Stuttgart 21 und das Rosensteinviertel Kritik an Kuhns Vorstoß

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Die Stuttgart-21-Gegner halten es für voreilig, dass der Oberbürgermeister Kuhn eine Bürgerbeteiligung für das Rosensteinviertel macht. Sie glauben, dass die Gleise noch gebraucht werden.

Das Gleisvorfeld des Kopfbahnhofs in Stuttgart Foto: dpa
Das Gleisvorfeld des Kopfbahnhofs in StuttgartFoto: dpa

Stuttgart - Der Plan des Oberbürgermeisters Fritz Kuhn (Grüne), im kommenden Jahr mit einer Bürgerbeteiligung für das Rosensteinviertel zu beginnen, wird von S-21-Gegnern scharf kritisiert. „Kuhn jagt einem Phantom oder einer Fata Morgana nach“, sagte Matthias von Herrmann, der Sprecher der Parkschützer, auf einer Pressekonferenz am Montag. Kuhn hatte in einem StZ-Interview angekündigt, in einem breit angelegten Beteiligungsprozess Ideen für das durch die Tieferlegung des Hauptbahnhofs frei werdende Gelände zu sammeln und dies unter Umständen in eine Internationale Bauausstellung im Jahr 2027 münden zu lassen.

Der Oberbürgermeister blende völlig aus, dass es noch gar keine Genehmigung für die Stilllegung des Gleisvorfelds und des Kopfbahnhofs gebe, kritisierte der Bahn-Experte Professor Karl-Dieter Bodack, der am Abend auf der 247. Montagsdemo sprach. Seiner Information nach werde auch ein Gesetzesentwurf, mit dem die Stilllegung vereinfacht werden sollte, vom Bundesverkehrsministerium nicht mehr weiterverfolgt. „Diese Lex S 21 wird wohl begraben“, sagte Bodack. Eine Bestätigung war in Berlin dafür nicht zu bekommen.

Bahn-Experte Bodack: Lex S 21 kommt vermutlich nicht

Mit der Änderung sollte dem Wunsch der Bundesländer entsprochen werden, einzelne Gleise leichter entwidmen zu können, das Ministerium dehnte dies auf Infrastruktureinrichtungen aus und nannte explizit den Ersatz eines Kopf- durch einen Durchgangsbahnhof, wie die StZ berichtet hatte. Gegen die Änderung hatten sich mehrere Landesverkehrsminister, darunter auch Winfried Hermann (Grüne) aus Baden-Württemberg , ausgesprochen. Unabhängig davon, ob die Änderung komme oder nicht, bestätige das Vorgehen, dass zumindest in Berlin rechtliche Probleme bei der Stilllegung erwartet werden, sagte Bodack. Eisenbahnanlagen müssten erhalten werden, wenn andere Nutzer sie weiter betreiben wollten. Vor dem Verwaltungsgericht ist ein Verfahren anhängig, das von der Stuttgarter Netz AG angestrengt wurde, zu deren Aktionären auch Bodack gehört. In den nächsten Monaten müsse das Gericht entscheiden, ob die Stilllegung schon jetzt von der Bahn zu beantragen sei. Nach Ansicht Bodacks, der sich auf zwei Gerichtsurteile und eine Einschätzung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags beruft, müsse Eisenbahnbetrieb stattfinden können, wenn es dafür Interesse gebe. „Eine anderweitige Nutzung ist dann ausgeschlossen“, sagte er. Das gelte auch für Wohnungsbau und wenn das Areal schon im Besitz der Stadt sei wie bei S 21.

Für die Bahn ist es ein Umbau, keine Stilllegung

Bei der Bahn sieht man die Lage anders. Der Projektsprecher Wolfgang Dietrich sprach zuletzt von „gezielter Berichterstattung einzelner Medien, die bereits früher widerlegte Thesen aufleben ließen“. Es handle sich in Stuttgart nicht um eine Stilllegung, sondern um den Umbau eines Bahnhofs. Deshalb bestehe für die alten Gleise kein eisenbahnbetriebliches Verkehrsbedürfnis mehr. Formal könne der Rückbau der Gleise erst beantragt werden, wenn der neue Bahnhof Ende 2021 fertig sei. Dies sei mit der Stadt so vereinbart.

