Stuttgarter Firma im Visier Lidl stoppt Verkauf von „Tortelloni Rindfleisch“

dpa, 15.02.2013 18:15 Uhr

Neckarsulm - Der Discounter Lidl hat im Skandal um Fertiggerichte mit Pferdefleisch den Verkauf eines Nudelgerichts gestoppt. Die „Tortelloni Rindfleisch“ von der Gusto GmbH seien in Deutschland aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes vom Markt genommen worden, teilte eine Sprecherin am Freitag in Neckarsulm mit. In dem Produkt war in Österreich ein nicht deklarierter Anteil an Pferdefleisch gefunden worden, wie das dortige Gesundheitsministerium mitgeteilt hatte.

Produzent ist wohl Stuttgarter Firma Gusto

Das Gericht war den Informationen zufolge bei Lidl Österreich erhältlich. Produziert wurde es laut Angabe der Behörde von der in Stuttgart ansässigen Gusto GmbH. Bei einer von zwei genommenen Proben war Pferdefleisch nachweisbar. Die Gusto GmbH gehöre zur Hilcona AG, wie Lidl mitteilte. Hilcona hat ihren Sitz in Liechtenstein. Das Unternehmen kündigte eine Stellungnahme zu der Angelegenheit an. Der Landesinnungsverband für das Fleischerhandwerk betonte: „Unsere durchweg handwerklichen Innungsmetzgereien wissen, woher ihre Tiere kommen.“ Bei den vom Skandal betroffenen Produkten handele es sich um industriell hergestellte, küchenfertige Tiefkühlprodukte, die vom Lebensmittelgroß- und einzelhandel vertrieben würden. Im Fleischerhandwerk würden solche Produkte weder hergestellt, noch vertrieben.

 
 
Kommentare (6)
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FEB
16
Udo Brandner, 12:47 Uhr

Bravo!

Was glauben die Leute eigentlich, was für Qualität sie bekommen wenn eine Salami Tiefkühlpizza 1,19 Euro kostet? Wer für den Liter Motoröl 20 Euro ausgibt und sich selbst nur 'Dreck' gönnt, dem ist einfach nicht zu helfen. Aber so sind die Deutschen eben - hauptsache dem heiligen Blechle gehts gut. So krank das alles....

FEB
16
spötter, 12:22 Uhr

was wundert man sich hier?

die firmen die billige fertiglebensmittel liefern beliefern die meisten discounter. warum heißt es dann, bei aldi auch, bei lidl auch... warum soll das dort nicht sein? wie gesagt, die kaufen alle beim selben hersteller ein. wer fertigprodukte kauft muss damit rechnen. kocht selber.

FEB
16
Bernardo Libretho, 11:17 Uhr

Die Gutgläubigkeit unserer Lebensmittel-Untersuchungsinstanzen ist beeindruckend...

... aber vielleicht fehlt Ihnen auch nur die Phantasie oder der Berufs-Ethos verbietet weitergehende Gedankenschritte zum Worst-Case-Szenario. Wenn wir uns schon damit abgefunden haben, dass im Normalfall Rind gleich Pferd ist, fragt man sich so gleich, wo kommen bloß die ganzen Pferde her. So landet man unweigerlich bei den Pferde-Artigen, also ebenfalls Mulli, Maultier und Derivaten hiervon, so wie 100 % Esel. Dann ist nicht nur ein DNA-Test verlangt, sondern ein Vaterschafts-Test PLUS Einem über mehrere Generation zurückreichenden Ahnen-Nachweis. Eines ist dabei allerdings sicher, Pferde-Eiweiß findet sich bei all diesen Pferde-Artigen.

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