StZ-Umfrage Die Wahrzeichen Stuttgarts
Thomas Faltin und Erik Raidt, 27.03.2010 10:27 Uhr
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10. Platz: Kunstmuseum. Das letzte Wahrzeichen, das es unter die Top 10 geschafft hat, liegt gegenüber vom Schlossplatz. Das Kunstmuseum wurde 2005 eröffnet und verzeichnete gleich im ersten Jahr einen hohen Besucherzuspruch. Der bei Nacht leuchtende Glaskubus beherbergt eine bedeutende Sammlung von Bildern des Künstlers Otto Dix. Foto: Achim Zweygarth
10. Platz: Kunstmuseum. Das letzte Wahrzeichen, das es unter die Top 10 geschafft hat, liegt gegenüber vom Schlossplatz. Das Kunstmuseum wurde 2005 eröffnet und verzeichnete gleich im ersten Jahr einen hohen Besucherzuspruch. Der bei Nacht leuchtende Glaskubus beherbergt eine bedeutende Sammlung von Bildern des Künstlers Otto Dix. Foto: Achim Zweygarth


Deshalb gehört sie - ungeachtet der Ergebnisse dieser Umfrage - zu den Stuttgarter Aushängeschildern. Genau wie die Staatsoper, die Markthalle, die Grabkapelle auf dem Württemberg und andere Bauten, die nur selten genannt wurden.

Was wohl in 30 Jahren neu auf dieser Liste stehen könnte? Noch erscheint es angesichts des von Zehntausenden von Stuttgartern getragenen Protests undenkbar, dass die neue Bibliothek 21 dazugehören könnte, die derzeit aus dem Matsch der Brachfläche an der Heilbronner Straße emporwächst. Noch scheint es fast ausgeschlossen, dass die Menschen in Stuttgart die Neubauten am Karlsplatz kollektiv in ihr Herz schließen könnten - die ersten Pläne des Architekten Stefan Behnisch wurden jedenfalls von vielen Leserbriefschreibern der StZ harsch kritisiert. Wer vermag heute zu sagen, ob das neue Bildungszentrum der evangelischen Kirche womöglich das ganze Hospitalviertel wachküsst, aus seinem Dornröschenschlaf weckt und es wieder stärker ins Herz der Stadt rückt?

In kaum einer anderen Zeit der jüngsten Vergangenheit haben besondere Prestigebauten für die Städte dabei eine solche Bedeutung bekommen wie heute. Hamburg verspricht sich von seiner neuen Elbphilharmonie so viel, dass die ohnehin hochverschuldete Stadt deren exorbitant steigende Kosten verdrängt wie ein ängstlicher Patient die Diagnose beim Arzt. In Berlin spiegelte sich in der Debatte über das Stadtschloss jahrelang auch der Streit über das Selbstverständnis der Hauptstadt. Auch Stuttgart ist im Fluss, wohl nur in den Nachkriegsjahren war die Strömung so stark wie derzeit. Die Stadt verändert an markanten Orten ihr Gesicht. Dabei geht es um mehr, als um Glas, Beton und Stahl. Es geht auch um die Frage: Was macht uns aus?

Hier geht's zu den Ergebnissen der Umfrage zum Thema Wahrzeichen »
Kommentare (64)
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JUL
14
Chris 1156, 13:17 Uhr

Breuniger (Breuninger?)

Selbstverständlich war es eine Umfrage unter Stuttgartern und nur darum geht es. In den 1970ern lebte ich ausbildungsbedingt knapp drei Jahre in der Stuttgarter Umgebung. Der Fensehturm steht (im wahren Sinne des Wortes)klar an Platz 1 der Wahrzeichen, gefolgt vom Hauptbahnhof (der momentan peinlich entblösst dasteht) und Altem bzw. Neuem Schloß. Insofern widerspreche ich der These, daß eine Umfrage unter Nicht-Stuttgartern ein wesentlich anderes Ergebnis erbracht hätte. Stuttgart wird u. A. durch seine Wahrzeichen geprägt. Sie sollten so erhalten bleiben.

MAI
13
fakten, 10:39 Uhr

k21

Ich bin heute durch den Stuttgarter Hauptbahnhof geschlendert und muss gestehen, er ist schön, so wie er ist. Fehlt nur noch ein freundlich anmutendes Glasdach über den Gleisen und einige Renovierungsarbeiten und dann bleibt auch genug Geld für Kinderbetreuung und andere soziale Projekte. Ach wird das schön, wenn unsere Landeshauptstadt wieder ein Vorbild für menschliches Miteinander mit Herz und Verstand wird....ich freu mich schon so!

MAI
12
Hans, 18:00 Uhr

Breuniger !

Es wird zu wenig beachtet, dass dies eine Umfrage unter Stuttgartern war. Würde man Auswärtige fragen käme man als identifikationspunkt zu völlig anderen Ergebnissen. Der auswärtige Besucher verabredet sich z.B. immer am Breuniger Parkhaus. Wenn man noch lange wartet steht das Ding bestimmt bald unter Denkmalschutz - wie das Rathaus eben auch.

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