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Stuttgart-Konzerttipps für Februar Neunundzwanzig Neuentdeckungen

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Im Februar wird in der Region Stuttgart an (fast) jedem Tag Livemusik gemacht. Die großen Hallen werden nicht so oft bespielt - umso mehr Neuentdeckungen hält unsere Konzertübersicht bereit.

Stuttgart, pass auf: Die Buben im Pelz kommen im Februar zu dir. Auf diese und weitere mögliche Neuentdekungen weist unsere Konzertübersicht hin. Foto: Label
Stuttgart, pass auf: Die Buben im Pelz kommen im Februar zu dir. Auf diese und weitere mögliche Neuentdekungen weist unsere Konzertübersicht hin.Foto: Label

Stuttgart - Na toll! Der Februar beginnt ohne Konzert. Zumindest für den 1.2. konnten wir in Stuttgart und Nachbarkreisen keinen Termin auftreiben. Dafür am 2. gleich zwei Stück: im Wizemann spielt Joshua Radin seine Schmacht-Songs. Noch akustischer wird's in der Manufaktur bei Ben Caplan, dem Mann mit dem eindrucksvollen Bart.

Wer jetzt meint, dass es so weitergeht, also am 3.2. drei Konzerte auf uns warten - falsch gedacht. Nach dem Gig in der Schräglage bespielen Deichkind jetzt die Location am ganz anderen Ende der Locationskala: richtig, die Schleyerhalle. Denken Sie groß!

 

Während Deichkind aufpassen müssen, nicht irgendwann als übertourt zu gelten, werden die finnischen Hairmetaller Hard Action im Zwölfzehn am 4.2. manchem vielleicht zum ersten Mal was vorrocken. Wobei. Gerockt wird selbstredend auch im Juha West mit Grieved, wer es etwas gediegener will, sucht das Antiquariat Müller&Gräff auf. Dort spielt Christian Schüll ungefähr so etwas.

5.2. ist Releasepartytag, war er schon immer, so auch 2015. Die fünf Stuttgarter Matu bringen im Zwölfzehn ihre EP raus. Vorab-Video gibt's nicht, Teaser auch nicht, also gespannt sein und hingehen. Oder halt zu Blackout Problems aus München in den Keller Klub. Zu deren neuem Album gibt's auch schon ein Video:

 

Falls auch das nichts ist, ginge das Konzert von Phi und 18 Strings im Komma in Esslingen. Das ist ein Heimspiel, und die Selbstbeschreibung von Phi macht schonmal Lust: “Was ursprünglich als eine von Blink-182 inspirierte Rockband geplant war, entwickelte sich über die Zeit von einem Singer/Songwriter-Duo zur sechsköpfigen Akustik-Pop-Band. Die Harmonie von Sound und Texten entführt in eine andere Welt; insbesondere dann, wenn zu dem fulminanten Vocal Sound gezielt gesetzte Streicherklänge hinzukommen.”

Auch nichts für dich? Dann fahr doch nach Kirchheim zum Bassisten Phil Donkin in der Bastion, oder ins Merlin zu Funkkartell. HipHopper sind natürlich alle bei B-Tight in der Schräglage.

Ja und dann ist auch schon wieder Samstag und ergo Hauptkampftag. Wir fangen mit Esslingen an, Shopping im Komma: tolle Gitarren über hektische Rhythmen scharf wie Scherben (frei übersetzt aus dem englischen Pressetext). Natürlich irgendwas mit queer und politisch, noch natürlicher "keine verkrampfte politische Agitation ..., sondern mitreißend und 100 Prozent tanzbar". Mal reinhören:

 

Majoe muss man mal aussprechen und sich überlegen, ob man das auch anders schreiben könnte. Wer das jetzt nicht checkt, kann mal dieses Video ansehen. Oder halt ins Wizemann gehen. Vor dreißig Jahren hat das noch so geklungen. Im Scala steigt eine ganze Labelnacht, und zwar von Beatbude. Mit dabei: Peder Wonder (Straßenclip), Superflip (toll live), und Artverwandte, allesamt aus Göppingen übrigens.

Knallen tut's im Keller Klub mit Cancer Bats, in der Kiste spielen Lucky 13 Rockabilly. Und im Club Zentral steigt das Finale des Rocktests: das ist ein Wettkampf für lokale Bands vom Rockbüro, alle unter 21.

Im Wintergarten, also der ehemaligen Suite, steigen vor dem Umbau zur Burgerbude noch einige Feten und Gigs. Extra für den 7.2. überdehnen wir den musikalischen Range dieser Kolumne und weisen auf das Set von Knead & Sting hin. Warum? Weil dieses Boiler-Room-mäßige Video uns so gut gefällt:

 

Gut gefallen hat auch die Show von P.R.O.B.L.E.M.S. beim letzten Mal, weshalb das an selber Stelle (also im Keller Klub) einfach wiederholt wird. Mit dabei sind auch die lokalen Acts Motorpüssy und The Dahlits. Motto: Garagenpunk, quick and dirty.

Selbst sonntags muss man dann nicht konzertfrei bleiben - wenn man Speed Metal mag (Helloween im LKA), schwäbischen Folk Rock (Wendrsonn im Scala Ludwigsburg) oder den Gitarrenpop von Sven van Thom (Merlin in Stuttgart), der übrigens nicht nur die Platte der Pop-Freaks-Band Locas in Love gekauft hat, sondern sich auch den darin enthaltenen Wandkalender genauestens angesehen hat.


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