Stuttgart 21 Schweizer sichern sich Großauftrag an ICE-Strecke

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Das Schweizer Unternehmen Implenia hat sich den Auftrag zum Bau des Albvorlandtunnels an der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm gesichert. Unklar ist noch, ob sie die notwendigen Betonfertigteile auf Lastwagen anliefern lassen muss.

Auf den Fildern bohrt sich diese Maschine durch den Untergrund. Im Albvorland sollen es gleich zwei davon sein. Foto: Achim Zweygarth
Auf den Fildern bohrt sich diese Maschine durch den Untergrund. Im Albvorland sollen es gleich zwei davon sein.Foto: Achim Zweygarth

Wendlingen - Die Deutsche Bahn hat die Arbeiten für den letzten Tunnel an der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm erteilt, der noch nicht im Bau ist. Den noch ausstehenden Auftrag für den 8,1 Kilometer langen Albvorlandtunnel zwischen Wendlingen und Kirchheim/Teck (beides Kreis Esslingen) sicherte sich das Unternehmen Implenia. Die Schweizer, die bislang weder bei Stuttgart 21 noch bei der Neubaustrecke tätig sind, haben sich gegen sieben Mitbewerber durchgesetzt. Den Wert des Auftrags gibt die Bahn mit rund 380 Millionen Euro an.

Anlieferung der Betonteile auf der Straße?

Der weitestgehend parallel zur Autobahn 8 verlaufende Tunnel ist das zweitlängste unterirdische Bauwerk an der Strecke nach Ulm. Um ihn pünktlich bis zur angepeilten Inbetriebnahme im Jahr 2021 fertig zu stellen, will das Unternehmen aus der Schweiz gleich zwei Tunnelbohrmaschinen parallel einsetzen.

Bislang kommt je eine dieser Maschinen beim Fildertunnel und beim Boßlertunnel nahe Aichelberg zum Einsatz. Diese tonnenschweren Anlagen brechen nicht nur den Abraum aus dem Berg, sie stellen auch gleich den Innenausbau der Röhren her. Dazu verwenden sie Betonfertigteile, die sogenannten Tübbinge. Zur Produktion der zwei Meter breiten Teile ist am Fuß des Boßlers eine temporäre Fabrik entstanden. Die kann aber die Teile für den Albvorlandtunnel nicht produzieren. Zum einen gehört sie einer anderen Firma als der, die den Zuschlag im Albvorland bekam, zum anderen läuft das Werk für die Teile des Boßlertunnels schon auf Hochtouren. Ungewiss ist, ob sich am Ostportal des Albvorlandtunnels Platz für eine solche Anlage finden lässt – beim Fildertunnel verlief die Suche letztlich erfolglos. Deswegen haben die Teile, die im Fildertunnel verbaut werden, eine lange Anfahrt hinter sich. Gegossen werden sie in einem Werk in der Oberpfalz, gelangen dann mit dem Zug nach Altbach am Neckar, wo sie auf Lastwagen verladen die letzte Etappe zur Tunnelbaustelle am Fasanenhof antreten. Gut möglich, dass auch beim Albvorlandtunnel so verfahren wird, und den Altbachern die ungeliebte Umschlagstation länger erhalten bleibt als ursprünglich vorgesehen.

Arbeiten sollen Anfang des neuen Jahres beginnen

Die beiden parallelen Röhren sollen von Ost nach West gegraben werden. Die Schweizer, die auch am neuen Gotthardtunnel und an der jüngsten Erweiterung des Berliner U-Bahnnetzes mitarbeiten, werden auch die Verbindungskurven bei Wendlingen zur Strecke Plochingen–Tübingen bauen. Erste Arbeiten sollen nach Bahnangaben Anfang 2016 stattfinden.

 

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258 KommentareKommentar schreiben

Ja, ja, die Logik des Herrn Ostermann: Zu Ihrem „allerletzten Versuch“, Herr Ostermann: 1. Penetrant fragen Sie nach dem Zusammenhang meines Beitrags mit dem obigen Artikel. Als ob das das Wichtigste wäre! Es ist seit Jahren üblich, dass zu den Artikeln Kommentare geschrieben werden, die nicht unbedingt mit den Artikeln zu tun haben. Auch Ihre „Zusammenfassung einiger freien Erfindungen der Bahn-Gegner“ hat herzlich wenig zu tun mit dem Artikel „Schweizer sichern sich Großauftrag an ICE-Strecke“. ––– 2. Es ging in Prof. Böttgers Text darum, dass der Bund für die Realisierung der vordringlichen Projekte dreimal so viel Geld benötigt, „wie in den kommenden Jahren zur Verfügung steht.“ Böttger kritisiert das. Er kritisiert weiter, dass der Bund „vornehmlich die Projekte umsetzen will, die weder den Bahn-Kunden noch dem Unternehmen viel bringen.“ Jetzt erst erwähnt er Stuttgart 21 als Beispiel für eine ungünstige Investition. Ihre Behauptung, Böttger reihe „den Bahnhof Stuttgart 21“ in die Liste des Bundesverkehrsplans ein, ist also irrelevant. Selbst wenn Böttger das täte, wäre es nicht falsch, denn S 21 und die Neubaustrecke sind im Finanzierungsvertrag zu einem „Gesamtprojekt“ zusammengeschlossen worden. Da die Neubaustrecke gebaut wird, wird auch S 21 gebaut. – Noch einmal zu Böttger: Er kritisiert, dass man trotz Geldmangel einen Bahnhof baut, der vielleicht gerade noch „als Entwicklungsprojekt für die Stadt Stuttgart interpretiert werden“ kann, „mehr aber auch nicht“. Wir wissen, dass laut Herrn Grube der Tiefbahnhof unwirtschaftlich ist und dass die Bahn ihn heute nicht mehr bauen würde. Insofern ist Böttgers Kritik an der Fehlinvestition bestätigt. ––– 3. Böttgers Kritik ist insofern stimmig, als man die Neubaustrecke auch an den Kopfbahnhof hätte anschließen können. Das geht aus Planungen der Bahn hervor. Unter Ludewig wurde S 21 abgeblasen. Die Neubaustrecke sollte gebaut werden, so war man zur Zeit Ludewigs entschlossen, S 21 aber nicht. Erst die Politik hat S 21 durchgedrückt und der Bahn durch die Zusage hoher finanzieller Beteiligung schmackhaft gemacht.

