Stuttgart und Karlsruhe verlieren bei Umfrage Südwest-Städte für Start-ups kaum interessant

Von red/dpa/lsw 

Während Hamburg und Berlin weit vorne sind, müssen sich Stuttgart und Karlsruhe geschlagen geben. Laut einer Umfrage sind die Städte nicht interessant für Start-up-Gründer.

Stuttgart ist laut der Umfrage nicht sehr begehrt bei Gründern. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Stuttgart ist laut der Umfrage nicht sehr begehrt bei Gründern. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Baden-Württemberg ist als Standort für Start-ups einer Umfrage zufolge kaum von Interesse. Im Ranking von neun deutschen Städten rangieren Stuttgart und Karslruhe mit Sachsens Hauptstadt Dresden am unteren Ende der Skala, wie aus einer Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) hervorgeht, die der dpa vorliegt. Hier glauben nur etwa die Hälfte oder weniger der 450 befragten Start-up-Gründer an einen Bedeutungszuwachs.

Hamburg schneidet mit 74 Prozent am besten ab. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Berlin und Frankfurt. Zugrunde gelegt wurde bei der Standort-Auswahl der European Digital City Index, in dem die neun Städte aufgeführt sind. Gründe für die Einschätzung wurden nicht genannt. Grundsätzlich siedelten sich Start-ups eher in größeren Städten mit einer guten Infrastruktur an, erläuterte PwC-Experte Philipp Medrow. „Insbesondere in ländlichen Regionen gibt es dagegen noch viel Nachholbedarf - allem voran beim Breitbandausbau.“

Baden-Württembergs Landesregierung hatte erst am Freitag angekündigt, mit einer neuen Kampagne mehr Start-ups in den Südwesten bringen zu wollen. Wichtiger Baustein sind sogenannte Acceleratoren. Das sind branchenspezifische Zentren, die Geschäftsmodelle von Start-ups professionalisieren und beschleunigen sollen.