Stuttgart Klinikum kostet 22 Millionen mehr
Mathias Bury, Lukas Jenkner, 09.12.2010 09:31 Uhr
Beim Katharinenhospital entstehen die Frauen- und die Kinderklinik. Foto: Heinz Heiss
Beim Katharinenhospital entstehen die Frauen- und die Kinderklinik. Foto: Heinz Heiss
""Die vorhandene Medizintechnik kann nicht zu 40 Prozent in einen Neubau umziehen.""
Klaus-Peter Murawski, Krankenhausbürgermeister

Stuttgart - Beim Katharinenhospital wächst in den nächsten Jahren das neue Klinikum der Stadt in die Höhe. Alleine für den laufenden Bau der neuen Frauenklinik und des Kinderhospitals Olgäle hinter dem KH sind 268 Millionen Euro veranschlagt. Doch schon jetzt zeigt sich: auf Deutschlands größter Krankenhausbaustelle sind die Kosten nur schwer im Zaum zu halten. Bis jetzt sind für die beiden Krankenhäuser Mehrausgaben von 22 Millionen Euro aufgelaufen. Ohne Gegenmaßnahmen könnten daraus bis zur Fertigstellung sogar 37 Millionen Euro werden.

Am Freitag wird sich der Krankenhausausschuss des Gemeinderates mit einem umfangreichen Zahlenwerk zum Rahmenplan Klinikum befassen. In dem Papier beschreibt die Verwaltung den Stand der Dinge beim Neubau der städtischen Krankenhäuser. Dabei geht es unter anderem darum, wie der im Februar 2005 beschlossene Rahmenplan weiterentwickelt werden soll.

Das Land übernimmt knapp 424 Millionen Euro


So schlägt der Krankenhausbürgermeister Klaus-Peter Murawski (Grüne) vor, die bisher am Standort Mitte für 771 Millionen Euro vorgesehenen Neubauten noch durch ein Projekt zu ergänzen. Die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie die Augenklinik sollen für weitere 47 Millionen Euro in das vorliegende Programm der Zentren für Innere Medizin und für Operative Medizin integriert werden. Dadurch würde sich die angesetzte Investitionssumme auf insgesamt 818 Millionen Euro erhöhen. Davon übernimmt nach den bisherigen Förderzusagen knapp 424 Millionen Euro das Land, abzüglich verschiedener Zuschüsse verbleiben als Kreditaufnahme fast 238 Millionen Euro.

Angesichts dieser hohen Ausgabenlast wird es darauf ankommen, die Kosten im weiteren Verlauf streng im vorgebenen Rahmen zu halten. Deshalb will die Verwaltung aus den schon aufgelaufenen 22 Millionen Euro Mehrkosten für Kinder- und Frauenklinik Konsequenzen ziehen, damit aus dieser Summe nicht doch noch die prognostizierten 37 Millionen Euro werden.

Kommentare (16)
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DEZ
09
Kein Klinikum 21, 16:04 Uhr

Keine Querverbindung zu S21?

Genau: Deswegen, weil die Keinler hier mal nicht auf die Strasse gehen. Ist ja auch nicht ganz so cool gegen ein Krankenhaus zu sein und es kommen auch keine Tübinger Privatleute oder Berliner Hubschrauberflieger zum Mitfeiern.

DEZ
09
Freisi, 11:50 Uhr

Kostensteigerung

Was bedeutet bei S21 die "21"? Kostet am Ende 21 Milliarden.

DEZ
09
Bauarbeiter, 11:36 Uhr

Ich frage mich......

Welches größere Bau Projekt lag eigentlich nach Fertigstellung innerhalb der erwarteten Kosten? Ich denke mal mit S21 wird es nicht bei zweistelligen Mehrkosten in Millionenhöhe bleiben. Armes Stuttgart. Quo vadis?

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