Versuch gescheitert: abgesehen davon, dass Sie nun zugaben, dass Ihr Beitrag nichts mit dem Thema des Artikels zu tun hat (warum nicht einfach gleich so?), wohl schon. Mein Beiträge beschäftigten sich zudem sehr wohl mit der NBS, und wenn sie es nicht mit genau dem Unter-Thema des Artikels taten, dann hatte das was damit zu, dass ich auf die Kommentare anderer Leser hier einging. _______________________________________________________________________________________ Was Böttger angelangt, so bleibt es dabei: der Bund hat NICHT für die Bahn entschieden dass S21 zu bauen sei. Wenn Sie nun ungenau von "der Politik" schreiben, so ist es wohl ganz bewusst Ihre Absicht darüber hinweg zu täuschen, dass diese lediglich Landespolitik war. Und damit sind wir wieder bei den 90% an Fehldarstellungen, Übertreibungen, oder freien Erfindungen, aus der sich die S21-Kritik stets zusammensetzte, seit ich mich damit beschäftigt habe.

Ihre Technik des Zerredens einer Sache ist uns allen bekannt: Es war zu erwarten, dass Sie sich wieder auf Formales stürzen. Mit Ihrer Behauptung, der Bund habe nicht für die Bahn entschieden, dass S 21 zu bauen sei, widerlegen Sie nicht die wesentlichen Aussagen Böttgers: dass für die nötigen Schienenprojekte in Deutschland viel zu wenig Geld eingesetzt wird; Sie widerlegen nicht, dass Projekte umgesetzt werden sollen, "die weder den Bahn-Kunden noch dem Unternehmen viel bringen.“ Sie widerlegen nicht, dass im Fall von S 21 in ein defizitäres Projekt investiert wird, Sie widerlegen nicht, dass um die Jahrtausendwende geplant war, die Neubaustrecke an den Kopfbahnhof anzuschließen. Sie wischen das pauschal weg auf die übliche Weise: 90% Fehlrdarstellungen, Übertreibungen, freie Erfindungen und übertragen das auch noch – wieder pauschal – auf "die S21-Kritik". Wenn also Ihrer Ansicht nach nicht der Bund für die Investitionen an falscher Stelle verantwortlich ist, dann ist es eben die Bahn. Das darf man doch wohl aus Ihrer Antwort schließen.

"Sie widerlegen nicht, dass im Fall von S 21 in ein defizitäres Projekt investiert wird, Sie widerlegen nicht, dass um die Jahrtausendwende geplant war, die Neubaustrecke an den Kopfbahnhof anzuschließen.": Richtig, ich widerlege falsche Aussagen, nicht triviale Erkenntnisse, die nichts Neues sind. -- "Sie wischen das pauschal weg auf die übliche Weise": Falsch, den Zusammenhang stellten erst Sie her, um über den von Ihnen zitierten Quatsch abzulenken.

Wir sind uns endlich mal einig: S 21 ist ein defizitäres Projekt. Investitionen in defizitäre Projekte gelten im Allgemeinen als ungünstig. Geld könnte geschickter investiert werden. ––– Und Sie geben zu: Es war um die Jahrtausendwende geplant, die Neubaustrecke an den Kopfbahnhof anzuschließen. In anderen Worten: Der Anschluss der Neubaustrecke an den Kopfbahnhof ist technisch möglich. An anderer Stelle haben Sie das bestritten. Zunächst haben Sie folgende Aussage als falsch bezeichnet: "S 21 funktioniert nicht ohne Neubaustrecke – im Gegensatz zum bestehenden Hbf.“ Obwohl der Hbf seit bald 100 Jahren ohne Neubaustrecke funktioniert, haben Sie das als falsch erklärt! Nun ja, das ist ein Lapsus. Aber Sie haben noch hinzugefügt: „Viele S21-Gegner behaupteten sehr wohl darüber hinaus, die NBS könne auch an den Hbf angeschlossen werden.“ Fazit: Sie schließen sich in diesem Punkt den S 21-Gegnern an. Das ist doch erfreulich.

Sie irrten erneut: ob S21 defizitär ist (und dabei geht es ja nur um die betriebswirtschaftliche Sicht der Bahn) wird sich erst in einigen Jahren beurteilen lassen. Das hängt u.a. davon ab, wie die entgültigen Kosten auf die Projektpartner verteilt werden, und wie sich die Gewinne durch die ermöglichten Mehrverkehre entwickeln. Und ich "gebe nichts zu", wenn ich bestätige was Allgemeinwissen ist. Ich finde es nur interessant, dass sie nunmehr diese Allgemeinweisheiten diskutieren wollen, statt den Quatsch von Böttger, den ich ja kritisiert hatte. Warum geben Sie nicht einfach zu, dass Sie Quatsch zitiert haben? --- ". Zunächst haben Sie folgende Aussage als falsch bezeichnet: "S 21 funktioniert nicht ohne Neubaustrecke – im Gegensatz zum bestehenden Hbf.“" Sie haben scheinbar eine ausgeprägte Lese- und/oder Logik-Schwäche. Was ich als falsch bezeichnet habe, war der Satz danach, der sich darauf bezog: "Das und nichts anderes behaupten S 21-Kritiker." Und meine Begründung zitierten und bestätigten Sie gerade!

Wenn ich angeblich eine Lese- und/oder Logik-Schwäche habe, dann erklären Sie doch mal, was Sie mit dem Schlussatz meinten: "Viele S21-Gegner behaupteten sehr wohl darüber hinaus, die NBS könne auch an den Hbf angeschlossen werden." Haben Sie das geschrieben, weil Sie derselben Meinung sind oder weil Sie anderer Meinung sind?

Lesen Sie es doch unten noch mal im Zusammenhang: vielleicht fällt ihnen dann auf, dass das für die Aussage die ich machte völlig irrelevant ist.

Nein, es ist nicht irrelevant: Im Gegenteil! Sie drücken sich um eine klare Aussage. Dabei wäre die kürzer als Ihre Belehrung.

Mag ja sein, dass die kürzer wäre: aber Sie würde doch nur vom eigentlichen Thema ablenken. Warum wollen Sie immer und immer wieder vom Thema ablenken, nämlich der falschen Behauptungen Böttgers zu S21, die Sie zitierten? S21 ist nun mal kein Projekt des Bundes!

Sie müssen mir schon gestatten, dass ich Sie nicht für unfehlbar halte: Wenn Sie also einen Text als "Quatsch" bezeichnen, heißt das nicht, dass das so ist. Ich halte sehr viel von Herrn Prof. Böttger, denn ich hat einiges von ihm gelesen. Der "Quatsch" fällt auf Sie zurück.

