Stuttgart-Botnang Das Tierheim ist in Existenznot

Von sig 

Das Stuttgarter Tierheim in Botnang hat anscheinend große finanzielle Probleme. „Unser Tierheim steht kurz vor dem finanziellen Aus“, schreiben die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Angelika Schmidt-Straube, und Tierheimleiterin Marion Wünn.

Das Stuttgarter Tierheim hat finanzielle Probleme. Foto: Achim Zweygarth
Das Stuttgarter Tierheim hat finanzielle Probleme.Foto: Achim Zweygarth

Stuttgart - Das Stuttgarter Tierheim in Botnang hat anscheinend große finanzielle Probleme. „Unser Tierheim steht kurz vor dem finanziellen Aus“, schreiben die erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Stuttgart, Angelika Schmidt-Straube, und die Tierheimleiterin Marion Wünn in ihrer Einladung zu einer Pressekonferenz, die für den kommenden Mittwoch angesetzt ist. „Die eisernen Reserven sind in Kürze aufgebraucht.“ Weitere Einzelheiten möchte die Tierheimleiterin Marion Wünn erst bei der Pressekonferenz bekannt geben.

„Landesweit lässt sich eine rückläufige Spendenbereitschaft beobachten“, sagt der Geschäftsführer des Tierschutzvereins im Tierheim Böblingen, Jürgen Baumann. Sein Tierheim stand vor wenigen Jahren ebenfalls vor dem Aus. „Wäre der Landkreis nicht eingesprungen, gäbe es uns nicht mehr“, sagt er. Und: Für Stuttgart wäre es katastrophal, wenn das Tierheim schlösse. Die Heime der Region könnten keine Tiere aus Stuttgart aufnehmen.

Am Donnerstag trafen sich Vertreter des Amts für öffentliche Ordnung mit der Vorsitzenden des Tierschutzvereins. Bei dem Termin gehe es jedoch nicht um die Finanzierung des Tierheims, hieß es bei der Stadt. Der Verein erhält jährlich rund 200 000 Euro von der Stadt, dieser Vertrag läuft noch bis zum 1. Januar 2015.

  Artikel teilen
18 KommentareKommentar schreiben

Missmanagement: Das Missmanagement und gezieltes Schuldenmachen ist bei vielen Tierheimen inzwischen Usus und seit dem berühmtesten Paradebeispiel TH München legendär. Das gezielte Schuldenmachen und "bankrottieren" hat leider Modell. Man möchte mehr Gelder, mehr Platz, mehr Bauten und mehr Mitarbeiter...sprich die Industrie "Tierschutz" immer weiter ausbreiten. Ein Ende der "furchtbaren" Zustände ist aber noch mit höheren Bezügen nicht in Sicht, stattdessen wird weiter an jeder Betriebswirtschaftlichkeit vorbei bewirtschaftet, bis die nächste Pleite ansteht. Für die wichtigen Dinge wie 24-Stunden Notdienst reicht es dann aber komischerweise noch nicht einmal beim größten Tierheim in München. Auch hier in Stuttgart sieht man die üblichen Probleme: -Absichtlich vollkommen utopische Vermittlungsanforderungen, um die Tiere möglichst lang zu behalten. -Unfreundliches Personal, mangelnde Effizienz und nicht vorhandener Vermittlungswillen -Der Wille in die Politik zu gehen und immer mehr, immer resourchenfressendere Projekte, deren Nutzen stark umstritten ist- Hauptsache öffentlichkeitswirksam, das scheint alles, was zählt -immer ausuferndere PR, das Tierheim als Platz des Social Networking und einer möglichst lauten, wichtigtuerischen öffentlichen Stimme. -Zweifelhafte und nicht in wenigen Fällen unglaublich teure OPsund Behandlungen, für die dann irgendein Sündenbock unfreiwillig aufkommen muss -Gezielte Panikmache und Hysterie, zweifelhafte, extrem reißerische und häufig unseriöse Geschichten über dubiose Tierquälereien in den örtlichen Zeitungen, die regelrechte Morddrohungen und Menschenjagden auslösen und dem Zweck dienen sollen, Spenden zu sammeln- und die Macht der "Tierschützer" gleich einmal zu demonstrieren -Die Kosten eines jeden Tierheimes könnte man durch eine effizientere Umgestaltung deutlich reduzieren und kürzen, OHNE dass Tiere darunter leiden müssten. Allen kann man nie helfen, aber das ist auch nicht im Sinne der Natur. Vermittlungen über private Stellen, wie es teilweise schon betrieben wird, würde einen großen Teil der Bürokratie wegfallen lassen- und plötzlich sackt der riesige Wasserkopf "Selbstverwaltung" eines Tierheims auch deutlich ab.

