100 mal das Gegenteil behaupten. Das ist Fakt, gut so und schön.

Herr Stephan ___: Es ist vergeudete Zeit sich bei dem Thema sich mit Herr Renz sich zu beschäftigen. Denn er selber hat weiter unten einen Link zur Stützung seiner Behauptungen eingestellt und daraus geht genau das hervor was er immer abstreitet , die Projekte S 21 und NBS gelten als ein "Gesamtprojekt ! " ---- Das ist kurios ,er widerspricht sich somit selber und stellt seine eigenen Behauptungen als falsch dar !!!!! -- Ganz ehrlich was soll man den dazu noch schreiben, lassen sie ihn glauben was immer er will, die Realität ist dennoch eine völlig andere und nur das zählt

Herr Anselm-Kruse: Falls Sie lesen könnten, hätten Sie bemerkt, dass ich hier schon etliche Male aus dem S21-Finanzierungsvertrag zitiert habe, aus dem S21 und die Neubaustrecke als separate Projekte hervorgehen (während dem Begriff "Gesamtfinanzierung" nichts substanzielles zu entnehmen ist aufgrund fehlender "Gesamt"finanzierung, unterschiedlicher Projektfinanzierer, unterschiedlicher Vorhabenträger usw. - der Begriff entspringt dem Wunsch von Bahn und damaliger CDU-Landesregierung, S21 an die NBS zu knüpfen um es im Paket besser durchzukriegen). ______ Weiter habe ich mehrfach das Bundesverkehrsministerium zitiert, das S21 ausdrücklich als Bahn-Projekt bezeichnet und nicht als Bundesprojekt (was die NBS darstellt), und das ausdrücklich den Anschluss der NBS an den Kopfbahnhof beim Scheitern von S21 erwähnt. ______ Nochmals meine Bitte: Wenn S21 und die NBS tatsächlich substanziell ein "Gesamtprojekt" darstellen, so nennen Sie uns doch bitte (a) die Finanzierungssumme des "Gesamtprojekts", (b) Vorhabenträger des "Gesamtprojekts", (c) Finanzierungs- und Vertragspartner des "Gesamtprojekts" und zeigen Sie uns (d) den Finanzierungsvertrag des "Gesamtprojekts Stuttgart - Ulm" mit Quelle und Link. Warum höre ich denn nie etwas dazu? Wir warten. ______ Wenn Sie das nicht können, entlarven Sie sich selbst und Ihre Kollegen von der S21-Lobby hier im Forum als reine Lobbyschreiber, denen daran gelegen ist, die Gegenseite mit bloßem Shitstorm zu diffamieren und von den Augenwischereien des Lügenprojekts S21 abzulenken.

Jetzt ists klar: Wer so argumentiert, der muss ja auch glauben, dass man mit ein paar Kübeln Farbe und drei neuen Gleisgebirgen dieselben Effekte erzielen kann. Das Ganze ist schon aus dem logischen Grund ein zusammen hängendes Projekt, weil es nur zusammen Sinn macht. Ein frisch gestrichener Sackbahnhof löst nicht ein Problem. Nicht im Neckartal, nicht in der Reisezeit, nicht im Bemühen, mehr Reisende ins Schienennetz zu locken.

B. Scheuert: Nein, S21 und die NBS machen nicht nur zusammen Sinn (tut es das überhaupt?). Fakt ist: S21 lässt sich ohne die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm nicht realisieren, aber die Neubaustrecke lässt sich ohne S21 sehr wohl realisieren, wie das Bundesverkehrsministerium mehrfach bestätigt hat, da sie sich an den Kopfbahnhof anschließen lässt (und zwar an den modernisierten wie auch an den nicht- oder teil-sanierten). ______ Siehe http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/009/1700955.pdf (Seite 2).

herr renz: shietegal was irgendjemsnd in grauer vorzeit sagte. egal was irgendwann mal einer meinte was geht und was nicht. es wird s 21 gebaut und es wird die nbs gebaut. das ist fakt. alles andere ist wunschdenken. träumerei.

Frau Theissen: Haben Sie auch inhaltlich etwas beizutragen, außer der gewohnten Proler-Durchhalteparolen à la "es wird gebaut"? Fakt ist: Der Kopfbahnhof ist S21 weit voraus, weil er real existiert und real funktioniert. S21 ist irgendein in grauer Vorzeit entworfenes, nicht durchgeplantes, nicht fertig genehmigtes und nicht finanziertes Hirngespinst - es ist Wunschdenken und Träumerei.

Quatsch: Natürlich ließe sich die NBS an den Sackbahnhof anschließen. Rein theoretisch können Sie die Gleise vom Hbf auch in einer Hochbahntrasse über die Königstraße und den U7-Tunnel Richtung Waldau ausleiten. 1998 haben die Bürger in den Stuttgarter Neckarvororten aber der Bahn jede Möglichkeit verbaut, K21 Richtung Wendlingen auszuleiten. Also: K21 ist tot, toter geht es nicht.

Fred Heine: Das ist falsch. Die Neubaustrecke lässt sich über Wendlingen und das Neckartal (über dem Neckar-Industriehafen) auch praktisch an den Kopfbahnhof anschließen. Dort ist überhaupt nichts verbaut - außer Sie beeilen sich mit Ihrem Lobbyverein IG "Bürger" und bauen dort ganz schnell irgendwas hin. Auf gehts!

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