Stuttgart 21 Opposition rügt die Bahn

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Grüne und Linke vermissen noch immer ein schlüssiges Brandschutzkonzept für den Stuttgarter Tiefbahnhof. Sie warnen vor einem Desaster wie beim Berliner Hauptstadtflughafen.

Oberirdisch sind  die Brandschutzauflagen  zu erfüllen, bei S 21 sind   Fragen offen. Foto: dpa
Oberirdisch sind die Brandschutzauflagen zu erfüllen, bei S 21 sind Fragen offen.Foto: dpa

Stuttgart - Der Brand- und Katastrophenschutz bleibt bei Stuttgart 21 ein umstrittenes Thema. Im Verkehrsausschuss des Bundestags beschrieben die projektkritischen Experten Sascha Behnsen (Kbr-Projekte) und Roland Morlock (Ingenieure 22) die bisher vorliegenden Planungen als unzureichend. Die Deutsche Bahn erklärte, dass bis nächstes Jahr ein neues umfassendes Konzept vorliegen soll.

Die Opposition von Grünen und Linken im Bundestag, die gemeinsam die Anhörung beantragt hatten, kritisierten nach der Sitzung, dass das Gespräch nur hinter verschlossenen Türen stattgefunden habe . „Wer Transparenz will, darf sich nicht verstecken“, sagte der Bahnexperte der Grünen, Matthias Gastel, der StZ. Die DB habe dem Ausschuss nicht einmal eine schriftliche Stellungnahme vorgelegt, kritisierte die Verkehrsexpertin der Linken, Sabine Leidig. Zudem habe das Eisenbahnbundesamt als Genehmigungsbehörde „durch Abwesenheit geglänzt“.

Der Brandschutz gilt bei dem Projekt als brisanter Punkt, der seit mehr als einem Jahrzehnt zumeist hinter den Kulissen debattiert wird. Ein Debakel wie in Berlin, wo die Eröffnung des neuen Hauptstadt-Flughafens mehrfach wegen Brandschutzmängeln verschoben werden musste, sei nicht auszuschließen, wenn die Bahn nicht endlich ein schlüssiges Brandschutzkonzept vorlege, sagte Gastel. Die Probleme seien aber lösbar. Auch die Linke warnt vor einem „zweiten BER-Desaster“. Es gebe bisher kein Entrauchungskonzept. Zudem würden „sehr realistische“ Katastrophenszenarien als unwahrscheinlich betrachtet und seien bisher nicht untersucht worden.

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32 KommentareKommentar schreiben

Es ist immer wieder interessant, im Zusammenhang mit S 21 alte Zeitungsartikel zu lesen. Hier ein Artikel der FAZ aus dem Jahr 2012 (!): http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gutachten-unzureichender-brandschutz-bei-stuttgart-21-11922025.html . Bereits seit dem Jahr 2010 ist klar, dass der von der DB für S21 geplante Brandschutz NICHT AUSREICHT! Und sie haben bie heute kein funktionierendes Konzept, trotz permanenter Dietrichscher Beteuerungen.

Bitte liebe StZ-Online-Redaktion, verschiebt doch diesen Artikel in die Rubrik "Stuttgart 21", wo er eigentlich hingehört.

Geht nicht, Artikel ist zu S21 kritisch. Der darf ...: Geht nicht, Artikel ist zu S21 kritisch. Der darf dort nicht hin :)

Fakt ist, dass die Deutsche Bahn - bis heute - kein funktionierendes Brandschutzkonzept für S21 vorgelegt hat. --- Im Zweifelsfall hilft das Befragen der Stuttgarter Feuerwehr. --- Die, anders als das Eisenbahnbundesamt (EBA) - für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter geradestehen muss.

Frau Schmitt-Laveau, nur weil SIE etwas nicht kennen, heißt das noch lange nicht, dass es das nicht gibt. Die Bahn hat gesagt, dass sie das neue Konzept im Frühjahr vorlegen wird. ___________Wie ich schon ausgeführt habe, liegt es vor einschließlich zusätzlich vom EBA angeforderten Aerodynamik-Gutachten und weiteren Gutachten zur Entrauchung. Stellen Sie sich schon mal darauf ein, dass auch diese Planänderung genehmigt wird.

Frau Schmitt-Laveau, nur weil SIE etwas nicht kennen, heißt das noch lange nicht, dass es das nicht gibt. Die Bahn hat gesagt, dass sie das neue Konzept im Frühjahr vorlegen wird. ___________Wie ich schon ausgeführt habe, liegt es vor einschließlich zusätzlich vom EBA angeforderten Aerodynamik-Gutachten und weiteren Gutachten zur Entrauchung. Stellen Sie sich schon mal darauf ein, dass auch diese Planänderung genehmigt wird.

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