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79 KommentareKommentar schreiben

STÜTZEN: Würden zum Beispiel, zwischen den Gleisen Betonstützen (10 Meter hoch) gebaut. Darauf eine Betonplattform. Die wiederum kann als Park, Freizeitgelände, Bebaut oder sonst wie benutzt werden. Ob dann das Gleisbett bleibt, reduziert wird oder ganz abgebaut wird. Egal. So würde die Fläche genutzt. Sieht Gut aus.... oder ? Hat jemand eine bessere Idee??

überdeckelte Gleise = Stuttgart 21?: Die Idee einer über-deckelten Haltestation-21 scheint nicht wirklich neu zu sein. Siehe Stuttgart-21. Ob diese geplante Betonplattform-21 denn auch tatsächlich als Platz / Park oder Freizeitgelände (= öffentlicher "Raum zum Verweilen") nutzbar sein wird - bleibt aber abzuwarten.

Leider interessiert meine Meinung niemand... anderer seits ...: Wer da was bauen würde- ich wäre für Park mit Cafes und so - aber wie schon gesagt : Meine Meinung interessiert nicht .

ja ich: fragen sie mal einen tragwerksplaner wie dick 10 m hohe stützen werden und ob die noch zwischen die gleise passen. und ob das besser aussieht als das heutige gleisfeld ist auch noch die frage. und wie kommt man dort hoch?

NUR eine IDEE: Brückenpfeiler die zig Meter hoch sind, wie dick sind die ?? ?? Ich weiss es nicht aber es ist auch kein ausgefeiltes Projekt sondern nur eine Idee. Wie man dort hochkommt? Vielleicht mit Treppe- Aufzug, Rolltreppe oder Rad und Fussweg ??Wenn das Gleisbett überbaut wäre, kann unten "Irgendwann"- "irgendwas" gemacht werden. 10 Meter hoch - ich habe mal einfach eine Zahl genommen, dass nachher nicht ein paar Zentimeter fehlen. VG G.

und keine ganz schlechte Idee: wie ich finde. Allerdings dürfte das bei den Gegnern auf die übliche Ablehnung in Sachen Brandschutz etc. stoßen. Im Prinzip würde man damit ebenfalls eine unterirdische Station erschaffen. Nur halt zwei Etagen höher. Nachteil wäre auch, dass die für K21 angedachten weiteren Stockwerke an Überwerfungsbauten dann nicht mehr realisierbar wären. Somit könnte das Konzept auch verkehrstechnisch noch weniger mit S21 konkurrieren. So charmant diese Idee auch ist, denke ich, dass sie zur jetzigen Umsetzung doch eher Nachteile hätte.

Der Brandschutz ist in Hinsicht auf die geänderten : und zwar genau so, wie es auch weltweit in wesentlich umfangreicheren und längeren Gewerken üblich ist. --- Der Tunnelbau muss in Stuttgart nicht neu erfunden werden, dass können unsere Nachbarländer wie auch im speziellen die skandinavischen Länder besser. --- Da bestehen mal richtig lange Tunnel, mit den angesprochenen Notfalleinrichtungen ( deren Sicherheitsbewusstsein ist ebenfalls sehr ausgeprägt ). --- Ergo brauchts hier halt noch Zeit, um die Planänderungen in unser Stuttgart 21 einzuarbeiten.

nachträgliche Sicherheits-Standards-21 wären unbezahlbar: nachträgliche Sicherheits-Standards-21 wären unbezahlbar +++ ..., da bereits zum jetzigen Zeitpunkt der aktuell angedachte Finanzierungs-Rahmen-21 nicht mehr finanziell absicherbar ist. Übrigens: wenn schon lange Tunnel, dann nur energetisch Sinn machende Basistunnel. >> dass können (in der Tat) unsere Nachbarländer wie auch im speziellen die skandinavischen Länder besser. << __________________________________________________________________________________ Schwachsinn-21: Täglich 88 Züge sinnlos über den Stuttgarter Fernsehturm und das Ulmer Münster lupfen? +++ http://www.parkschuetzer.de/assets/statements/177991/original/S21_will_hoch_hinaus.jpg?1416078879

