Stuttgarter Grüne
Kastration aller Kater gefordert
Katharina Sorg,
09.08.2010 11:19 Uhr
Foto: Achim Zweygarth
Stuttgart - Zweimal im Jahr kann eine Katze Nachwuchs bekommen. Meist bringt sie dann zwischen zwei und sechs Jungtiere zur Welt. Und die will nicht jeder Katzenbesitzer behalten. "Die Tierheime beklagen sich jedes Jahr über die vielen ausgesetzten und herrenlosen Tiere, die dann oft über Umwege bei ihnen landen", sagt Muhterem Aras, Stadträtin der Grünen. Deshalb hat sie einen Antrag ihrer Fraktion mitunterzeichnet, der die Kastration (Kater) und Sterilisation von freilaufenden Katzen zur Pflicht machen soll. Jeder, der eine Katze besitzt und diese auch ins Freie lässt, soll seine Mietze kastrieren lassen.
Schon längst fordert dies die Katzenhilfe Stuttgart, ein gemeinnütziger Verein, der sich um ausgesetzte oder abgegebene Katzen kümmert. "Wir sind einer der Antreiber dieses Gesetzentwurfes, irgendwie muss man die Katzenflut eindämmen", sagt Andreas Fechtner, der Vorsitzende der Katzenhilfe. "Wir können fast keine Tiere mehr aufnehmen, wir sind voll", sagt Fechtner.
Auch im Stuttgarter Tierheim in Botnang würde man ein solches Gesetz begrüßen. "Bei uns werden viele kleine Katzen abgegeben, die man irgendwo gefunden hat, es wäre also wirklich sinnvoll eine solche Regelung einzuführen", sagt Antje Geiss vom Tierheim.
Etwa 50 Euro kostet der Eingriff bei einem Kater, mit 100 bis 130 Euro muss rechnen, wer seine Katze sterilisieren lässt. "Der Eingriff ist nicht ganz billig, aber man muss sich eben generell überlegen, ob man sich ein Tier leisten kann, bevor man es sich zulegt", sagt Fechtner. 453 Katzen hat sein Verein im vergangenen Jahr kastrieren oder sterilisieren lassen. Jede Katze, die sie einfangen und die nicht gekennzeichnet ist, lassen sie für den Eingriff zum Tierarzt bringen. Anschließend werden die Tiere zur Registrierung tätowiert. "So kann man sie dann problemlos identifizieren", sagt Fechtner. Mit einer entsprechenden Verordnung würden er und seine Helfer sich auch nicht mehr strafbar machen. Denn hat die eingefangene Katze trotz fehlender Kennzeichnung einen Besitzer, dann kann dieser wegen Sachbeschädigung klagen. "Da gibt es dann empfindliche Geldstrafen", sagt Fechtner.
Er rechnet bei Anwendung einer Vorschrift zur Kastration mit einem Rückgang der Katzengeburten um 30 bis 50 Prozent. Dies sei immerhin ein Anfang. Größeren Protest gegen den eingereichten Antrag erwartet Muhterem Aras nicht. "Es geht ja um besseren Tierschutz", sagt sie.
Schon längst fordert dies die Katzenhilfe Stuttgart, ein gemeinnütziger Verein, der sich um ausgesetzte oder abgegebene Katzen kümmert. "Wir sind einer der Antreiber dieses Gesetzentwurfes, irgendwie muss man die Katzenflut eindämmen", sagt Andreas Fechtner, der Vorsitzende der Katzenhilfe. "Wir können fast keine Tiere mehr aufnehmen, wir sind voll", sagt Fechtner.
Tierheime begrüßen den Gesetzentwurf
Auch im Stuttgarter Tierheim in Botnang würde man ein solches Gesetz begrüßen. "Bei uns werden viele kleine Katzen abgegeben, die man irgendwo gefunden hat, es wäre also wirklich sinnvoll eine solche Regelung einzuführen", sagt Antje Geiss vom Tierheim.
