Stuttgarter Bauunternehmer
Rudi Häussler meldet Insolvenz an
Eva Drews,
24.09.2010 18:52 Uhr
Foto: Steinert
Stuttgart - Der Stuttgarter Unternehmer Rudi Häussler hat für drei seiner Gesellschaften einen Insolvenzantrag gestellt. Von der Pleite betroffen sind sowohl die Häussler Holding und damit die Dachgesellschaft der Gruppe, als auch die Sparte Baumanagement und das Seepark-Projekt, wie es in einer Pressemitteilung heißt, die die Häussler-Gruppe Stuttgart am Freitag verbreitete. Mit Geschäftspartnern und Gläubigern liefen die Verhandlungen weiter, heißt es in der Mitteilung, Ziel sei, die Insolvenzanträge zurücknehmen zu können. Häussler hatte bereits seit Monaten mit Problemen bei dem Möhringer Wohnungsbauvorhaben am Probstsee zu kämpfen.
Offenbar gestaltete es sich schwierig, für die 515 geplanten Wohnungen Käufer zu finden. Deswegen wurde ein Großteil der Immobilien zu Mietobjekten umdeklariert. Zuletzt waren die Arbeiten auf der Baustelle vorübergehend eingestellt worden, da Baufirmen und Handwerker kein Geld erhalten hatten. Vom Unternehmen und seinen Beratern war am Freitag keine Stellungnahme zu erhalten. Häussler selbst war in den zurückliegenden elf Monaten krankheitsbedingt kaum im Unternehmen präsent. Sein Stellvertreter Cemal Isin, der ihn während seiner Abwesenheit vertrat, hat das Unternehmen vor zehn Tagen verlassen – auf eigenen Wunsch, wie es hieß. Der 82-jährige Häussler gilt als Lieblingsprojektentwickler des Stuttgarter Oberbürgermeisters Wolfgang Schuster.
Unter anderem hat er das Gebäude der Mercedes-Benz-Bank auf dem Pragsattel, die Schwabengalerie in Vaihingen und die Häussler-City-Plaza am Rotebühlplatz gebaut. Häussler löste aber auch immer wieder Debatten aus – so etwa mit dem Plan, im Park der Villa Berg 60 Luxuswohnungen schaffen zu wollen.
Offenbar gestaltete es sich schwierig, für die 515 geplanten Wohnungen Käufer zu finden. Deswegen wurde ein Großteil der Immobilien zu Mietobjekten umdeklariert. Zuletzt waren die Arbeiten auf der Baustelle vorübergehend eingestellt worden, da Baufirmen und Handwerker kein Geld erhalten hatten. Vom Unternehmen und seinen Beratern war am Freitag keine Stellungnahme zu erhalten. Häussler selbst war in den zurückliegenden elf Monaten krankheitsbedingt kaum im Unternehmen präsent. Sein Stellvertreter Cemal Isin, der ihn während seiner Abwesenheit vertrat, hat das Unternehmen vor zehn Tagen verlassen – auf eigenen Wunsch, wie es hieß. Der 82-jährige Häussler gilt als Lieblingsprojektentwickler des Stuttgarter Oberbürgermeisters Wolfgang Schuster.
Unter anderem hat er das Gebäude der Mercedes-Benz-Bank auf dem Pragsattel, die Schwabengalerie in Vaihingen und die Häussler-City-Plaza am Rotebühlplatz gebaut. Häussler löste aber auch immer wieder Debatten aus – so etwa mit dem Plan, im Park der Villa Berg 60 Luxuswohnungen schaffen zu wollen.
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Schuster's Welt.
Was mich an der ganzen Sache am Meisten stört und ärgert, ist wieder einmal die völlig unbegreifliche und unangemessene Reaktion des Herrn Schuster. Er spricht von menschlicher Tragik, was den Herrn Senator h.c. angeht. Das kann man vielleicht so sehen. Für die Handwerkerfirmen und deren Mitarbeiter, die aufgrund der Zahlungsausfälle teilweise ebenfalls von Folgeinsolvenzen und Arbeitslosigkeit bedroht sind, hat dieser Mensch aber kein Sterbenswörtchen übrig. Herr Schuster! Es ist gottserbärmlich, was Sie auch hier abliefern.
ist das ein Verlust?
Vielleicht bleiben uns zukünftig ein paar architektonische Scheußlichkeiten a la Vaihinger Schwabengalerie erspart. Wenn ich daran denke, dass da mal ein gemütlicher alter Brauereigasthof stand... Stuttgart wird leider immer austauschbarer.
endlich
Das ist eine gute Nachricht. Offenbar führte das rücksichtslose Geschäftsgebaren dieses Immobilienkraken auch nicht direkt in die Glückseligkeit. Unzählige Hinterlassenschaften dieses tüchtigen Geschäftsmannes stehen als Mahnmale für das was uns zukünftig wenigstens ein bisschen erspart bleibt. Leider sind nur wieder die einfachen Menschen innerhalb seiner verheizten Gesellschaften die Leidtragenden. Rudi Häussler dürfte wohl selbst kaum zum Hartz4-Fall werden.