Mit anderen Worten: Sie denken über das was ich Ihnen schreibe gar nicht nach, es ist Ihnen egal. Sie glauben Böttger hätte früher mal was richtiges geschrieben (das stimmt wahrscheinlich sogar), und halten nun alles das von ihm (nun, zumindestens das, was Ihnen gefällt) für richtig, ohne darüber weiter nachzudenken. Ich hatte dagegen begründet warum seine konkrete Aussage Quatsch ist, aber wie üblich diskutieren Sie nicht über konkrete Details, sondern Sie weichen aus und verlieren sich in Allgemeinplätzen.

Nachdenken: sehr lustig, dass das ausgerechnet von Ihnen kommt. Sie begründen doch auch nie etwas und wenn dann kommt die Floskel "frei Erfunden". Was soll also dieses ständige Gejammere?

Lauter Unterstellungen: So vervollständigen Sie den Quatsch, den Sie über Böttger geschrieben haben. Ich habe sehr wohl über konkrete Details diskutiert, und Sie haben ausführlich darauf reagiert. Also kann nicht wahr sein, was Sie zuletzt geschrieben haben. Aber lassen wir das. Denn zuletzt nehmen Sie Zuflucht zu haltlosen Vorwürfen. Nicht zum ersten Mal.

Ja : lassen wir das. Nur zur Erinnerung, was ich tatsächlich zu Böttgers Aussagen geschrieben hatte, und worauf Sie meiner Ansicht nach bis jetzt keine einzige vernünftige Antwort hatten: _______________________________________________________________________________________ "Die Misere wird noch größer dadurch, dass der Bund vornehmlich die Projekte umsetzen will, die weder den Bahn-Kunden noch dem Unternehmen viel bringen. Beispielsweise [...] den Bahnhof Stuttgart 21.": [...] das "eigenwirtschaftliche Projekt der Bahn" dem Bund zuschreiben zu wollen, und so zu tun als sei das gegen den Willen der Bahn, ist doch etwas seltsam. _____________________________________________________________________________________ Für "eigenwirtschaftliche Projekte der Bahn" entscheidet [was gebaut wird] die Geschäftsführung der Bahn. [...] Das einzige passable Mittel, das der Bund hat um Einfluss auf die Fertigstellung von S21 zu nehmen ist die Finanzierung der NBS. Wenn jemand unterstellt, dass S21 vom Bund gegen den Willen der Bahn ("das Unternehmen") gefördert wird, so kann er damit ja eigentlich nur meinen, dass der Bund die NBS nur finanziert, um die Fertigstellung von S21 voranzutreiben, denn andere Einflussmittel hatte der Bund nicht (außer natürlich, S21 selbst in den dringlichen Bedarf aufzunehmen und selbst zu finanzieren, was aber ja nicht der Fall ist). Und das wiederum würde nur Sinn machen, wenn die Bahn ohne S21 die NBS nicht sinnreich nutzen könnte: etwas, was viele S21-Gegner in der Vergangenheit immer abgestritten hatten. ________________________________________________________________________________________ Zum Quatsch von Böttgers noch ein letztes: E schreibt "im Bundesverkehrswegeplan sind die vordringlichen Projekte aufgelistet", und reiht später "den Bahnhof Stuttgart 21" darin ein. Das ist und bleibt falsch. Im BVWP steht die NBS/ABS Stuttgart - Wendlingen - Ulm - Augsburg", und NICHT der "Bahnhof Stuttgart 21".

Es hat keinen Sinn, bereits Geschriebenes zu wiederholen: Ihre Behauptung, ich hätte Ihrer Ansicht nach "bis jetzt keine einzige vernünftige Antwort" geschrieben, ist, wie Sie zum Glück zugeben, subjektiv. Ich habe meiner Ansicht nach sehr wohl vernünftige Antworten gegeben. Lesen Sie doch noch einmal das, was ich geschrieben habe, und Sie werden merken, dass ich mich auf die wichtigen Aussagen Böttgers konzentriert habe, während Sie die nebensächligen herausgepickt haben und, durch sachfremde Ergänzungen verfremdet, darauf herumgeritten sind. (Dass z.B. der Bund S 21 "gegen den Willen der Bahn" durchgesetzt habe, steht nicht in Böttgers Text; ich habe Sie darauf hingewiesen, aber Sie haben nicht darauf reagiert.) Ihre Darstellung ist nicht überzeugend. Zuletzt haben Sie sich in haltlose Unterstellungen geflüchtet, nachdem ich gewagt hatte, Ihre Unfehrlbarkeit anzuzweifeln: "Sie denken über das was ich Ihnen schreibe gar nicht nach, es ist Ihnen egal."

Korrekt: .. das ist ja auch die Vorgabe seines Arbeit- / Auftraggebers.

"Lesen Sie doch noch einmal das, was ich geschrieben habe, und Sie werden merken, dass ich mich auf die wichtigen Aussagen Böttgers konzentriert habe, während Sie die nebensächligen herausgepickt haben": Danke für die Bestätigung, dass Sie an mir vorbei geschrieben haben. Auch wenn Sie den Anlaß meiner Kritik für "nebensächlich" halten, so müssen Sie doch dies besprechen, wenn es zu einer Diskussion kommen soll. Aber eine Diskussion wollen Sie offenbar gar nicht, denn Sie wissen inzwischen sehr wohl, das Böttger eben Quatsch geschrieben hat, indem er S21 dem Bund zuschrieb. --- Das mit dem "gegen den Willen der Bahn" hatte ich im übrigen ausreichend genau beschrieben: "Wenn jemand unterstellt, dass S21 vom Bund gegen den Willen der Bahn ("das Unternehmen") gefördert wird". Daher hatte ich darauf verzichtet, die genauer Erläuterung, die in dem Beitrag war den die StZ nicht veröffentlichte, zu wiederholen. Aber bitteschön: Wenn Böttger meint, die Bahn hätte auch ohne die Einflussnahme des Bundes den Willen gehabt S21 zu bauen, dann ist natürlich Böttgers Behauptung, dadurch würde ein Problem verschlimmert, Quatsch. Denn das wäre es belanglos, ob der Bund S21 verwirklichen möchte, denn die Bahn hätte es ja unabhängig davon getan! (Was bekanntlich den Tatsachen entspricht...)

