Stuttgart 21 Zankapfel "Filderbahnhof Plus"

Von SIR/dpa 

Beim Thema „Filderbahnhof Plus“ gehen die Meinungen von Koalition und Opposition deutlich auseinander. Ob noch Verbesserungen an dem fraktionsübergreifend kritisierten Ursprungskonzept möglich sind?

Verkehrsminister Winfried Hermann lehnt beim Thema Filderbahnhof Plus Nachverhandlungen mit der Bahn ab. (Archivfoto) Foto: dpa
Verkehrsminister Winfried Hermann lehnt beim Thema "Filderbahnhof Plus" Nachverhandlungen mit der Bahn ab. (Archivfoto)Foto: dpa

Stuttgart - Die CDU und FDP haben die Landesregierung aufgefordert, sich für eine Anbindung von Flughafen und Landesmesse an Stuttgart 21 durch den „Filderbahnhof Plus“ einzusetzen. Die von der Bahn zur Genehmigung vorgelegte Antragstrasse habe gravierende Mängel, sagte Thaddäus Kunzmann (CDU) am Mittwoch in Stuttgart. Er nannte neben langen Fußwegen die Doppelnutzung des S-Bahnhofs am Flughafen für S- und Gäubahn. Angesichts dessen mahnte er: „Was jetzt gebaut wird, hat für 50, 70 und noch mehr Jahre Bestand.“

Der Liberale Jochen Haußmann sagte, nach den Erkenntnisse aus dem gerade zu Ende gegangenen Erörterungsverfahren zum Filderbahnhof habe sich die Antragstrasse der Bahn als „noch gerade so fahrbar“ erwiesen. Die Landesregierung könne sich nicht aus der Verantwortung für eine zukunftsorientierte Schieneninfrastruktur am Stuttgarter Flughafen herausziehen. Sie müsse mit der Bauherrin Bahn über einen verbesserten Filderbahnhof verhandeln.

Minister Hermann und Grün-Rot lehnen Nachverhandlungen ab

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) lehnte dies wie die Fraktionen von Grünen und SPD rundweg ab. Immerhin erhalte die Bahn für Stuttgart 21 vom Land 930 Millionen plus 360 Millionen Euro vom Flughafen sowie 950 Millionen Euro Landesmittel für die Neubaustrecke nach Ulm. „Das ist genug“, sagte Hermann und fügte hinzu: „Dafür muss die Bahn in der Lage sein, einen ordentlichen Bahnhof hinzustellen (...).“ Sie habe sich schließlich verpflichtet, durch Stuttgart 21 den Nah- und Fernverkehr zu verbessern.

Der Konzern habe überdies lange genug Zeit gehabt, sich mit den Optimierungsmöglichkeiten zu befassen. Er sei aber mit einer völlig unveränderten Planung in das Genehmigungsverfahren gegangen. Hermann: „Wir sollen nun retten, was zuvor alles schief gelaufen ist.“ Auch Andreas Schwarz, Verkehrsexperte der Grünen, meinte: „Es ist nicht unsere Aufgabe, das Planungschaos der Bahn auszubaden.“

Die Variante „Filderbahnhof Plus“, der parallel zum bestehenden S-Bahn-Halt unter der Flughafenstraße gebaut werden könnte, kostet mit 760 Millionen Euro 224 Millionen Euro mehr als die bislang geplante Station. Dafür gibt es keine Finanziers. Die Antragstrasse ist bereits im Genehmigungsverfahren. Allein deshalb könne sich das Land politisch nicht einmischen, betonte Hermann. „Das ist Teil des Rechtsstaates.“ Die SPD-Fraktion zeigte sich gesprächsoffen, erwartet aber die Initiative von der Bahn.

Das Thema Filderanschluss wird auch im Lenkungskreis von Stuttgart 21 am kommenden Montag besprochen werden. Darin sind die Finanziers des bis zu 6,5 Milliarden Euro teuren Projektes zusammengeschlossen - Land, Bahn, Stadt Stuttgart und Verband Region Stuttgart.

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174 Kommentare Kommentar schreiben

herr spitzer: nein, er will ihnen nicht erklären, dass 48 größer ist als 52, er will ihnen die ganze zeit erklären, dass die 52% die nicht zur wahl gehen nicht zählen. sie haben ihre stimme - aus welchem grund auch immer verbrannt. die haben nichts zu melden. die sind untergegangen. die gibt es nicht.

Florian Spitzer: Herr Spitzer: 1. Frau Theissen hatte geschrieben: „es gingen über 48% zur abstimmung und die haben in großer mehrheit gegen das gesetz gestimmt“. Was bedeutet dieser Satz? Er bedeutet, dass 48 % der Wahlberechtigten zur Wahl gingen und dass die Mehrheit von diesen zur Wahl Gegangenen 48 % gegen das Kündigungs-Gesetz gestimmt haben. ____________ Lassen Sie sich in Zukunft von Ihrer Nichte vorlesen. ___________________ 2. Diejenigen, die ihre Stimme bei der VA nicht abgegeben haben (52 %) zählen laut unserer Landesverfassung zu den Befürwortern (in vorliegendem Fall von S21). Nun gibt es ein kleines Problem für Sie: Sie müssten unsere Verfassung kennen und – vor allem – sie verstehen. _______________ Möglicherweise werden Sie nun erkennen, weshalb Sie soviel „Beifall“ (Karikatur, Blamage) bekommen haben.

Knut Kruse, 11:20 Uhr: naja, ich bitte Sie! So schwer ist das nun wirklich nicht: 52% der Bevölkerung in Baden-Württemberg interessiert dieses Quatsprojekt nicht die Bohne oder sie lehnen diese verlogene Abstimmung evtl. sogar ganz ab. Und da 52 bekanntlich grösser ist als 48, ist das die Mehrheit, stellt diese Gruppe die Mehrheit der Bevölkerung Baden-Württembergs dar. Ich weiss ich weiss... Sie wollen mir jetzt erzählen, dass 48 größer als 52 ist. Ich kennen Ihre seltsamen Theorien bereits.

Florian Spitzer, 22:12 Uhr Michael Ostermann, 09:16 Uhr das müssen Sie schonmal an Ihre Kollegen Kruse und Moses richten... ich meine diese Sache mit dem verdrehen von Fakten. Widerlegen Sie doch meine Aussagen, wenn Sie es können.: Da sie hier meinen Namen auch erwähnen, antworte ich ihnen auch ! +++ Ihre Aussage mit mit der 48 % Wahlbeteiligung und dem unsinnigen Vergleich mit dem Fußballspiel, wiederlegt schon die Demokratische Grundordnung und seine Gesetze und Bestimmungen zum Thema Wahl und Wahlrecht im Bund und den Ländern ! ++ Lernt man eigentlich in der Schule, Herr Spitzer

Michael Ostermann, 09:16 Uhr: das müssen Sie schonmal an Ihre Kollegen Kruse und Moses richten... ich meine diese Sache mit dem verdrehen von Fakten. Widerlegen Sie doch meine Aussagen, wenn Sie es können. Wenn nicht, dann können Sie ja Ihre Dauernörgelei einfach bleiben lassen. Ihre Nebelkerzen bringen das Projektle nämlich auch keinen Millimeter weiter. Apropos...konnten Sie bisher alle Ihre Behaupten belegen?

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