Stuttgarter Hauptbahnhof Tausende Besucher in der S-21-Baugrube erwartet

Von red/dpa 

Der Verein Bahnprojekt Stuttgart-Ulm will bis Mittwoch Fortschritte bei Stuttgart 21 zeigen. Damit ist die Baustelle für den Stuttgarter Tiefbahnhof zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zugänglich.

Die Baustelle für den Stuttgarter Tiefbahnhof ist zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Foto: dpa 13 Bilder
Die Baustelle für den Stuttgarter Tiefbahnhof ist zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zugänglich.Foto: dpa

Stuttgart - Die Baustelle für den Stuttgarter Tiefbahnhof ist zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Der Verein Bahnprojekt Stuttgart-Ulm will bis Mittwoch Fortschritte bei Stuttgart 21 zeigen. „Es ist unsere feste Überzeugung: Nur der direkte Kontakt schafft Vertrauen“, sagte der Sprecher des Vereins, David Bösinger, zum Auftakt am Montag in Stuttgart. Der Verein erwartet bis zu 24 000 Besucher.

S21-Gegner kritisieren eine oberflächliche Betrachtung des Projekts, bei der Probleme verschwiegen würden. „Die Bahn ist offenbar der Meinung, dass man mit dem Trip durch die Baustelle eine heile Welt zeigen kann“, sagte der Rechtsanwalt Eisenhart von Loeper vom Aktionsbündnis gegen S21 der Deutschen Presse-Agentur.

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Die wenigen verbliebenen "Restproler" teilen mit: Es gibt keinerlei Baufortschritt, deshalb sind Artikel zum Betonieren des Bahnhofstrogs reine Augenwischerei und Baustellenführungen kann es nicht geben, weil es ohne Baufortschritt auch keine Baustelle gibt.

Herr Maier, es gibt einen Baufortschritt. Der ist aber eher zu vernachlässigen. Vor etwa 9 Monaten hat ein gewisser Herr Leger behauptet, im Sommer 2015 würde die Bodenplatte betoniert und im Frühjahr 2016 die ersten Kelche zu sehen sein. -- Wir haben Januar 2016 und es ist nicht einmal die Grundplatte betoniert. --- Es gibt wohl einen Baufortschritt, nur schreiten die Verzögerungen und die Kosten immer deutlich größer fort.

Herr Maier: Sie irrten. Selbstverständlich kann man Baustellenführungen auch dann durchführen, wenn elementarste Baugenehmigungen wie z.B. für das Betonieren der Bodenplatten fehlen (genau das stand im "Artikel zum Betonieren des Bahnhofstrogs", wie Sie wissen). Es sieht dort seit vielen Wochen genau gleich aus - nur, dass man für die PR-Show der Baustellenbesichtigungen rasch einige Bagger dort aufgestellt und bunt beleuchtet hat. Wie cool.

Die Verzweiflung: angesichts fehlender Baufortschritte und von Milliardenfehlbeträgen muss bei den wenigen verbliebenen Restprolern sehr groß sein. Anders kann man sich das Dauergenörgle am Kopfbahnhof und den Befürwortern eines leistungsstarken, flexiblen, sicheren und zuverlässigen Bahnverkehrs nicht erklären. Dass sich die Hoffnungen und Augenwischereien der Restproler in Luft auflösen ist unübersehbar. Plopp.

Hm: Man versteht nicht so ganz, warum das simple Betonieren der Bodenplatte eine derartige Verzweiflung bei unseren Allerlautesten auslöst. Für die S21 gegner muss es schon sehr schlimm sein, dass sich Ihre Hoffnungen und Schwarzmalereien so einfach in Luft auflösen.

Der Frust: sitzt tief bei den verbliebenen Rest-Prolern und Kopfbahnhof-Dagegnern herrscht, die mit ansehen müssen, wie der Bau ihres Fantasieprojekts mehr und mehr floppt und die immer noch nicht wissen, wer die 9800 Millionen Euro eigentlich bezahlen soll. Also nörgelt man am Kopfbahnhof und an den Unterstützern eines leistungsstarken, zuverlässigen, sicheren und flexiblen Bahnverkehrs herum. Kein Wunder, hat sich die Masse der Bevölkerung längst von den Tunnelfreaks abgewendet und schüttelt nur noch mit dem Kopf. Man sieht es an den peinlichen Besucherzahlen, die trotz über 1 Million Steuergeldern pro Jahr für die S21-PR-Arbeit im Bahnhofsturm, im Rathaus und in den Zeitungsforen hier erreicht werden. Niemand nimmt das Projekt und seine Lobbyisten noch ernst.

Quatschveranstaltung: mit großem Fremdschämpotential. über 5 Jahre nach der Prellbockanhebung - aka Baustart - scheitert dieses Experiment an einer simplen Bodenplatte. Da braucht man die restlichen, fehlenden Genehmigungen gar nicht mal aufzählen. Um den Brandschutz ist ja auch mal wieder still geworden. Eines ist bei S21 jedenfall sicher: nach der Planänderung ist vor der Planänderung. In diesem Sinne: fröhliches weiterärgern..

Herr Spitzer: beim lesen ihres Beitrages und auch ihres Mitstreiters Herr Renz , kommt mir unweigerlich das Bild eines Kindes in den Kopf, das trotzig mit den Füssen auf den Boden stampft, weil es nicht das bekommt was es gerne möchte ! Ihr beiden verkörpert das mit Worten par excellence ! Daumen hoch !

Genau so ist es: daran muss ich bei diesen Beiträgen auch immer denken.

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