Versuch gescheitert: schön, dass Sie es endlich zugeben, dass Sie alles, was eine Kritik an Stuttgart 21 darstellt pauschal als "frei erfunden" bezeichnen. Aber warum erst so spät?

Nur Landespolitik? Die Landespolitik und die Stadt Stuttgart haben S21 nach Ludewig mit Sicherheit wiederbelebt, ABER erst eine Kanzlerin hat S21 alternativlos gemacht. Dass unter Ihr dann auch noch der Aufsichtsrat für ein für die DB AG definitiv unwirtschaftliches Projekt gestimmt hat, lässt auch Rückschlüsse auf die Politik zu (u.a. wahrscheinlichen Einfluss durch Herrn Pofalla auf einen Teil der Aufsichtsräte). ---- Und wir wissen ja, dass Sie zum Thema nur immer die Wahrheit und nichts als die Wahrheit schrieben, zumindestens DIE Wahrheit aus der Sicht eine S21-Befürworters, welcher wahrscheinlich S21 immer noch als Geschenk an die Stadt betrachtet, aber mit Sicherheit S21 als das Beste sieht, was Stuttgart passieren konnte.

"ass unter Ihr dann auch noch der Aufsichtsrat für ein für die DB AG definitiv unwirtschaftliches Projekt gestimmt hat, lässt auch Rückschlüsse auf die Politik zu": Nein, denn die Aufsichtsräte hatten zu entscheiden, welches Vorgehen 2013 wirtschaftlicher für die Bahn ist, und das war der Weiterbau, da eine Einstellung der Bahn mutmaßlich größere Verluste beschert hätte. --- Pofalla hätte wohl nur 2-3 (von wievielen - 16 Aufsichtsräten) beeinflusst, was sollte das für einen Unterschied machen? Im übrigen fallen nun auch Sie Ihren Verschwörer-Kollegen in den Rücken, denn bislang hieß es doch immer, Pofalla wäre von der Bahn für seine Aktivitäten mit einem Posten belohnt worden. Das macht doch auch keinen Sinn, wenn er es für stattdessen für den Bund getan hätte!

Danke: Herr Ostermann, danke, dass Sie so viel Geduld mit den Gegnern aufbringen, ich fürchte nur, es ist umsonst. Was nun Herrn Böttger anbelangt, so ist er Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin und ergeht sich in theoretischen Überlegungen, wie die Bahn umstrukturiert werden könnte (z.B. Verkauf der Logistik-Sparte). __________ Er verweist auf die Tatsache (die jeder kennt), dass die Bahn unterfinanziert ist. In der Schweiz werden 351 Euro pro Kopf in Schieneninfrastruktur investiert, in Deutschland 49 Euro (Zahlen von 2014 – der Artikel in der Zeit ist, wie schon in einem früheren Beitrag erwähnt, 5 Jahre alt und schon längst überholt). Aus diesem Grund können nicht alle Projekte, die wünschenswert sind, gleichzeitig finanziert werden. Das ist ein alter Hut. ____________ In diesem Zusammenhang erwähnt Böttger, dass – SEINER Ansicht nach – S21 und die Strecke Nürnberg – Erfurt verkehrspolitisch nicht sinnvoll seien. Das ist alles, im Detail beschäftigt sich Böttger mit diesen beiden Projekten nicht___________ Alles andere, was der Eine oder Andere schreibt (bezüglich NBS, Grube, Wirtschaftlichkeit oder was auch immer) sind Phantastereien der Gegner und haben nichts mit Böttger und nichts mit dem vorliegenden Artikel zu tun.

Es würde nicht schaden, wenn Sie sich mehr um den logischen Zusammenhang kümmern würden: Böttger verweist auf die Tatsache, "dass die Bahn unterfinanziert ist." Das bezeichnen Sie als "schon längst überholt", obwohl Sie zur Bestätigung neuere Zahlen anführen! Ist also doch nicht überholt. Und dann: "Aus diesem Grund können nicht alle Projekte, die wünschenswert sind, gleichzeitig finanziert werden." Richtig. Wozu der Nachsatz, "Das ist ein alter Hut"? Meinen Sie vielleicht, dass etwas, was "ein alter Hut" ist, deshalb keine Bedeutung hat? Das Schlimme ist doch gerade, dass an diesem beklagenswerten Zustand nichts geändert wird! ––– Interessant: Sie sehen in dem von mir zitierten Böttger-Text alte Hüte und Dinge, "die jeder kennt." Herr Ostermann, der der leicht die Geduld verliert, findet "Quatsch" darin.

Fehlende geistige Trennschärfe: Mein Beitrag beschäftigte sich nicht mit der Finanzierung, und der von Herrn Peter nicht mit der Aussage, S21 sei Teil des BVWP, und meiner Kritik daran, dass dies falsch sei. ____________________________________________________________________________________ Was bezwecken Sie eigentlich mit Ihrem dauernd währenden logischen Unfug?

logischer Unfug: die Frage ist doch: was wollen Sie mit Ihrem Unfug bezwecken?

Ich möchte doch einmal erleben, dass Sie korrekt auf einen meiner Beiträge eingehen: "Mein Beitrag beschäftigte sich nicht mit der Finanzierung". Na und? Ich habe das ja auch nicht behauptet. Wozu schreiben Sie das? – Herrn Peters Beitrag beschäftigte sich "nicht mit der Aussage, S21 sei Teil des BVWP". Auch das hatte ich nicht behauptet. Wozu also schreiben Sie das? Ich hatte geschrieben: "Herr Ostermann […] findet 'Quatsch' darin." Worauf bezieht sich "darin"? Auf den "Böttger-Text". Und so ist es: Sie haben Quatsch darin gefunden, während Herr Peter alte Hüte und allgemein Bekanntes gefunden hat. So sucht sich eben jeder heraus, was ihm passt.

Aha: Sie haben dann also offenbar bewusst zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun hatten, vermengt, so dass der oberflächliche Leser den Eindruck haben müsste, der Herr Peter und ich würden uns widersprechen. Woran erinnert mich das? Richtig, an die 90% Fehldarstellungen, Übertreibungen, und freien Erfindungen, aus der die S21-Kritik seit je her bestand. Weil mit ehrlichen Argumenten kann diese Kritik offenbar nicht bestehen, weil sie versucht es ja gar nicht mehr!

99%: nunja, dem gegenüber stehen eben 99% freie Behauptungen und Lügen der Projektbetreiber. Dann nehm ich doch lieber die 90%.

