Stuttgart 21 Neue Wege für Mensch und Auto

Die Bahn und die Stuttgarter Straßenbahnen stellen weitere Baupläne vor. Unklar ist, wie lange die SSB-Strecke zwischen Staatsgalerie und Hauptbahnhof gesperrt bleibt. Anwohner des Kernerviertels beklagen unterdessen den Lärmpegel.

Auf der Willy-Brandt-Straße umrunden die Fahrzeuge die Baustelle für die neue Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie. Foto: Lg/Leif Piechowski
Auf der Willy-Brandt-Straße umrunden die Fahrzeuge die Baustelle für die neue Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie. Foto: Lg/Leif Piechowski

Stuttgart - Fußgänger und Autofahrer, die im Bereich zwischen dem Königin-Katharina-Stift und dem Landesinnenministerium unterwegs sind, müssen sich in den kommenden Wochen und Monaten auf geänderte Routen einstellen. Grund dafür sind die Arbeiten am Durchgangsbahnhof für Stuttgart 21 und der Neubau der Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie.

Klicken Sie hier, um die Zeitleiste zu dem großen Bauprojekt zu sehen.

Die SSB-Schienenstrecke zwischen der Staatsgalerie und dem Charlottenplatz bleibt – wie bereits berichtet – länger als geplant gesperrt. Frühestens zum Fahrplanwechsel im Dezember fahren die Bahnen wieder auf dieser wichtigen Innenstadtverbindung. Direkt nach deren Wiederinbetriebnahme müssen die SSB allerdings die Verbindung zwischen Staatsgalerie und Hauptbahnhof kappen, weil die dort verlaufenden Tunnel zum einem dem Neubau des Nesenbachkanals im Weg sind und zum anderen an die spätere Lage der neuen Haltestelle angepasst werden müssen. Wie lange die Unterbrechung der Strecke anhält, vermögen die SSB noch nicht zu sagen. Details, wie das Netz in dieser Zeit organisiert werden soll, will der Nahverkehrsbetrieb am Dienstag, 28. März, im Rathaus vorstellen. Passagiere mit dem Fahrtziel Hauptbahnhof sollen am Neckartor aussteigen und durch den Park gehen.

Die Schillerstraße wird 2018 wieder aus dem Park herausverlegt

Die in den Mittleren Schlossgarten hineinverlegte Schillerstraße soll in einem ersten Abschnitt bis Mitte 2018 wieder auf ihre angestammte Trasse zurückverlegt werden. Allerdings bauen die SSB im Abschnitt zwischen dem Königin-Katharina-Stift und dem Arnulf-Klett-Platz dann an ihren Tunneln, so dass der Straßenverkehr dort noch eine Weile mit Beeinträchtigungen wird leben müssen.

Auf der Willy-Brandt-Straße werden die Autos demnächst auf einer provisorischen Brücke eine Baugrube für den Tiefbahnhof überqueren. Zwischen dem Innenministerium und dem Hotel Le Méridien heben die SSB eine Grube für ein neues Tunnelstück im Stadtbahnnetz aus.

Im Schlossgarten wird ein neuer Steg gebaut

Fußgänger und Radfahrer, die im Mittleren Schlossgarten unterwegs sind, werden in der zweiten Jahreshälfte umgeleitet. Die Rampen und Stege, die heute zwischen dem Ferdinand-Leitner-Steg und dem Planetarium über das Baufeld führen, müssen weg, damit der Aushub für den Bahnhofstrog weitergehen kann. Parkpassanten werden dann über einen neuen Steg an die Ostseite des Planetariums geführt und können von dort ihren Weg fortsetzen.

Im Jahr 2018 schließlich wird sich auch nochmals der Weg vom ­Bonatzbau zu den Gleisen verlängern. Dazu wird vom Bahnhofsturm bis zum verlegten Querbahnsteig ein weiterer Steg gebaut, der eine der beiden bestehenden Verbindungen ersetzt, da an deren Stelle dann der Bahnhofstrog samt der das Dach tragenden Kelchstützen entstehen soll.

16 Kommentare Kommentar schreiben

Befürworter: nun stehen eben mal wieder die Befürworter mal wieder als Deppen da. So ist das eben bei einem mafiösen Betrugsprojekt.