Immer noch keine echten Argumente?: Wenn man dem Link folgt, so wundert man sich, dass die lautesten Gegner auch 4 Jahre nach der Schlichtung entweder weiterhin Null Ahnung von dem Projekt haben, oder aber bewusst die Unwahrheit schreiben. Denn erstens wird es keine Express-S-Bahn in 18 Minuten schaffen (Die RB schafft Stg-Hbf nach Böblingen in 20 Minuten, und die S-Bahn braucht von Stg-Vaihingen bis zum Flughafen heute schon 3 Minuten länger als nach Böblingen!), zweitens kann man mit S21 für den gleichen Preis wie dem der S-Bahn auch mit Regionalzügen in 8 Minuten zum Flughafen fahren, und drittens wäre die "große Wendlinger Kurve" ebenso wie die kleine eine Verbindungskurve zwischen Flughafenstrecke und Tübingen, und nicht zwischen NBS Wendlingen-Ulm und Plochingen! Und die Filderplanung samt Flughafenhalt kostet auch nicht 6,8 Mrd Euro, sondern nur etwa 1/10 davon. Um nur mal die gröbsten falschen Behauptungen zu erwähnen, mit Feinheiten wie dem Gesetz der "Energieerhaltung" will ich hier gar nicht erst anfangen...

---: Herr Ostermann, wie man sich irren kann: S21 mit seinen vielen Tunneln wurde ja WEGEN DEM FLUGHAFENANSCHLUSS hauptsächlich so geplant und soll entsprechend nach heutiger Planung insgesamt 6,8 Mrd kosten. Ohne diesen Flughafenanschluss würde es nämlich zunächst genügen, für die paar Meneken, welche von der Gäubahn her zum Flughafen reisen wollen, den Halt S-Vaihingen für alle Reisezüge zu ertüchtigen, um ein einmaliges Umsteigen zu ermöglichen. Über Filderstadt hinaus über Wendlingen bis Plochingen würde ein S-Bahn-Ringschluß für eine schnelle Umsteigeverbindung aus dem Raum Reutlingen und Göppingen sorgen. Der Hbf in Stgt könnte wesentlich entlastet werden. Der bei S21 wie auch bei K20 vorgesehene S-Bahn-Tunnel zwischen Cannstatt und gepl. Halt Mittnachstraße wäre vorzuziehen, um die beiden Trassen von Cannstatt zum Kopfbahnhof zu entlasten. Sobald die vorgeschlagenen Varianten in Betrieb wären, würde man schnell feststellen, wie überflüssig S21 ist. ... Welchen Sinn macht es, wegen einem scheinbar schnellen Anschluß zum Flughafen 6,8 Mrd (plus X) zu vergraben für eine unbekannte Anzahl von Reisenden, deren Prognosezahlen nicht mal bekannt sind (lt. Aussage auf der Erörterung ist die Bahn auch nicht willens, solche eine Erhebung durchzuführen!)? ... Die o. g. Maßnahmen sind erheblich kostengünstiger und lassen den Wegfall einer für wenige Reisende schnellen Verbindung nicht weiters ins Gewicht fallen. Denken Sie dran: Stuttgarts Flughafen liegt mit 27 Minuten immer noch zeitlich näher zu Stuttgart Hbf als der Münchener Flughafen mit einer dreiviertel Stunde zu München Hbf. Weiter ist zu bedenken: Ein K20 läßt sich anpassen, Zulaufstrecken können erweitert werden, K20 funktioniert mit oder ohne NBS, S21 dagegen ist von der Fertigstellung der NBS abhängig, S21 wird "eingesargt", kommt ein Deckel drauf und das war's, Änderungen oder Ergänzungen nur noch mit Milliarden-Aufwand möglich. Obendrein können nachweislich nicht mehr als 32 Züge abgewickelt werden. --- Oben bleiben!