Ich habe überhaupt nichts vermengt: Warum belegen Sie Ihre Behauptung nicht? Ich habe sachlich festgestellt: In ein und demselben Text haben Sie Quatsch gefunden, Herr Peter hat alte Hüte und allgemein Bekanntes gefunden. Nun behaupten Sie, ich hätte "zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun hatten, vermengt". Welche "zwei Dinge" denn? Sie können es weder erklären noch belegen. Denn es stimmt nicht. Wie so oft: Sie behaupten, aber belegen nicht. Meinen Sie, das sei eine ehrliche Diskussion?

"Warum belegen Sie Ihre Behauptung nicht?": Weil Ihre Aussage ja oben steht, und jeder Leser sich mit meinen Hinweisen eine eigene Meinung bilden kann, warum Sie das geschrieben haben. (Muss er auch, explizite Nachfragen dazu beantworten Sie ja i.d.R. nicht.)

Richtig: Meine Aussage steht oben, aber sie enthält keine Vermengung. Wie so oft: Sie drücken sich um Klarheit. Statt mir zu erläutern, was Sie mit der Vermengung meinen, flüchten Sie in einen allgemeinen Hinweis auf einen früheren Text. So funktioniert eine Diskussion nicht! Es wäre ein guter Stil, dem Diskussionspartner eine Formulierung, die er nicht versteht, zu erklären. Sie sind doch sonst mit Erklärungen auch nicht sparsam! – Ich erinnere an den Parallelfall weiter oben: Statt klar Stellung zu beziehen, schreiben Sie, was Sie da geschrieben haben, sei nicht relevant. Vielleicht schaffen Sie es ja jetzt noch, klar Stellung zu beziehen. Ich erinnere Sie an meine Frage: "Viele S21-Gegner behaupteten sehr wohl darüber hinaus, die NBS könne auch an den Hbf angeschlossen werden." Haben Sie das geschrieben, weil Sie derselben Meinung sind oder weil Sie anderer Meinung sind? Es kann doch nicht so schwer sein, darauf kurz zu atworten!

Bedauere: wenn Sie tatsächlich nicht in der Lage sind, mit dem bereits von mir geschriebenen selbst drauf zu kommen, dann ist jede Diskussion mit Ihnen für mich zweckfrei. Insofern werde ich in Zukunft auch nicht mehr versuchen mit Ihnen zu diskutieren, sondern allenfalls noch Dritte auf Fehler in Ihren Beiträgen hinweisen.

Nein, ich komme nicht drauf: Und Sie erklären es nicht. Es ist nämlich so: Die Frage, ob die Neubaustrecke an den Kopfbahnhof angeschlossen werden kann, ist immer wieder zwischen Pro-S 21-Vertretern und Gegnern umstritten. Jetzt hätten Sie als Fachmann das mal klar stellen können. Aber Sie tun es nicht. Statt dessen machen Sie mir Vorwürfe.

Sendepause: hui, Herr Ostermann.. nach exakt 3 Tagen Sendepause wieder am Start? Was für ein Zufall, dass der Tag der offenen Baustelle genau so lange dauerte. War die Mitarbeit im Turmforum so zeitraubend?

Zusammenfassung: Hier noch mal eine Rückschau über die bereits mehrfach widerlegten freien Erfindungen der Hauptbahnhof-Gegner : ____ (1.) "Die Rentabilität der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ist gegeben". Falsch. Man konnte die Wirtschaftlichkeit der NBS nur hochrechnen, indem man zunächst "Güterzüge", später "leichte Güterzüge" erfunden hat, die dort angeblich verkehren sollen. Diese werden dort nie fahren, da die NBS wesentlich steiler ist als der bisherige Albaufstieg. Das zwangsweise Ausweichen des lauten Güterverkehrs ins Filstal macht die NBS nicht wirtschaftlich. ____ (2.) "… die im Gutachten angenommen Zahl von Güterzügen zwischen Stuttgart und Ulm erreicht" Aber nicht auf der NBS, wie lange behauptet. Stattdessen werden die Filstal-Anwohner mit noch mehr lautem Güterverkehr belästigt (40% Zunahme) und dafür vom Personenfernverkehr abgehängt (Wegfall des IC-Halts in Göppingen wegen S21). ____ (3. ) Es sind 40% der heute verkehrenden Güterzüge leicht genug um über die NBS zu verkehren" Es *werden* aber keine Güterzüge über die NBS verkehren, da der Energieverbrauch infolge der stark erhöhten Steigung und die hohen Trassengebühren jeden Güterverkehr über die NBS wesentlich teurer machen als wie durchs Filstal. ____ Fazit: Die NBS ist unwirtschaftlich - wie auch S21.

Hier noch mal eine Zusammenfassung einiger freien Erfindungen der Bahn-Gegner mit den Widerlegungen aus der bekannten Quelle: (https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/Internetredaktion/schlussbericht-schienen-de.pdf?__blob=publicationFile) 1. "Die Rentabilität der Neubaustrecke konnte aber nur erreicht werden in dem man auf dieser Güterzüge fahren lässt." Aus zwei Gründen falsch. Erstens ist es egal, ob die Güterzüge auf der NBS fahren, oder auf Trassen auf der Altstrecke, die frei wurden weil Personenzüge auf die NBS ausweichen. Zweitens ist die NBS bereits durch den Nutzen des Personenverkehrs wirtschaftlich, sofern die Mottgers-Spange (Planfall 16 in der Untersuchung zum BVWP) nicht zeitnah erstellt wird, was derzeit auch in der Tat nicht absehbar ist. ---- 2. "Welches Güterverkehrsunternehmen will heute über das Filstal fahren, wo es dann an der Geislinger Steige womöglich noch eine Schublok (Zusatzkosten) benötigt." Es fahren bereits heute Güterzüge über die Filstalstrecke, aus welchen Gründen auch immer. Wenn man annimmt, das deren Anzahl analog zur erwarteten Steigerung des gesamten Güterverkehrs zunimmt, dann wird die im Gutachten angenommen Zahl von Güterzügen zwischen Stuttgart und Ulm erreicht. ------ 3. "Eine Auslegung der NBS mit Phantom-Leicht-Güterzüge erfolgte aufgrund des Wirtschaftlichkeitsfaktor, damit dieser künstlich über 1,0 gedrückt werden und die NBS als wirtschafltich deklariert werden konnte." Es sind 40% der heute verkehrenden Güterzüge leicht genug um über die NBS zu verkehren, daher wurde im Gutachten angenommen, dass einige in der Nacht diese tatsächlich benutzen. Aber das macht eben keine Unterschied für die Wirtschaftlichkeit. Spezielle "schnelle leichte Güterzüge" wie sie von den Gegnern in der Schlichtung angesprochen worden waren, wurden dagegen in dem Gutachten ausdrücklich NICHT berücksichtigt. Außerdem gilt auch hier die Antwort zu 1. ---- 4. "Beachten sie bitte dass dieser KNF zustande kam weil man für die komplette Strecke von Stuttgart bis Augsburg von Investitionen in einer Höhe von 2,53 Mrd ausging." Das ist falsch. Die Investionskosten wurden im Gutachten mit 3,705 Mrd Euro angenommen. Die 2,53 Mrd Euro waren dagegen die Differenz zum Bezugsfall vom "Barwert der Investitionen, Reinvestitionen und Restwerte".

