Stuttgarter Nahverkehr „S-Bahn fährt gegen die Wand“
wos, 21.11.2012 08:45 Uhr
Ungefähr 330.000 FahrgästeFoto: dpa
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) wirft der Bahn vor, die S-Bahn in der Region Stuttgart herunterzuwirtschaften. Bei diesem wichtigsten Nahverkehrsmittel in der Region gebe es zur Zeit auf allen sechs Linien erhebliche Verspätungen.
„Die S-Bahn fährt gegen die Wand, wenn die Engpässe auf der Stammstrecke im Tunnel unter der Stuttgarter Innenstadt nicht umgehend beseitigt werden“, erklärt der BUND-Regionalgeschäftsführer Gerhard Pfeifer. Die geplanten Streckenverlängerungen der S-Bahn und Stuttgart 21 verschärften das Problem und seien daher zu hinterfragen.
Der Fahrgastwechsel ist der entscheidende Faktor
Die täglich 330.000 Fahrgäste wollten weder nach Paris noch nach Bratislava, sondern pünktlich ihre Ziele in der Region, vor allem die Stuttgarter Innenstadt, erreichen. „Die Verkehrswende findet in regionalen Maßstäben statt, dort werden die meisten Kilometer pro Person zurückgelegt“, so Pfeifer. Beim Thema Pünktlichkeit der S-Bahn sei der Fahrgastwechsel „der entscheidende und limitierende Faktor“. Auf den S-Bahn-Stationen „Hauptbahnhof“ und „Stadtmitte“ dauere das Aus- und Einsteigen zu lange. „Deshalb müssen frühere Pläne, die weitere Bahnsteige unter den Hauptbahnhof vorsahen, wieder aufgegriffen werden“, so Pfeifer.
Nach Ansicht des BUND wird die Verwirklichung des Schienenprojekts Stuttgart 21 „den S-Bahn-Infarkt erst recht beschleunigen“. Wegen der Aufgabe des Kopfbahnhofs fielen oberirdische Ausweichmöglichkeiten bei Störfällen weg. Es gebe dann auch keine Ausweichstrecke über die Gäubahn mehr. Außerdem führe der zusätzliche Halt an der geplanten neuen S-Bahn-Station „Mittnachtstraße“ zu weiteren Fahrzeitverlängerungen.



S-Bahn
Liebe Leute laßt doch das gegagger um die S-Bahn und sonstige Projekte, denn unsere Herrscher und ihre Vasallen machen doch sowie so wie sie wollen.Die Meinung ihrer Bürger interisiert die doch gar nicht. Die entschliessen doch alles (diktatorisch) über unsere Köpfe hinweg und meinen sie sind größten.
S-Bahn fährt gegen die Wand
Die S-Bahn fährt gegen die Wand, meint auch SMA in der Analyse zu S21 (http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.sma-zu-stuttgart-21-s-bahn-in-einem-kritischen-zustand.6dadd09d-eb88-4663-9243-638128b349fe.html ). Das Thema der Doppelstockzüge ist ein Beispiel unter vielen dafür, wie beim Projekt Stuttgart 21 alles dem projektinitiierenden Grundstückdeal untergeordnet werden soll. Damit die Bahn ihre innerstädtischen Grundstücke versilbern kann, müssen sich die Menschen unterordnen. Damit ist Stuttgart 21 gerade das Gegenteil einer Planung, wie sie in einem modernen demokratischen Rechtsstaat eigentlich durchgeführt werden müsste. Eine solche Planung ginge in erster Priorität von den Bedürfnissen der Menschen aus und ordnete dann die Bestandteile eines Ausbauprojekts um diese Bedürfnisse herum an. Stuttgart 21 macht es gegenteilig. Die Menschen und die Fahrgäste der Bahn sind nur Statisten, deren Bedürfnisse dem Grundstücksdeal nachgeordnet sind. Der Wegfall der Doppelstockzüge im Regionalverkehr und damit die Reduzierung der verfügbaren Sitzplätze, der Wegfall von Anschlussbeziehungen wegen der erforderlichen Durchbindung von Zügen im Hauptbahnhof, die Reduzierung der Zahl der Züge wegen der mangelnden Leistungsfähigkeit des Bahnhofs und des ganzen Bahnsystems, die massive Erhöhung der Fahrpreise wegen der teuren Instandhaltung der langen Tunnel, die Störungs- und Verspätungsanfälligkeit des Systems, die Verlängerung der durchschnittlichen Reisezeiten für alle Baden-Württemberger: das alles und noch vieles mehr sind die Folgen des S21-Grundstücksdeals für die Menschen
Bahnhof ist das Nadelöhr
Hier hat ein Sprecher des BUND mal Recht! Schauen wir nun nach Frankfurt/M. Gleiches Problem, alle S-Bahnen bündeln sich am Bahnhof und fahren durchs Korsett durch die Innenstadt. Aber: Hier können 2 S-Bahnen parallel in und aus den Bahnhof fahren und werden erst danach auf zwei Gleise verengt. Klappt ganz gut. Oder Münchener U-Bahn: Hier gibts Bahnhöfe, wo alle Türen aufgehen. Rechte Seite aussteigen und linke Seite einsteigen. Frankfurt hat nun einen Nachteil, Umsteiger müssen über zwei Rolltreppen zum Nachbarbahnsteig wechseln. Kombinieren wir mal beide Lösungen, die S-Bahn hat ja genug Türen, so gibts echte Expressabfertigung, den Frankfurter Nachteil kann man auch eliminieren. Hier noch eine Zeit-Rechnung: Heute in Stuttgart, in der Rush-Hour am HBf an, wenn Kirchheim/Teck - Langzug eintrudelt: - 1Min. bis alle Fahrgäste den Zug verlassen haben - 1Min. bis ein- und aussteigende Fahrgäste ihre Spur gefunden haben - 1Min. bis Reisende im Zug eingestiegen sind. macht: 3Minuten Kaffeepause für den Fahrer und allen nachfolgenden S-Bahnen Optimax Lösung: - 1Min. Rechts steigen alle Leute aus, gleichzeitig steigen links alle ein. Aussteigende Passagiere können am gleichen Bahnsteig verharren und umsteigen oder per Rolltreppe zu S21 gondeln.