Zum Großteil Quatsch: "Herr Ostermann, wie man sich irren kann: S21 mit seinen vielen Tunneln wurde ja WEGEN DEM FLUGHAFENANSCHLUSS hauptsächlich so geplant und soll entsprechend nach heutiger Planung insgesamt 6,8 Mrd kosten." Na, wenigstens schreiben Sie gleich dazu, dass Sie sich irren. S21 wurde so geplant, um den überlasteten Kopfbahnhof durch einen leistungsfähigeren Durchgangsbahnhof an gleicher Stelle ersetzen zu können, und gleichzeitig eine NBS Stuttgart-Wendlingen zu realisieren. Sowohl Tiefbahnhof, als auch Fildertunnel (oder ein ähnlicher Tunnel an anderer Stelle) sind für diese Ziele bereits unabdingbar. Die Tunnel des Ringverkehrs haben damit und eher mit Lärmschutz als mit dem Flughafenanschluß zu tun. Das kommt mehr als i-Tüpfelchen oben drauf, ebenso wie die frei werdenden Flächen. S21 wird deswegen ja auch als Synergieprojekt bezeichnet. ________________ Wie üblich gilt: Wenn keine Dritten danach fragen, werde ich nicht weiter Zeit verschwenden, um Ihnen was zu erklären, was den meisten eh klar ist. ____________________ Ach so, da Sie es nicht ansprachen: Dass die 18-Minuten für die Express-S-Bahn unrealistisch sind, dass man mit S21 auch in 8-Minuten mit Regionalzügen mindestens im 30 Minuten-Takt zum S-Bahn-Preis zum Flughafen kommen wird, und dass die "große Wendlinger Kurve" nicht die Verbindung von Plochingen zur NBS Stuttgart-Wendlingen dar stellt, ist ihnen schon klar? Mit anderen Worten, dass auf dem Plakat von Gebhardt zum größten Teil Quatsch steht, was die Kernaussage meines Kommentars war, bestreiten Sie gar nicht?

Die gesetzliche Lage: Mit "Stuttgart 21" soll die Anlage und der Betrieb eines Bahnhofs eingestellt werden, und die Anlagen des Bahnhofs und der Zulaufgleise abgebaut und durch anders verlaufende Gleise und einen anderen Bahnhof ersetzt werden. Damit sind alle Voraussetzungen des §11 Allg. Eisenbahngesetz erfüllt. Daher ist es der Bahn gesetzlich verboten, die Gleise abzubauen, ohne den Weiterbetrieb anderen Unternehmen anzubieten. _________ Interessenten für den Weiterbetrieb des Kopfbahnhofs gibt es zuhauf in Form der Privatbahnen, die der DB AG natürlich nur lästige Konkurrenz sind. Aber so sind nun mal die Gesetze. Diese machen Sinn, weil sie die Öffentlichkeit vor der willkürlichen Beseitigung von Bahninfrastruktur schützen. Zudem ist Konkurrenz gesund und belebt schon immer das Geschäft - hier einmal mehr im Interesse der Öffentlichkeit, der Bahnfahrer und der Steuerzahler. _________ Da die Privatbahnen den Weiterbetrieb durchführen wollen und werden, werden auch keine Grundstücke frei. Es wird also kein neues Rosensteinquartier geben, und auch keine Gelder aus den Grundstücksgeschäften zur Refinanzierung von "S21". Das Luftschloss "Stuttgart 21" wird also nie zu Ende gebaut werden können, weil es niemand bezahlen kann und will.

Das ist ein anderes Thema: "Die gesetzliche Lage: Mit "Stuttgart 21" soll die Anlage und der Betrieb eines Bahnhofs eingestellt werden, und die Anlagen des Bahnhofs und der Zulaufgleise abgebaut und durch anders verlaufende Gleise und einen anderen Bahnhof ersetzt werden. Damit sind alle Voraussetzungen des §11 Allg. Eisenbahngesetz erfüllt. Daher ist es der Bahn gesetzlich verboten, die Gleise abzubauen, ohne den Weiterbetrieb anderen Unternehmen anzubieten." Sicher, für die Gäubahn und Westbahnhof trifft das zu. Nur die will die Netz AG ja gar nicht. Sondern den Hbf, der aber nicht stillgelegt wird, sondern nur umgebaut.