Intraplan Consult GmbH: wow, ein Gutachten aus der Zeit der Vorgängerregierung, die ja bekanntlich 1 Mrd zuviel für das Zugangebot in Baden-Württemberg bezahlt hat. Eine wirklich sehr glaubwürdige Quelle. Was haben Sie noch zu bieten?

Das Gutachten: wurde vom Bund, nicht vom Land beauftragt.

Bund: ..das macht das ganze ja noch unglaubwürdiger. Oder würden Sie Peter Ramsauer als einen kompetenten Verkehrsminister betrachten? Das einzige erfolgreiche Projekt seiner Amtszeit war ja bekanntlich die Wiedereinführung alter Kürzel für Autonummernschilder..

Die Bedarfplanüberprüfung wurdeim Herbst 2008 begonnen: Ramsauer wurde im Oktober 2009 Verkehrsminister. _________________________________________________________________________________________ Schreiben Sie ruhig noch mehr dazu, dann haben wir alle noch was zum Lachen!

Ostermann: Wo soll Herr Spitzer geschrieben haben, Ramsauer sei schon 2008 Verkehrsminister gewesen?

Warum: fragen Sie mich das? Wenn Sie glauben, Herr Spitzer hätte da nicht etwas durcheinander gebracht, dann fragen Sie doch, warum er Herrn Raumsauer zu einem Gutachten erwähnt, dass dieser nicht beauftragt hat!

Ramsauer: nun da hat Herr Ostermann ausnahmsweise mal recht. Ich habe die Abfolge inkompetenter und S21 befürwortender Verkehrsminister geringfügig durcheinandergebracht. Es ging um das Uralt-Gutachten, aus dem Herr Ostermann so schön seine Phantasiezahlen bezieht. In Auftrag gegeben wurde es natürlich von einem flammenden S21 Befürworter.. ergo: wertlos!

Ramsauer: glauben Sie etwa ein Wolfgang Tiefensee macht die Sache besser?

Allemal besser: als stumpfsinnig 24/7 die Kommentarseiten mit sinnloser Polemik zuzukläffen. ;-)

Wirtschaftlichkeit : es ist schon bezeichnend, wie sich die PR-Schreiber der Bahn mittlerweile an die Neubaustrecke klammern. Wenn ich mir nun die Argumentation von Herrn Ostermann zu eigen mache, dann ist die Neubaustrecke selbstverständlich völlig unwirtschaftlich, denn im Verbund mit einem Fass ohne Boden, sprich das Milliardenloch im Stuttgarter Talkessel, kann und wird sie niemals wirtschaftlich sein. Laut Herr Ostermann darf ich die Strecke ja nicht isoliert bewerten, also muss die Rechtfertigung für den Bau mit in die Bewertung einfliessen. Und da Mensch weiss, wieviel S21 am Ende kostet und wann oder ob es jemals fertig wird, liegt die NBS so gesehen auf jedenfall unterhalb der Kennziffer 1. Die viel interessantere Frage ist doch: an was will man denn diese Neubaustrecke anschließen? Und wer trägt die zusätzlichen Unterhalts- und Sanierungskosten, wenn es im Talkessel nichts Unterirdisches gibt, woran man sie anschliessen könnte. Der Verzug im Talkessel ist mittlerweile nicht mehr schönzureden und muss selbstverständlich in die Betrachtung mit einbezogen werden. Oder was machen wir denn mit einer sündhaft teuren So-Da-Neubaustrecke?

Sie irrten: "Laut Herr Ostermann darf ich die Strecke ja nicht isoliert bewerten, also muss die Rechtfertigung für den Bau mit in die Bewertung einfliessen. Und da Mensch weiss, wieviel S21 am Ende kostet und wann oder ob es jemals fertig wird, liegt die NBS so gesehen auf jedenfall unterhalb der Kennziffer 1" -- Die Einbindung der NBS im Knoten kostet den Bund einen bekannten Festbetrag in Höhe von ca. 500 Millionen Euro, und ist bereits in der Wirtschaftlichkeitsberechnung berücksichtigt worden. Und außerdem ist auch bekannt, das S21 zeitnah mit der NBS fertig werden wird.

Zeitnah fertig werden.. : das ist reine Spekulation oder wie Sie zu sagen pflegen "frei erfunden". Fakt ist hingegen, dass bei S21 sämtliche Abschnitte zeitlich im Verzug sind, was in der Summe bedeutet: 2021 ist nicht mehr zu halten. Da nützen Ihnen auch die ständigen Durchhalteparolen des Turmforums nichts. Jeder, der Erfahrung im Projektmananagement hat, weiss wovon ich spreche. Aber bitte, versuchen Sie schön weiter den Menschen zu weiß zu machen, dass 1 + 1 = 3 ist..

Aha: für Sie ist also der wahrscheinliche Verzug um 1 Jahr (oder auch zwei) gleichbedeutend mit "wird niemals fertig"? Aber dass die Einbindung der NBS im Knoten den Bund einen bekannten Festbetrag in Höhe von ca. 500 Millionen Euro kostet, was bereits in der Wirtschaftlichkeitsberechnung berücksichtigt worden ist, haben Sie nun verstanden?

