Stuttgart 21 Oberbürgermeister regen Prüfung von Alternativen an

dpa/lsw, 21.12.2012 14:00 Uhr

Stuttgart - Angesichts steigender Kosten beim umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 haben die Oberbürgermeister von Tübingen und Schwäbisch Hall die Prüfung von Alternativen angeregt. Boris Palmer (Grüne) und Hermann-Josef Pelgrim (SPD) schlagen vor, das Land könnte der Bahn die Beteiligung an einem wirtschaftlich sinnvollen Alternativprojekt und den Verzicht auf Schadenersatz in Aussicht stellen. Die Bahn hatte kürzlich eine Kostensteigerung von 1,1 Milliarden auf nun 5,6 Milliarden Euro eingeräumt, die sie selbst schultern will. Zudem gebe es Risiken von 1,2 Milliarden Euro.

Palmer und Pelgrim schreiben in einem gemeinsamen Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Vize-Regierungschef Nils Schmid (SPD), die Projektrisiken von 1,2 Milliarden Euro seien derzeit nicht finanziert. Alle Projektpartner hätten erklärt, dass sie nicht bereit seien, die finanzielle Lücke zu schließen. Und Stuttgart 21 könne noch sehr viel teurer werden, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Schreiben.

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Angesichts dieser Lage sollte zumindest geprüft werden, ob es Alternativen gebe, heißt es in dem Brief. Die Überlegungen zu einer Modernisierung des Kopfbahnhofs oder wesentlich verschlankten Lösungen wie dem Kombibahnhof des einstigen Schlichters Heiner Geißler zeigten, dass es Alternativen gebe. „Deren wirtschaftliche Bewertung im Vergleich zum Szenario „Weiter bauen“ erscheint angesichts der alarmierenden Meldungen über den Stand von Stuttgart 21 geboten“, schreiben die beiden Stadtoberhäupter.

 
 
Kommentare (84)
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DEZ
28
Die ewig gleiche Leier, 08:47 Uhr

@Charlotte: „Ich halte fest: die Mehrheit der Bevölkerung will S21.“

Zwei „Randgruppen“ glauben permanent, ihre Meinung würde die der Gesamtbevölkerung abbilden. Eine knapp 30-Prozent-Minderheit die für S21 ist und eine knapp 20-Prozent-Minderheit deren Steckenpferd sich K21 nennt. Der Mehrheit der Bevölkerung (über 50 Prozent) ist der Bahnhof in Stuttgart egal.

DEZ
27
Tübingen Skeptiker, 15:57 Uhr

Boris Palmer: 'Ruhe jetzt im Saal!'

Nie wieder Tübingen! *kotz* http://www.youtube.com/watch?v=JsJV5V_JMuI Palmer: 'Ich sage Ihnen ganz eindeutig: 'oben bleiben', war der Slogan und jetzt heißt der Slogan 'friedlich bleiben' und da können Sie auch beitragen, wenn Sie nicht durch falschen Triumpialismus die Leute jetzt verärgern. Ruhe jetzt im Saal!'

DEZ
26
Betrogener Stuttgarter Bürger, 23:17 Uhr

http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.1220205.1355494979/560x315/nach-volksabstimmung-stuttgart.jpg

OBs regen Prüfung von Alternativen an. Einer hat dagegen alles dafür getan, die Diskussion und Prüfung von Alternativen durch Fakten schaffen aktiv zu verhindern - durch seine vorschnelle Unterschrift unter die Verträge, exakt 1 Tag nach Beginn des Bürgerbegehrens.

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