Stilllegung: Wollen Sie etwa behaupten, ein Betrieb mit Dieselloks im Tiefbahnhof wäre zulässig? Denn anderenfalls bedeutet Stuttgart 21 sehr wohl eine Stilllegung für Diesel betriebene Züge. Gleiches gilt für die Anzahl der Gleise. Davon wir die Hälfte stillgelegt oder wollen Sie behaupten der Tiefbahnhof hätte 16 Gleise?

@Florian Spitzer:: Eine Modernisierung von Bahnanlagen kann bedingen, dass nicht mehr die gleichen Fahrzeuge wie bisher unterstützt werden. Es gibt aber kein schützenswertes Verkehrsbedürfnis für bestimme Fahrzeugtypen, weswegen dies bei der anstehende Fragestellung keine Rolle spielt. Wäre z.B. der Kopfbahnhof für Diesel-Fahrzeuge nicht mehr zugänglich, weil der mangelnde Schutz der Fahgäste gegen die Abgase in den Bestandstunneln nicht mehr toleriert würde, so wäre das ebenso hinzunehmen. Letztlich sollen wir alle froh sein, wenn die Diesel-Stinker nicht mehr in die Innenstadt fahren...

Wegen der Gleiszahl: Der Durchgangsbahnhof hat bekanntlich trotz halber Bahnsteiggleiszahl eine deutlich höhere Leistung als der Kopfbahnhof, da er mehr Zulaufgleise bietet, auf denen weniger Fahrstraßenausschlüsse passieren. Die Gerichte beurteilen außerdem die "mehr als geringfügige Verringerung der Kapazität" anhand der tatsächlich Nachfrage. D.h. z.B., wenn irgendwo 4 Gleise liegen, dort aber nur zwei Züge pro Stunde her fahren (können), dann darf die Bahn da auch 2-3 Gleise zurückbauen, ohne das der §11 einschlägig würde. Im übrigen ist nach heutigem Stand nur die Einstellung des Betriebs eines Bahnhofs erfasst, nicht die Verringerung seiner Kapazität, denn der fragliche Abschnitt betrifft nur die Strecken. Erst die angebliche "Lex Stuttgart 21" würde das ändern, denn mit der Erweiterung auf "Service-Einrichtungen" wären wohl auch Bahnhöfe erfasst. Das ist ja das Lustige: Hätten die Gegner mit der Behauptung recht, Stuttgart 21 wäre ein Kapazitätsrückbau, würde ihnen die "Lex S21" sogar helfen!

---: Herr Ostermann, man sieht immer wieder, wie Sie mit unbelegten Behauptungen blenden wollen. Zunächst mal kann der gepl. Tiefbahnhof mit seinen 8 Gleisen nicht mehr Leistung erbringen als der Kopfbahnhof mit 16 Gleisen. Eine Mehrleistung eines Durchgangsbahnhof gegenüber dem Kopfbahnhof ist mit dem Faktor 1,4 verknüpft. Also würde man beim Tiefbahnhof 12 Gleise benötigen, um in etwa an die Kapazität des Kopfbahnhofs heranzukommen. Tatsächlich bestückt man ihn bekanntlich nur mit 8 Gleisen. Und da passen eben nur 32 Züge drauf. ... Und noch so ein Irrtum von Herrn Ostermann: Die Zulaufgleise zum Kopfbahnhof werden mittels den Überwerfungen so aufgeteilt, daß ein Großteil von Fahrstrassenausschlüsse vermieden werden kann. Obendrein können mit kleinem Aufwand auch Ausschlüsse durch Gegenverkehrskreuzungen an den wichtigsten Kopfbahnhofgleisen aufgehoben werden. Im gepl. Tiefbahnhof sind ja im Gleisbereich der Einfahrt wie auch Ausfahrt mehr als 20 Fahrausschlüsse vorprogrammiert. Auch wenn es der innigste Wunsch der S21-Pro-Aktivisten ist, die Züge fahren im Tiefbahnhof eben nicht immer gradaus. ... Über Lex 21 ist nicht mehr viel zu erwähnen, man kennt den Inhalt und das Ziel. Wie schon mehrfach festgestellt, ist die Unfahrbahrkeit des Stresstests bewiesen, somit der Tiefbahnhof eben nur für 32 Züge per PFB und PSA ausgelegt, was zwangsweise zu einer Fortführung des Kopfbahnhofs führen wird, da S21 die erwartete Flut von Zügen niemals schaffen wird. --- Oben bleiben!