komische Unterstellungen: Ich bin schon erstaunt, wenn ich manche Kommentare lese. NABU und BUND haben mit Tierheimen nichts zu tun, sondern mit Lebensräumen, mit Wild-, nicht domestizierten Tieren. Bel letzteren muss das TH sich um die kümmern, die auf der Strecke bleiben, und das tut es - so weit ich es überblicke, sehr gut, und auch mit Informationen zur artgerechten Tierhaltung, erst recht als ein von einem Tierschutzverein geführtes Tierheim. Da gibt es dann wirklich - sinnvolle - Vermittlungsvoraussetzungen und geht es nicht nur darum, die Zahlen niedrig zuhalten und Tiere schnell wieder loszuwerden, sondern darum, auf gute Voraussetzungen zur Haltung zu achten - auch, dass die Tiere nicht gleich wieder zurückkommen (noch verstörter). Die Abgabe der Katzen neulich als PR-fake bezeichnen kann nur, wer Verschwörungstheorien liebt. Ich habe hinter sofort an eine vorher selbst Nottiere aufnehmende Tierfreundin vermutet, die mit ihren AUfnahmen nicht mehr klar kam und ihre Tierliebe in der veränderten Situation überfordert sah, und dürfte damit wohl richtig liegen und die Transportboxen gut erklären können. Auch deshalb sind finanziell ausreichend ausgestattete Tierheime nötig und wichtig, dass nicht alles an Privatleuten hängen bleibt. So ist zu hoffen, dass die Stadt Stuttgart nun eine angemessene Unterstützung bereitstellt.

Unmögliche Vorstellungen: Habe die Kommentare gelesen und kann dem leider nur zustimmen. Letztes Frühjahr musste ich meinen Hund einschläfern lassen und war im Herbst soweit einen neuen zu nehmen. Tierheim also mein erster Weg - doch Fehlanzeige. oooh eine Arbeitsstelle?? Das sieht schlecht aus!!! (nicht nur in Stuttgart!) Ja nee ist klar. So ein Hund sitzt lieber im Heim als ein paar Stunden am Tag allein zu sein. Ich hab meinen Traumhund in einem Heim in Nordfrankreich gefunden (DANKE, INTERNET!) - seit Oktober sind wir glücklich. Die deutschen Heime brauchen mich nicht mehr anbetteln. Wenn sie wenigstens Anrufe oder Mails beantworten würden... aber nichtmal das ist garantiert. Da fragt man sich wirklich ob sie die Tiere ernsthaft vermitteln wollen.

seit ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere: Lisale ist ein schönes Beispiel für die Sichtweise der Tierschützer. Ihr scheint es so viel sinnvoller fürs Tierheim zu Spenden als Kirchensteuer zu zahlen. Ich hoffe Lisale ist dann mal zufrieden wenn sie eines Tages von ihrer Katze gepflegt wird, die ist sicher viel zuverlässiger und liebevoller als irgendein Mensch.

Kommentar von Tierfreund: Hallo, ich kenne das Tierheim in Stuttgart-Botnang und ich finde, sie handeln richtig. Wie kann denn jemand eine Katze, einen Hund, etc. aufnehmen, der den ganzen Tag arbeitet und keine Zeit für die Tiere hat ??? Schon mal aus dem Aspekt gesehen ???? Ich denke eher, das andere Tierheim war "verantwortungsloser!" Sorry, aber nicht jeder sollte ein Tier haben !!!

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.