Herr Spitzer ---: Wenn sie Kenntnisse von Betrug haben, so sollten sie doch ganz einfach Anzeige erstatten und nicht in den Foren herum lamentieren oder wollen sie etwa eine Straftat (Betrug) decken, das allerdings würde sie ja zum Mittäter machen und das bei der Moral die sie hier unentwegt an den Tag legen ? Herr Spitzer , Herr Spitzer !!!

Die fortschreitende Veränderung unseres Stuttgarts: Pro oder Contra zu sein, - das ist hier die Krux. - - - NUN da scheinbar stetig gebaut wird, IST nur noch die Frage des " Wann und Wie " offen. - - - Da die Beeinträchtigungen sich mehren, - kann es ja nur noch um den Wunsch der Fertigstellung gehen :-)

Nun: da die Krankheit fortschreitet, ist nur noch die Frage, wann und wie es zum finalen Ende kommt. Ich entnehme Ihrem Statement, das es ein Schnelles sein sollte. Kurz : " Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende ".

SFake-News: Abgesehen davon, dass die so harmlos bis sogar positiv daherkommenden "Neuen Wege" in der niedlichen Artikelüberschrift eigentlich langwierige, ärgerliche und nervige Umwege sind (insbesondere auch für Alte, Behinderte, ÖPV-Benutzer usw.) - sind Fake-News sind nicht erst seit Trump ein gängiges Mittel von Politik und Freunden sondern gehrören zu Stuttgart 21 wie der Kostendeckel und eine unüberschaubare Zahl von Unwahrheiten und frei erfunden Behauptungen. Sagte Hartmut Mehdorn, seinerzeit 2008 als Bahn-Chef, in einem StZ-Interview: „Man muss schon ständig den Kopf in den Gully stecken, um sich nachhaltig von den Bauarbeiten in der Ruhe stören zu lassen.“ Ein Jahr später erklärte der damalige Oberbürgermeister Wolfgang Schuster: „Von den Bauarbeiten werden wir nicht viel mitbekommen, da sie fast ausschließlich auf Bahngelände oder im Tunnel stattfinden.“ . Stuttgart 21 ist in jeder Hinsicht ein postfaktisches Großprojekt wo Bürger gezielt und systematisch für dumm verkauft werden.

Apropos dreist gelogen: Dass man in Stuttgart von den Bauarbeiten gar nichts mitbekommen sollte, da unterirdisch (sic!) stattfindend, hat auch nicht wirklich gestimmt. Ach Stuttgart, deine CDU-ler...

Ach Stuttgart, deine Grünen: Mit der kritischen und konstruktiven Projektbegleitung klappt es hinten und vorne nicht - vom Stopp von S21 oder dem Bau von K21 ganz zu schweigen!

Da haben Sie recht: Liegt aber daran, dass neben SPD und FW auch Ihre Partei der Besserverdienenden sich nicht zu schade war, um sich in die Einheitsfront zur Verbreitung alternativer Fakten einzureihen. Und so stehen halt auch Ihre Parteifreunde heute durch die Bank als (winzige) Trumplinge da: Sind sie nicht süss, die lieben kleinen Lügenbeutelmonsterchen um Brühlke?

Sensationen, Sensatiionen: Das ist DIE Sensation überhaupt: die Bahn hat in der Zeit von 2014 bis 2016 rund 4 Mio. Tonnen Erdaushub abtransportiert anstelle von rund 5 Mio. Tonnen. Es werden aber nicht MEHR Transporte, sie werden nur gleichmäßiger verteilt. Anstelle von 34 % im Jahr 2015 (DAS Geschrei hätte ich hören wollen) waren es nur 17 %, dafür waren es 2016 23 % anstelle von 17 %. Im Jahr 2019 werden es noch 6 % und im Jahr 2020 2 % sein. Wieder mal viel Lärm um nichts. ___________ Aber gemach: gleich werden uns die Gegner wieder vorbeten, dass die Aufträge für S21 gar nicht vergeben werden können, dass es keine Auftragnehmer gibt und überhaupt noch nichts gebaut wurde. Wie können dann 4 Mio. Tonnen Erdaushub angefallen sein? _______________ Wie wäre es mit einem Artikel über die Vermüllung der Stadt, die Lärmbelästigung von Bürgerinnen und Bürgern sowie die willkürliche und mutwillige Verkehrsbehinderung durch Wutbürger – und das gleichermaßen in den Jahren 2014, 2015 und 2016?

Wutbürger: Sie verwechseln da was, denn Sie meinen sicher die Wutproler..

wutproler?: was ist das denn?

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