Etwa 50 Euro kostet der Eingriff bei einem Kater, mit 100 bis 130 Euro muss rechnen, wer seine Katze sterilisieren lässt. "Der Eingriff ist nicht ganz billig, aber man muss sich eben generell überlegen, ob man sich ein Tier leisten kann, bevor man es sich zulegt", sagt Fechtner. 453 Katzen hat sein Verein im vergangenen Jahr kastrieren oder sterilisieren lassen. Jede Katze, die sie einfangen und die nicht gekennzeichnet ist, lassen sie für den Eingriff zum Tierarzt bringen. Anschließend werden die Tiere zur Registrierung tätowiert. "So kann man sie dann problemlos identifizieren", sagt Fechtner. Mit einer entsprechenden Verordnung würden er und seine Helfer sich auch nicht mehr strafbar machen. Denn hat die eingefangene Katze trotz fehlender Kennzeichnung einen Besitzer, dann kann dieser wegen Sachbeschädigung klagen. "Da gibt es dann empfindliche Geldstrafen", sagt Fechtner.
Er rechnet bei Anwendung einer Vorschrift zur Kastration mit einem Rückgang der Katzengeburten um 30 bis 50 Prozent. Dies sei immerhin ein Anfang. Größeren Protest gegen den eingereichten Antrag erwartet Muhterem Aras nicht. "Es geht ja um besseren Tierschutz", sagt sie.
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Stuttgarter Grüne handeln zukunftsorientiert!
Kastration ist Tierschutz; das haben die Grünen erkannt!!!! Ein Katzenpaar, das pro Jahr zweimal Junge bekommt und von dessen Würfen jeweils drei Kätzchen überleben, zeugt innerhalb von 10 Jahren über 80 Millionen Nachkommen!
e.richter@kabsi.at
Wir in Österreich haben die Kastrationspflicht seit gut 5 Jahren, ausgenommen sind leider - wieder einmal die Bauern - und die Züchter. ABER, die Situation hat sich doch deutlich entspannt, seit es dieses Gesetz gibt. Auch, wenn die Gemeinden sich beim Bezahlen zieren, aber sie melden immerhin schon Streunerpopulationen an Tierschutzvereine und freuen sich über deren vor- und nachoperative Betreuung, sprich Futter usw. Manchmal gibt's auch grössere Spenden, ab und zu zahlen einzelne Bundesländer erhebliche Beträge. Ich habe seit Kindertagen Katzen und erinnere mich mit Schrecken an die Zeit, als die Kastration noch völlig unüblich war, selbst für Hauskatzen - nehmen wir den Fortschritt in die Hände, kastrieren wir unsere eigenen Tiere, helfen wir TierbesitzerInnen, denen das Geld fehlt (mit Tierärzten kann man auch fast immer reden!) und unterstützt in Deutschland doch auch endlich die Pflichtkastration! PS - auch für die Katzen selber ist's eine Erleichterung, wenn sie gesund bleiben und nicht unentwegt in schwere Revierkämpfe und Überbevölkerungsprobleme kommen!
Kastration ist Katzenschutz
Toll, daß die Politikerin sich für den Tierschutz einsetzt, denn Kastration IST Tier- (hier:) Katzenschutz. Gut wäre es, wenn sie den verbreiteten Irrglauben, weibliche Katzen sollten / würden sterilisiert werden, nicht weiterträgt. Sowohl die männlichen als auch die weiblichen Katzen werden seit Jahrzehnten KASTRIERT, da dies neben der zuverlässigen Unfruchtbarmachung weitere große Vorteile bietet. Der Urin riecht nicht mehr wie bei potenten Tieren streng, sie sind nicht mehr hormonell bedingt unsauber (dies betrifft männliche wie weibliche Tiere) und bei weiblichen Tieren kommt es nach einer Kastration nicht mehr zu Rolligkeiten und auch nicht mehr zu Gebärmutterentzündungen und -vereiterungen. Um nur EIN PAAR von vielen positiven Aspekten zu nennen - neben dem hauptsächlichen Faktor, daß das in Deutschland existierende, nicht mehr zu beziffernde ENORME KATZENELEND ein wenig gemildert würde.