Stuttgart-Feuerbach Wegweiser für Kinder und Jugendliche

Von Georg Friedel 

Ein Stadtplan listet Spielplätze, Beratungsstellen, Kitas, Schulen, Vereine und Treffs in Stuttgart-Feuerbach auf.

Die stellvertretende Bezirksvorsteherin Susanne Ramp,  der ehemalige Jugendrat Markus Koch, Bezirksvorsteherin Andrea Klöber und Jugendrats-Betreuer Gert Dannenmann  (v.l.) bei der offiziellen Vorstellung des Kinder- und Jugendstadtplans Feuerbach. Foto: Georg Friedel
Die stellvertretende Bezirksvorsteherin Susanne Ramp, der ehemalige Jugendrat Markus Koch, Bezirksvorsteherin Andrea Klöber und Jugendrats-Betreuer Gert Dannenmann (v.l.) bei der offiziellen Vorstellung des Kinder- und Jugendstadtplans Feuerbach. Foto: Georg Friedel

Stuttgart-Feuerbach - Der Plan passt gefaltet in jede Hosentasche. Ein Griff, ein Blick und schon weiß man, was im Stadtbezirk läuft, besser gesagt: wo man hinlaufen muss, wenn man die passende Einrichtung im Bezirk sucht. Auf der Feuerbach-Karte sind die Kultur- und Bildungseinrichtungen, Bibliotheken, Kinder- und Jugendeinrichtungen eingezeichnet. Und das Ganze „gibt es in einer vernünftigen Größe“, wie Jugendrats-Betreuer Gert Dannenmann bei der offiziellen Vorstellung des Stadtplans am vergangenen Donnerstag im kleinen Saal des Bezirksrathauses Feuerbach betonte. Die Schulen in Feuerbach haben den Din-A2-großen Faltplan bereits zugeschickt bekommen, damit er möglichst „die jungen Leute als Zielgruppe erreicht“, sagte die stellvertretende Bezirksvorsteherin Susanne Ramp bei der Pressekonferenz. Auch die Leitungen der Kindertagesstätten seien bereits informiert und angeschrieben worden.

Auf der Rückseite des Plans finden sich Anschriften und Telefonnummern aller wichtigen Einrichtungen im Stadtbezirk, inklusive der jeweiligen Internetadresse, falls vorhanden. Insgesamt sind dort 92 verschiedene Adressen und Anlaufstellen aufgelistet, übersichtlich eingeteilt in verschiedene Kategorien wie „Kinderbetreuung“, „Kinder- und Jugendtreffs“, „Spiel- und Sportplätze“, „Rat und Hilfe“, „Sport und Hobby“, „Kultur und Bildung“ sowie „Schulen“ und „Kirchen“.

Der alte Plan stammt aus den 1970er Jahren

Für andere Stadtbezirke im Stuttgarter Norden wie zum Beispiel Stammheim und Weilimdorf gibt es einen solchen Stadtplan bereits, auch Feuerbach hatte einen, doch dieser war schon seit langem nicht mehr aktuell: „Der letzte Feuerbacher Kinder- und Jugendstadtplan stammt aus den 1970er Jahren. Er wurde noch in schwarz-weiß gedruckt und vom Jugendamt erstellt“, berichtet Susanne Ramp. Eine neue Auflage war also mehr als überfällig. Die Recherche und der Aufwand, um einen neuen Stadtplan zu erstellen, waren groß. Eine Auswahl musste getroffen werden: Möglichkeiten, die Freizeit zu gestalten, gibt es schließlich nicht wenige im Stadtbezirk.

Für die Zusammenstellung und Sammlung der Adressen war der Jugendrat zuständig und verantwortlich: „Anfangs war es schwer, alles zu sortieren. Was nehmen wir mit, was lassen wir weg“, erläutert Ramp. Sie ist im Bezirksamt Ansprechpartnerin und Koordinatorin für Kinder- und Jugendthemen im Stadtbezirk. Susanne Ramp hat quasi in Co-Produktion mit Gert Dannenmann, der ehrenamtlich den Jugendrat betreut, und mit Markus Koch, der von 2012 bis 2016 Mitglied im Feuerbacher Jugendrat war, den Plan erstellt. Im Jahr 2015 habe der Jugendrat angeregt und entschieden, dass ein neuer Kinder- und Jugendstadtplan aufgestellt werden solle, berichtet Koch. „Wir haben dann die Aufgaben aufgeteilt, Gert Dannenmann und ich haben die Informationen zusammengetragen und die anderen im Jugendrat immer wieder daran erinnert, ihre Aufgaben zu erledigen“, sagt Koch. Mit dem jetzt vorliegenden Ergebnis ist er sehr zufrieden. „Ich hoffe, dass viele Kinder und Jugendliche ihn nutzen.“ Letztendlich zeige die Zusammenstellung, „wir groß das Angebot an Einrichtungen ist“, betont Koch. Bei der Erarbeitung des Plans waren auch das Stadtmessungsamt und andere Abteilungen der Stadt Stuttgart beteiligt. Er weist auch auf Vereine in den Bereichen Sport, Hobby, Kultur und Bildung und Kitas hin, führt aber auch Beratungsstellen wie die Telefonseelsorge oder das örtliche Polizeirevier für Notfälle auf.

Pragsattel ist nicht aufgelistet

Nicht alle Teile Feuerbachs seien in dem Plan gleichermaßen berücksichtigt worden, betont Gert Dannenmann. Jugendrelevante Einrichtungen am Killesberg, aber auch in den Bereichen Siegelberg und Walpenreute, seien diesmal noch nicht aufgeführt worden. Ein weiterer weißer Fleck auf dem Kinder- und Jugendstadtplan ist der Pragsattel. Dort entstehen gerade neue Wohngebiete und Stadtquartiere. „Wichtig ist, dass bei der Bebauung auch genügend Einrichtungen für Kinder und Jugendliche geschaffen werden und kein Inseldasein entsteht“, sagte Andrea Klöber.

Die Bezirksvorsteherin betonte, der Plan sei nicht nur für Kinder und Jugendliche gedacht. Auch Eltern finden dort viele Anregungen und Hinweise, seien es nun Vereine oder Initiativen, die eine gute Kinder- und Jugendarbeit im Stadtbezirk anbieten. „Unsere Aufgabe ist jetzt, den Plan unter die Leute zu bringen“, sagte Klöber. Gedruckt wurden bisher 3000 Exemplare. Die neuen Pläne sind kostenlos im Bezirksamt Feuerbach erhältlich: Zu finden ist das Amt auf dem Wilhelm-Geiger-Platz 10.

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