StZ-Leseruni Chancen sind größer als Risiken
Klaus Zintz, 03.02.2013 15:15 UhrStuttgart - Deutschlands neue Energie: regenerativ, revolutionär – riskant? So hatte Frithjof Staiß, der Chef des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW), sein Thema überschrieben. Und gleich zu Beginn seines Vortrags kommt er auf eben diese Risiken zu sprechen: Die Energiewende als bittere Pille – so sehen offenbar viele Menschen den Weg Deutschlands in eine neue Energiezukunft. Dabei beklagt Staiß eine „gewisse Asymmetrie“, weil die Risiken recht gut bekannt seien und vielfach diskutiert würden, die Chancen indes deutlich weniger wahrgenommen würden.
Auch Staiß will die Risiken nicht klein reden, etwa wenn er auf die wichtigsten Träger der Energiewende zu sprechen kommt, nämlich Sonne und Wind: „Man weiß nie, wenn sie da sind – und dann machen sie auch noch, was sie wollen“, schildert er launisch die Problematik. Gleichwohl müsse man den Ausbau dieser regenerativen Energiequellen vorantreiben, weil das Potenzial, Biomasse als zusätzliche Energielieferanten zu nutzen, weitgehend ausgereizt sei.
So kommt Staiß auf einen wichtigen Eckpunkt der Energiewende zu sprechen: den Ausbau der Stromnetze. „Das ist kein Selbstläufer“, betont der Experte – wie überhaupt die mit der Energiewende verbundenen technischen und gesellschaftlichen Probleme „mitnichten trivial“ seien. Denn mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien verändere sich die Struktur der Stromversorgung grundlegend. „Das heißt für die Stromnetze eine zeitweise Umkehr der Lastflüsse.“ Während bisher der Strom in einer Art Einbahnstraße vom Erzeuger zum Verbraucher floss, ist es nun gerade umgekehrt, wenn der Stromkunde eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach hat und den dort erzeugten Strom ins öffentliche Netz einspeist. Hinzu kommt, dass sich auch der bundesdeutsche Stromfluss ändert, wenn Windstrom vom Norden nach Süden und umgekehrt Sonnenstrom nach Norden geleitet werden muss. Das ist zweifellos eine gewaltige Herausforderung: Für die Verstärkung bestehender Trassen sowie den Bau neuer Hochspannungsleitungen werde ein Investitionsbedarf von 20 Milliarden Euro geschätzt, berichtet Staiß.






Dublikat meines Kommentars an anderer Stelle
Der Herr Direktor irrt gewaltig, wenn er von ' Überschuss-Strom ' in den Verbundnetzen schwafelt. Es gibt aus elektrotechnischen Gesetzmäßigkeiten kein ' Amper ' zuviel in den Netzen der elektrischen Energieversorgung. Das was Verbraucht wird wird auch zeitgleich Erzeugt. Wenn der Herr Wirtschaftsingenieur schon von ' Überschuss-Energie ' redet, sollte er das Pferd beim Namen nennen, das heißt , Überschuss gibt es nur in Form von installierter Leistung, als Verbrauch und in der Erzeugung, aber keinesfalls in den Versorgungsabläufen in den elektrischen Versorgungsnetzen aller Spannungsebenen. Diese ' fachkundige ' Aussage des Herrn Wirtschaftsingenieur Frithjof Staiß ist schlicht unseriös, weil sie die elektrotechnischen Grundlagen und Gestzmäßigkeiten ignoriert. Der Mann redet Bockmist......... Ein ehemaliger gelernter, echter Fachmann aus der elektrischen Energieversorgung mit einer 40 Jährigen Berufserfahrung auf dem fachmännischen Buckel.
Leser-Uni: Vortrag von Prof. F. Staiß
Sehr geehrte Damen und Herren, falls dies nicht in den an o. g. Vortrag anschließenden Diskussionen bereits geschehen ist, wäre es interessant und sinnvoll, auch den Einsatz von Blockheizkraftwerken zu berücksichtigen. Mit freundlichen Grüßen R. Till