| Zeitungsgruppe Stuttgart |Montag, 06. Februar 2012
Stuttgart 21
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Stuttgart 21 Protest auch in Berlin

Thomas Maron, vom 03.09.2010 16:56 Uhr
Berlin - Die Linken im Bundestag wollen das Bahnprojekt Stuttgart 21 auf parlamentarischem Weg zu Fall bringen. Verkehrsexpertin Sabine Leidig kündigte an, ihre Fraktion werde einen Antrag im Bundestag einbringen. In diesem wird die Bundesregierung aufgefordert, Stuttgart 21, wie vom Bundesrechnungshof gefordert, als Projekt des Bundes anzuerkennen, schon weil der Bund die Hauptlast der Finanzierung trage. Außerdem soll die Regierung die Einstellung der Baumaßnahmen und ein Moratorium beschließen.

Für die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm soll eine neue Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellt werden. Die Regierung möge zudem darauf hinwirken, dass in Stuttgart doch ein Bürgerentscheid durchgeführt wird. Das Projekt, so die Linke, sei verkehrspolitisch unsinnig. Zudem seien die Milliardenausgaben angesichts der aktuellen Kürzungen im Sozialetat nicht zu verantworten. Leidig bedauerte, dass die Grünen im Bundestag sich nicht zu einer gemeinsamen Initiative hätten durchringen können. Um ihrem Protest auch in Berlin Nachdruck zu verleihen, stellten sich auf einer Pressekonferenz der Linken auch die Projektgegner Gangolf Stocker, Sprecher der Initiative Leben in Stuttgart, und Egon Hopfenzitz, ehemaliger Chef des Hauptbahnhofs, der Presse. Angst, dadurch die Breite des Protestes bis ins bürgerliche Lager hinein zu gefährden, haben sie nicht. Jeder sei beim Protest gegen die Willkür dieser Politik willkommen, so Hopfenzitz und Stocker.
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Kommentare (18)
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SEP
05
22:54 Uhr, geschrieben von Karle
@Klartext. Die linke Show-Veranstaltung
Das klingt nach "fakten" mit der Tarnkappe. Ist "klartext" ein neuer Nikname? Der Inhalt ist zu identisch, denn niemand sonst liegt so quer zum Leben.
SEP
04
17:00 Uhr, geschrieben von Realist
Unsinn
@Bürger: So ein Schwachsinn. Wenn S21 nicht gebaut werden würde - wer glaubt, dass das "gesparte" Geld in Bildung kommt, der irrt gewaltig. Das Geld kommt aus dem Verkehrsetat. Dafür können höchstens ein zweite Landebahn in Stuttgart, oder die Schlaglöcher ausgebessert werden. Unsere Folgegeneration wird mit oder ohne S21 kein Geld kriegen.
SEP
04
13:51 Uhr, geschrieben von volker s.
Bayernschwabe
Grundsätzlich finde ich den Protest gegen S21 in Ordnung, freie Bürger sollen ihre Meinung äussern dürfen. Wenn jetzt allerdings zunehmend die Linken, MLPD und weitere seltsame Gruppierungen am linken Rand versuchen, daraus politische.... ----- Nicht bemerkt? Die MLPD und weitere seltsame Gruppierungen am linken Rand (SÖS) haben vom ersten Tag an versucht aus dem Protest Kapital zu schlagen.
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