Besser erst komplett lesen, dann antworten: Bzgl. der nicht nutzbaren theoretischen Mehrkapazität der 16-gleisigen Kopfbahnsteiganlage hatte ich bereits geschrieben: "Die Gerichte beurteilen außerdem die "mehr als geringfügige Verringerung der Kapazität" anhand der tatsächlich Nachfrage. D.h. z.B., wenn irgendwo 4 Gleise liegen, dort aber nur zwei Züge pro Stunde her fahren (können), dann darf die Bahn da auch 2-3 Gleise zurückbauen, ohne das der §11 einschlägig würde." ____ Außerdem wies ich darauf hin, dass nach der heutigen Gesetzeslage eine Kapazitätsverminderung des Bahnhofs eh nicht einschlägig wäre: "Im übrigen ist nach heutigem Stand nur die Einstellung des Betriebs eines Bahnhofs erfasst, nicht die Verringerung seiner Kapazität, denn der fragliche Abschnitt betrifft nur die Strecken." Was nun Belege anbelangt, so hilft zum einen googeln von "§11 AEG". Einblick in die Rechtsprechung gewärt z.B. dieses Urteil zum Bahnhof Sulingen: http://www.rechtsprechung.niedersachsen.de/jportal/portal/page/bsndprod.psml?doc.id=MWRE130002857&st=null&showdoccase=1&paramfromHL=true#focuspoint ________________________ Mehr habe ich zu dem Thema nicht beizutragen.

Gerke: Das Bundesverwaltungsgericht hat jetzt anders entschieden.

---: Nun ja, wenn die SNAG die Gäubahn nicht befahren will (was aber nicht ganz realistisch sein wird, nur auf dem Gleisfeld Eisenbahn spielen und dort hin und her fahren wäre selbstverständlich zu billig!), können das andere Eisenbahnunternehmungen wie SBB oder gar SSB genauso tun. Wer will es ihnen verbieten, wenn sie die verbliebene Infrastruktur mit ihren Fahrzeugen befahren können?

Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt: Erst wollen die Gegner mehr Bürgerbeteiligung, jetzt wehren sie sich dagegen. Was soll denn das? Als ob eine SNAG Interesse an einem 16-gleisigen Sackbahnhof vortäuschen könnte. Selbst wenn diese Organisation von Spendengeldern der Gegner betrieben würde, ist ein Betrieb mit rußigen Dieselfahrzeugen in der Stadt absoluter Unsinn. Es ist gut und wichtig, jetzt schon Konzepte für das Rosensteinviertel zu entwickeln, sonst besteht nach dem Abriss der Gleisanlagen eine Brache, die unnötig lange besteht. Lieber jetzt planen, statt zukünftig zum trödeln gezwungen zu sein. Die S21 Gegner sollten hier aus eigenen Fehlern lernen: Da S21 frühzeitig geplant wurde, wird es jetzt umgesetzt. K21 hingegen ist jahrelang umhergedümpelt, bis es schließlich halbgar und überhastet aus der Schublade gezogen wurde. Kein Wunder, dass sich dafür keine Mehrheit finden konnte.

