Stuttgarter Flughafen Sprecher bestreitet Lücke im System
ddp-bwb, 14.01.2010 19:39 Uhr
 Foto: Michael Steinert
Foto: Michael Steinert
Stuttgart - Auf dem Stuttgarter Flughafen gibt es nach Angaben des Betreibers keine Sicherheitslücken wie in Hamburg. "Wir haben ein mehrstufiges Sicherheitssystem", sagte ein Flughafensprecher am Donnerstag auf ddp-Anfrage in Stuttgart. Auf den Ausweisen des Flughafenpersonals, auf denen die Sicherheitslücke in Hamburg basiert, seien "gar keine Informationen". Der Sprecher betonte: "Wir schließen einen Missbrauch aus."

Der Stuttgarter Flughafen hat dasselbe Zugangssystem "Legic Prime" wie der Hamburger Flughafen. Dieser hat einem Medienbericht zufolge eine Sicherheitslücke eingeräumt. Demnach könnten sich unbefugte Personen über Datendiebstahl per Funk Zugang auf das Flughafengelände verschaffen, berichtete das ARD-Politikmagazin "Kontraste" vorab (Donnerstagabend, 21.45 Uhr). Die Sicherheitsforscher Karsten Nohl und Henryk Plötz hatten über die Sicherheitslücke, die auf mehreren Flughäfen bestehen soll, bereits am 28. Dezember 2009 auf dem 26. Chaos Communication Congress (26C3) in Berlin berichtet. Die Bundesregierung hat nun Konsequenzen gefordert.

Die Experten vom Chaos Computer Club (CCC) in Berlin knackten ihrem Vortrag zufolge mit einfachen Mitteln das auf Funk basierende Zugangssystem "Legic Prime". Die Hacker entwickelten ein Gerät, das die Ausweise des Flughafenpersonals bei der Funkübertragung abliest und die Daten speichert. Damit lassen sich Sicherheitstüren öffnen.

Auf dem Flughafen Hamburg könnten Hacker ohne Kontrollen sogar auf das Rollfeld vordringen. Der Flughafen räumte auf Anfrage von "Kontraste" ein, sich der Probleme mit dem Sicherheitssystem "bewusst" zu sein. Auch der Schweizer Hersteller Legic bestätigte, dass es ein Sicherheitsproblem gibt.
Kommentare (1)
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JAN
15
ich, 11:16 Uhr

Quatsch

Auch in Hamburg kann man mit einem Ausweis nicht direkt die § 8 Grenze überwinden.