Zeitverzug: 1-2 Jahre.. interessant. Mich würde interessieren, wie Sie zu dieser optimistischen Einschätzung kommen. Alleine bei den 28 Kelchstützen, von denen gerade mal 1 zu einem Achtel Monate in der Herstellung benötigte haben wir es mit indivudellen Prototypen zu tun, die es in dieser Form noch nirgends gegeben hat. Das Risiko hier Schiffbruch zu erleiden ist bekanntermaßen extrem groß. Sie können davon ausgehen, dass die Probleme hier noch etwas schwerwiegender sein werden, als bei dieser simplen Bodenplatte, die sich ja auch schon als eine fast unlösbare Aufgabe für die Bahn herausgestellt hat. Lassen Sie uns doch mal an Ihren Insider-Kenntnissen teilhaben..

Neubaustrecke: angenommen Sie haben recht und es sind nur 2 Jahre Zeitverzug. Was kostet den Steuerzahler eine Neubaustrecke, die 2 Jahre lang vor sich hin gammelt? So etwas genieriert nämlich zusätzliche Kosten und da Sie ja so ein Experte in Sachen Wirtschaftlichkeit sind, können Sie das sicher mit links beziffern, hab ich recht?

Herr Spitzer, ich hatte Sie folgendes gefragt: Aber dass die Einbindung der NBS im Knoten den Bund einen bekannten Festbetrag in Höhe von ca. 500 Millionen Euro kostet, was bereits in der Wirtschaftlichkeitsberechnung berücksichtigt worden ist, haben Sie nun verstanden?

Sie irrten: Es ist nicht bekannt, dass S21 zeitnah mit der NBS fertig wird. Bekannt ist, dass es eine ABSICHTSERKLÄRUNG gibt, in der erklärt wird, dass S21 zeitnah mit der NBS fertig werden SOLL. https://mvi.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mvi/intern/dateien/PDF/Stuttgart_21/Realisierungsvereinbarung_S21.pdf ______ Die Kosten für die EINBINDUNG der NBS in den Bahnknoten sind insofern nicht relevant, da die Kosten für den "Bahnknoten" S21 von entscheidender Bedeutung für das Scheitern von S21 sind.

Prof. Böttger zu S 21: Im Bundesverkehrswegeplan sind die vordringlichen Projekte aufgelistet. Hierzu gehören in erster Linie der Ausbau der Oberrheinstrecke Karlsruhe-Basel, der Neubau der Strecke Frankfurt-Mannheim, verbesserte Anschlüsse an die Häfen Hamburg, Bremen, Rotterdam und Antwerpen und eine Verbindung von Frankfurt nach Fulda. Um alle Projekte des vordringlichen Bedarfes zu realisieren, bräuchte die Bahn rund 30 Milliarden Euro – drei Mal so viel, wie in den kommenden Jahren zur Verfügung steht. Die Misere wird noch größer dadurch, dass der Bund vornehmlich die Projekte umsetzen will, die weder den Bahn-Kunden noch dem Unternehmen viel bringen. Beispielsweise die Strecke Nürnberg-Erfurt, die als „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit“ begründet wird, oder den Bahnhof Stuttgart 21. Verkehrspolitisch sind beide Projekte nicht sinnvoll. Stuttgart 21 kann mit viel Mühe vielleicht noch als Entwicklungsprojekt für die Stadt Stuttgart interpretiert werden, mehr aber auch nicht. – http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2011-01/bahn-mehdorn-grube/seite-2

"Die Misere wird noch größer dadurch, dass der Bund vornehmlich die Projekte umsetzen will, die weder den Bahn-Kunden noch dem Unternehmen viel bringen. Beispielsweise [...] den Bahnhof Stuttgart 21.": Schade, normalerweise ist "Die Zeit" recht akkurat. Aber hier das "eigenwirtschaftliche Projekt der Bahn" dem Bund zuschreiben zu wollen, und so zu tun als sei das gegen den Willen der Bahn, ist doch etwas seltsam. Und warum zitieren Sie den Quatsch hier? Damit fallen Sie doch ihren Rest-Gegnern in den Rücken, die gerne behaupten S21 und NBS hätten nichts miteinander zu tun, und die NBS könne von Seiten des Bundes auch ohne S21 realisiert werden. Wenn der "Zeit"-Kommentar irgendwie sinnvoll sein sollte, wäre doch beides offenbar falsch.

Leseschwäche: Weder Herr Schulze, noch die ZEIT fällt niemandem in den Rücken, wenn bemerkt wird, dass der Bund S21 umsetzen will. Ihre eigene Art, der Öffentlichkeit etwas zu suggerieren das der Wirklichkeit nicht entspricht, ist inzwischen ziemlich ausgelutscht. ______ Natürlich will der Bund (bzw. Frau Merkel, siehe den OB-Wahlkampf mit Turner) S21 umsetzen. Sogar durchdrücken. So wie auch die frühere CDU-Landesregierung mit ihrem Überfall 1994. http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.anno-1994-mit-einem-ueberfall-beginnt-stuttgart-21.707474a8-f8e4-418d-a582-3e282b5b35e5.html ______ Allerdings hat der Bund mehrfach treffenderweise betont, dass S21 ein eigenwirtschaftliches Projekt der DB AG ist (im Gegensatz zur NBS). Der Bund ist ja weder Vorhabenträger noch Bauherr von S21. ______ "Bei Stuttgart 21 handelt es sich nicht um ein Projekt des Bedarfsplans für die Schienenwege des Bundes, sondern um ein eigenwirtschaftliches Projekt der DB AG. Die Eisenbahninfrastrukturunternehmen sind Vorhabenträger und Bauherren.“ Und weiter „Teilt die Bundesregierung die Auffassung der DB AG, dass die Realisierung der NBS Wendlingen–Ulm gefährdet sei, wenn Stuttgart 21 nicht realisiert würde?“ – „Nein.“ Siehe http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/009/1700955.pdf (Seite 2).

Lesen Sie einmal die Liste der Veröffentlichungen von Herrn Böttger: Und dann vergleichen Sie sie mit der Liste Ihrer Veröffentlichungen. Dann werden Sie vielleicht einen Unterschied in der Qualifikation entdecken. Ihre Interpretationskünste taugen nichts. Und sie merken es nicht einmal. – Die Bahn gehört dem Bund, und der Bund entscheidet letztlich, was gebaut wird. Wie Böttger zeigt, trifft der Bund gelegentlich Entscheidungen, die "weder den Bahn-Kunden noch dem Unternehmen viel bringen". Wenn Sie das "etwas seltsam" finden, sind Sie gar nicht so weit von Böttgers Einschätzung entfernt. Seltsam ist eher, dass Sie das dann als "Quatsch" bezeichnen. – Von der Neubaustrecke war überhaupt nicht die Rede. Warum Sie sie anführen, ist unerklärlich. Es geht in Böttgers Text nicht umd das, was realisiert werden könnte, sondern um das, was realisiert wird.

