Stuttgart 21 Stadtbahn muss Platz machen

Von Wolfgang Schulz-Braunschmidt 

Um Platz für den neuen Stuttgarter Tiefbahnhof und den Fernzugtunnel zu schaffen, müssen Stadtbahnröhren tiefer oder höher gelegt werden.

Um Platz für den neuen Tiefbahnhof und den Fernzugtunnel zu schaffen, müssen zuvor Stadtbahnröhren tiefer oder höher gelegt und die Haltestelle Staatsgalerie neu gebaut werden. Foto: Zweygarth
Um Platz für den neuen Tiefbahnhof und den Fernzugtunnel zu schaffen, müssen zuvor Stadtbahnröhren tiefer oder höher gelegt und die Haltestelle Staatsgalerie neu gebaut werden.Foto: Zweygarth
Stuttgart - Die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) und die Bahn haben sich offenbar vor wenigen Tagen nach schwierigen Verhandlungen im Wesentlichen über die für Stuttgart 21 notwendigen Umbauten im Stadtbahnsystem in der Innenstadt geeinigt. Die vor über einem Jahr begonnenen Gespräche über die sogenannte Kreuzungsvereinbarung galten wegen der weit auseinanderliegenden Vorstellungen der beiden Verhandlungspartner als kompliziert und schwierig.

Um Platz für den neuen Tiefbahnhof und den Fernzugtunnel zu schaffen, müssen zuvor Stadtbahnröhren tiefer oder höher gelegt und die Haltestelle Staatsgalerie neu gebaut werden. Bei der Station Türlenstraße genügt ein Umbau. Die Kosten dieser Folgemaßnahmen von Stuttgart 21 liegen bei 132 Millionen Euro, das gesamte Schienenprojekt soll nicht mehr als 4,5 Milliarden Euro kosten.

Um den Tiefbahnhof später ohne Probleme an den Fernbahntunnel anschließen zu können, muss der Stadtbahntunnel in der Heilbronner Straße zwischen dem Arnulf-Klett-Platz und der Haltestellen Türlenstraße tiefergelegt und bergwärts gerückt werden. Die Verlegung der Stadtbahnröhren ist die Voraussetzung dafür, dass der Fernbahntunnel parallel dazu bergmännisch durch den Kriegsberg getrieben werden kann.

Etwas anders sieht es im Bereich der Willy-Brandt-Straße aus: Hier müssen die Röhren mit den Stadtbahngleisen angehoben werden, um Platz für die später darunter durchfahrenden Fernzüge zu schaffen. Außerdem muss die Haltestelle Staatsgalerie erneuert werden. Der Neubau wird höher liegen und etwas näher an den Schlossgarten rücken.

Nach Informationen der StZ haben sich SSB und Bahn über "wesentliche Knackpunkte" geeinigt. Als abgemacht gilt, dass die SSB für den Umbau verantwortlich sind. Auch bei den Baukosten für die neue Haltestelle Staatsgalerie soll eine Einigung erzielt worden sein. Die Gespräche erwiesen sich als kompliziert, weil die Röhren der Stadt- und der Fernbahn zum Teil direkt über- oder untereinander liegen. "Es musste geklärt werden, wer welchen Anteil am Beton bezahlt", heißt es.

Die SSB müssen aber kein Kostenrisiko bei den Umbaumaßnahmen übernehmen. Damit hat sich die städtische Nahverkehrstochter in einem für sie zentralen Punkt durchgesetzt. "Wir wollen bauen, aber keinen Risikobeitrag übernehmen", hatte die SSB-Chefetage stets betont. Von dort war am Freitag keine Stellungnahme zu erhalten. "Darüber liegen uns noch keine Informationen vor", hieß es auch im S-21-Kommunikationsbüro der Bahn.
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22 KommentareKommentar schreiben

@Jakutzi: die einzigen die die Welt sich 'zurechtbiegen' sind die S21 Befürworter: 'Neiiiiiiiiiiiiiiiiin, Stuttgart 21 wird NICHT teurer und Herr Grube schenkt uns einen Bahnhof. Ui, toll, vielleicht gibts zur Einweihung auch ein paar bunte Luftballons und dann haben wir uns alle ganz doll lieb und können einen Latte Machiato zusammen trinken'

Ich will das als SSB-Kunde nicht bezahlen!: ch bin seit mehreren Jahren Kunde der SSB und bezahle den Ticketpreis gerne dafür, denn überwiegend funktioniert der Service blendend. Womit ich aber überhaupt nicht einverstanden bin, ist die Übernahme jeglicher Kosten für Stuttgart 21 durch die SSB! Ich bin gespannt, welche 'Knackpunkte' da mit der Bahn verhandelt wurden. Sollte Stuttgart 21 aus den Mitteln der SSB querfinanziert werden, dann wäre das ein Skandal, denn wenn die Bahn die Haltestellen Staatsgalerie und Arnulff-Klett-Platz umbauen muss für ihr Projekt, dann soll das auch bitte sie bezahlen und nicht den Haushalt der Stadt Stuttgart übers Hintertürchen noch stärker damit belasten. Die Verhandlungs-Ergebnisse und -'Knackpunkte' müssen daher sofort veröffentlicht werden.

SSB & S'21: Auf, SSB! 'Lao di it vo dene Lompa beir'a Baah lompa! Sell Koschde kennetse SELBSCHD bleche.' Denn schließlich ist es ein Projekt der S'21-Mafia, die dem Steuerzahler die letzte Kohle aushackt. Und: Es reicht wahrlich, was wir von 'Innenstadt' von der Strampe aus sehen: Nix! Vororte Süd bis NW:? Kaum Annäherung, rrrsssch runter in den Tunnel! Ergötzlich! Und die (S)-Bahn? Kaum das Gleisvorfeld noch nicht mal ganz verlassen, saugt Freund Tunnel die Linie(n) bis Österfeld ein. Stinklangweilig vom Job (Uni) hoem (Stöckach). Es wird Zeit, wenn der Horror '21 endlich vorbei ist und die SSB nicht mehr verlegen muß, daß auch in der Innenstadt Auto und Stadtbahn Tunnel tauschen: Autos runter, Stadtbahn rauf! Samstag für Weitblick...Salem!

söaldfösdal: Um die hässlichen Haltestellen entlang der U1 wäre es mir zwar nicht schade, aber dafür um den Rest der Stadt.

@ jakutzi: Wie wäre es, wenn Sie zur Abwechslung mal einen Beitrag mit Informationsgehalt reinstellen würden. Es sind in diesem Thread einige Fragen gestellt worden. Versuchen Sie doch wenigstens mal, eine einzige zu beantworten.

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