Stuttgarter Hauptbahnhof Experten suchen undichte Stelle

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Der Wassereinbruch vom Dienstag in der S-Bahn-Station des Stuttgarter Hauptbahnhofs könnte mit dem Dachabriss zu tun haben. Noch ist die undichte Stelle aber noch nicht gefunden.

Beim abgesperrten Aufgang tropft Wasser auf den S-Bahnsteig. Weitere Bilder vom Wassereinbruch im Stuttgarter Hauptbahnhof sehen Sie in unserer Fotostrecke. Foto: 7aktuell.de/Reichert 24 Bilder
Beim abgesperrten Aufgang tropft Wasser auf den S-Bahnsteig. Weitere Bilder vom Wassereinbruch im Stuttgarter Hauptbahnhof sehen Sie in unserer Fotostrecke.Foto: 7aktuell.de/Reichert

Stuttgart - Warum ist am Dienstagabend Wasser in die unterirdische S-Bahn-Station Hauptbahnhof eingedrungen? Mit dieser Frage haben sich am Mittwoch Mitarbeiter der Bahn sowie des für Stuttgart 21 zuständigen Bauunternehmens Züblin beschäftigt. Es handele sich um Oberflächenwasser, das sich nach den Regenfällen den Weg nach unten gesucht habe, sagte ein Bahnsprecher. Er gehe davon aus, dass „das damit zusammenhängt, dass die alte Überdachung über dem S-Bahn-Tunnel im Bereich des Nordeingangs abgetragen wurde.“ Im Rahmen der Stuttgart-21-Bauarbeiten wird der größere Teil des alten Bahnsteigdaches abgerissen.

Am Dienstagabend war im Bereich des gesperrten Aufgangs zum Hauptbahnhof Wasser aus der Decke getropft, in der unterirdischen S-Bahn-Station hatten sich Pfützen gebildet. Bahnmitarbeiter und Feuerwehr waren im Einsatz, der Bereich wurde für die Fahrgäste abgesperrt, auch um Unfälle zu vermeiden, wie der Bahnsprecher erläuterte. Bis Mittwochnachmittag war das Leck noch nicht gefunden, es tropfte weiter Wasser auf den Bahnsteig, wenn auch deutlich weniger als am Vortag.

Kein ungewöhnlich starker Regen

Nach Angaben des Stuttgarter Wetteramtes hatte es sich am Dienstag aber nicht um ungewöhnlich starke Regenfälle gehandelt. Noch ist auch nur ein kleiner Teil des Bahnhofsdaches abgerissen worden. Der Bahnsprecher geht jedoch davon aus, dass im Laufe der Bauarbeiten keine weiteren Schäden in der unterirdischen S-Bahn-Röhre drohen: „Das sollte ein Einzelfall bleiben, wenn das Leck gefunden ist, suchen wir eine kurzfristige Lösung.“ Das Dach über der S-Bahn-Röhre sei ja bereits entfernt – und Gefahr für die Stadtbahnröhren sehe er ebenfalls nicht. Nach Angaben der Bahn fuhren die S-Bahnen trotz des Wassereinbruchs planmäßig.

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7 KommentareKommentar schreiben

Hurra, bald ist es soweit: Wir werden wohl die erste City der Welt sein, bei der die Züge nicht einfahren, sondern mit dem Außenbordmotor die Zugangsstellen erreichen. Dann benötigt man halt nicht nur die Fahrkarte, sondern auch das Seepferdchen- , oder gar das Jugendschwimmerabzeichen. Hat was. Euer Motzkigele

Die feuchte Bahnhofswelt der Zukunft: Versucht die Bahn jetzt die Bahnkunden auf die feuchte Bahnhofswelt der Zukunft vorzubereiten? Im Jahrhundertbahnhof könnte dies ja auch Wirklichkeit werden, aber man braucht dann wenigstens nicht verzweifelt nach den Ursachen suchen.In den Bauplänen für den neuen S 21-Bahnhof sind die Flutungslöcher bereits fest eingeplant. Ein kurzes Zitat aus den Unterlagen der Bahn: “ … Notüberläufe in den Außenwänden vorgesehen, um bei einem Versagen des Dränagesystems ein Einströmen von Wasser in das Bauwerk zu ermöglichen…“.. Den vollständigen Text findet man in der Anlage 20.1B Seite 14 zum PFA 1.1. Na dann gute Reise nach Bratislava und die Gummistiefel nicht vergessen

Irre: Gut das es Experten gibt die festzustellen das ein abgerissenes Dach Wasserzulauf nach unten begünstigt ....Auf S21 ist eben Verlass Experten sind hinterher immer zur Stelle

Wasser „bahnt” sich seinen Weg: Ich dachte erst, es hätte was mit den platzenden Leitungen dank vermutlich Cross-Border-Leasing zu tun © Wolfgang Schuster, jedoch gab es Regen, und eventuell ist auch das Grundwassermanagement ein wenig unter Druck.

Gut: Immerhin war es nicht rostig und kein Mineralwasser. Bei den Zuständen schon als Wunder zu bezeichnen.

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