Problem beschrieben aber nicht erkannt:: "Da S21 frühzeitig geplant wurde, wird es jetzt umgesetzt." Das ist doch genau das Problem, zwischen Planung und Umsetzung sind viel zu viele Jahre vergangen. Man versucht jetzt ein veraltetes Konzept umzusetzen, das inzwischen nicht mehr zu aktuellen Anforderungen / Gesetzeslage (Brandschutz) passt, dadurch hat man jetzt viele Probleme, Verzögerungen und Zusatzkosten.

Monika Füller: Ach Frau Füller, Sie wissen zum wiederholten Male nix. Wird bei S21 eine Strecke oder ein Bahnhof dauerhaft eingestellt? Nein, weder ein Bahnhof noch eine Strecke. Also kommt § 11 nicht infrage.___________ Sie sollten sich auch schlau machen, was Taktzüge und was Verstärkerzüge sind. Der Durchgangsbahnhof kann locker 32 Taktzüge plus 17 Verstärkerzüge, macht also 49, wie mit dem Stresstest bewiesen. ____________ Alles Gefasel wegen Diskriminierung (lach) oder gar der SNAG (Witz) ist sowieso überflüssig.

das Thema mit der Streckenstillegung hatten wir schon, ich behaupte ja (Gäubahn), Sie nein. Lassen Sie das doch bitte die Gerichte abschließend klären und stellen bis dahin nicht immer Ihre Vermutungen als angebliche Fakten dar. Beim Stresstest wurde wenig bewiesen, z.B. die S-Bahnen wurden gar nicht richtig mit betrachtet, trotzdem kam man nicht zum besten Ergebnis.

Herr Maier: Was machen Sie eigentlich, wenn das von Bodack angerufene Gericht genau zu diesem von PP (und auch mir) vertretenen Ergebnis kommt? Dass es eben keine Stillegung iSv § 11 AEG ist, sondern -nur- ein Umbau? Akzeptieren oder ignorieren Sie dann die Ihnen nicht passende Meinung des Gerichts? Akzeptieren wäre für S21-Gegner mal wirklich neu und auch verblüffend.

---: Herr Krause, klar, warten wir es ab. Wenn der Klageprozeß durch alle Instanzen gehen sollte, vergehen bestimmt 10 Jahre. Bis dahin ist für S21 das Geld ausgegangen und auch schon an geologischen Schwierigkeiten gescheitert, dann ist auch diese Klage hinfällig. ... Schon alleine wegen dem erwiesenen Kapazitätsrückbau muß der Kopfbahnhof so oder so weiterbetrieben werden. Im Prinzip also egal, wie solch ein Endurteil ausgeht. Somit ein Grund mehr, gelassen zu bleiben und ... Oben zu bleiben!

Frau Müller: woher nehmen Sie den Zeithorizont? Ich denke, die Klage ist schon beim VG anhängig. Hauptsacheverfahren dauern in Stuttgart im Schnitt 1 Jahr. Gehen wir weiter davon aus, dass das VG nicht von sich aus die Berufung zum VGH zuläßt, schließt sich vielleicht noch ein Zulassungsverfahren an, gehen wir weiter davon aus, dass der VGH die Berufung zuläßt, und dann die Berufung auch durchgeführt wird, dann sind wir bei roundabout 3 Jahren. Schlagen Sie vielleicht noch ein Jahr Zulassungsstreit beim BVerwG drauf, dann kommen Sie auf 4 Jahre. Und reiben Sie ruhig weiter an der Lampe "Kapazitätsrückbau", vielleicht kommt ja ein Geist raus...

Gelassen bleiben: - excellente Idee!

Erwin Kober: Das wird gerichtlich ohnehin in Leipzig entschieden und die Richter sind weit genug entfernt, dass Sie vielleicht im Geiste des Gesetzes entscheiden, statt Dietrichs Haarspaltereien zu folgen.

Gerichtsentscheidung letzte Instanz muss man dann akzeptieren. Aber bis dahin wie gesagt ist es nicht richtig wie Paul Peter Vermutungen als Tatsache darzustellen und die die anderer Meinung sind der Unwissenheit zu bezichtigen.

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