"Von der Neubaustrecke war überhaupt nicht die Rede.": Da fragt man sich dann einmal mehr, warum Sie das unter einem Artikel zur NBS kommentierten? -- "Bahn gehört dem Bund, und der Bund entscheidet letztlich, was gebaut wird." Das ist falsch. Für "eigenwirtschaftliche Projekte der Bahn" entscheidet das die Geschäftsführung der Bahn. Und Sie werden es nicht glauben, aber eine lange Publikationsliste bewahrt tatsächlich niemanden davor, auch mal Quatsch von sich zu geben. ___________________________________________________________________________________________ Das einzige passable Mittel, das der Bund hat um Einfluss auf die Fertigstellung von S21 zu nehmen ist die Finanzierung der NBS. Wenn jemand unterstellt, dass S21 vom Bund gegen den Willen der Bahn ("das Unternehmen") gefördert wird, so kann er damit ja eigentlich nur meinen, dass der Bund die NBS nur finanziert, um die Fertigstellung von S21 voranzutreiben, denn andere Einflussmittel hatte der Bund nicht (außer natürlich, S21 selbst in den dringlichen Bedarf aufzunehmen und selbst zu finanzieren, was aber ja nicht der Fall ist). Und das wiederum würde nur Sinn machen, wenn die Bahn ohne S21 die NBS nicht sinnreich nutzen könnte: etwas, was viele S21-Gegner in der Vergangenheit immer abgestritten hatten. Als Beleg könnte die >>Gemeinsame Erklärung zur Realisierung der Projekte "Stuttgart 21" und "Wendlingen - Ulm"<< gelten, die ja vor der Finanzierungsvereinbahrung zur NBS mit dem Land abgeschlossen wurde: https://mvi.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mvi/intern/dateien/PDF/Stuttgart_21/Realisierungsvereinbarung_S21.pdf -- Das ist allerdings kein Beweis. Der Bund könnte auch neutral gegenüber der Einbindung in den Knoten Stuttgart gewesen sein, und lediglich sichergestellt haben wollen, dass diese Einbindung zeitgleich erfolgt. ________________________________________________________________________________________ Und noch einmal: Warum zitierten Sie das hier? Was wollten Sie uns mitteilen?

Sie machen viele unnötige Worte. Eine kurze Antwort: Eine fehlende fehlende Publikationsliste bewahrt nicht davor, Quatsch zu schreiben. Die Publikationsliste aber wird im allgemeinen sehr wohl als Referenz angesehen – z.B. bei Bewerbungen auf Professorenstellen. ––– Dass der Bund etwas "gegen den Willen der Bahn" umsetzt, hat Böttger nicht geschrieben. Das unterstellen Sie, weil Sie sonst keine Entgegnung haben. Dass die Neubaustrecke und S 21 zusammengehören, muss nicht diskutiert werden. S 21 funktioniert nicht ohne Neubaustrecke – im Gegensatz zum bestehenden Hbf. Das und nichts anderes behaupten S 21-Kritiker. Zu S 21 schreibt Böttger: "Stuttgart 21 kann mit viel Mühe vielleicht noch als Entwicklungsprojekt für die Stadt Stuttgart interpretiert werden, mehr aber auch nicht." Das aus dem Munde eines ausgewiesenen Fachmanns ist schon bemerkenswert, finde ich.

Mein ausführliche Antwort hat die StZ leider nicht veröffentlicht: ich beschränke mich daher auf die nochmalige Nachfrage, warum Sie das oben überhaupt unter diesem Artikel zu NBS zitierten, wenn es nun nichts damit zu tun haben soll?

"wenn es nun nichts damit zu tun haben soll": Wie kommen Sie darauf? Oben steht das Gegenteil.

Ich weiß ja, dass Sie es nicht so mit Logik haben, aber dennoch ein allerletzter Versuch: mit "es" waren die Aussagen von Böttger gemeint. Ich kann immer noch nicht erkennen, dass diese Aussagen einen anderen Bezug zur NBS haben könnten, als die von mir geschilderte Unterstellung, der BUND würde die NBS nur finanzieren, damit die Bahn S21 realisiert. Ihre Behauptung "S 21 funktioniert nicht ohne Neubaustrecke – im Gegensatz zum bestehenden Hbf. Das und nichts anderes behaupten S 21-Kritiker." hat weder was mit den zitierten Aussagen Böttgers zu tun, und ist außerdem falsch. Viele S21-Gegner behaupteten sehr wohl darüber hinaus, die NBS könne auch an den Hbf angeschlossen werden. Zuletzt noch berief sich oben der Herr Renz darauf. ________________________________________________________________________________________ Zum Quatsch von Böttgers noch ein letztes: E schreibt "im Bundesverkehrswegeplan sind die vordringlichen Projekte aufgelistet", und reiht später "den Bahnhof Stuttgart 21" darin ein. Das ist und bleibt falsch. Im BVWP steht die NBS/ABS Stuttgart - Wendlingen - Ulm - Augsburg", und NICHT der "Bahnhof Stuttgart 21".

Sie Irrten: S21 ist von der Neubaustrecke abhängig, aber nicht umgekehrt. Im übrigen sehen gerade Sie die Neubaustrecke ebenfalls getrennt von S21 oder wurde etwa das Milliardenloch in die Wirtschaftlichkeitsbewertung mit einbezogen?

Herr Spitzer: Sie irrten, denn ich irrte nicht, da ich dazu gar keine Aussagen getroffen habe. Ich habe lediglich Herrn Schulze erläutert, was daraus folgen würde, wenn man den von mir als "Quatsch" bezeichneten Aussagen von Prof. Böttger folgen täte.

Irren: "Sie irrten, denn ich irrte nicht.." Herrlich, einfach herrlich Herr Ostermann.

Brandaktuell: Wie immer sind die Gegner auf dem aktuellsten Stand - der Zeit-Artikel ist mittlerweile 5 Jahre alt und hat keinerlei Bedeutung.

Die Planungen für S 21 sind noch älter: Haben sie deshalb keine Bedeutung? Seit wann ist das Alter einer Aussage ein Maßstab für ihre Gültigkeit? Um S 21 zu retten, erfinden Sie neue Maßstäbe, Herr Paul Peter! Aber was bleibt den S 21-Fans denn anderes übrig?

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