KommentarSyrien-Geberkonferenz Teurer Prozess

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Akute Hilfe für die Menschen, die aus dem syrischen Kriegschaos fliehen, ist wichtig. Noch wichtiger ist langfristige Unterstützung, kommentiert Nahost-Korrespondent Martin Gehlen.

Deutschland unterstützt die Hilfe für notleidende Syrer und die Region mit 2,3 Milliarden Euro. Bei der Geberkonferenz in London sicherte Merkel die Summe bis 2018 zu. Foto: Getty
Deutschland unterstützt die Hilfe für notleidende Syrer und die Region mit 2,3 Milliarden Euro. Bei der Geberkonferenz in London sicherte Merkel die Summe bis 2018 zu.Foto: Getty

Kairo - Das zumindest hat die Völkerwanderung über den Balkan erreicht. Die europäischen Staaten wissen, das Chaos im Nahen Osten rückt ihnen immer stärker auf den Leib. Denn Millionen syrischer Flüchtlinge sind inzwischen sicher: sie können auf absehbare Zeit nicht mehr in ihre Heimat zurück, und sie müssen für sich und ihre Kinder in der Fremde eine neue Existenz aufbauen. Insofern kommt der Geberkonferenz in London eine Schlüsselrolle zu, zumal der Eklat bei den Genfer Friedensverhandlungen allen die vertrackten Realitäten demonstriert.

Eine Befriedung Syriens ist ein jahrelanger und fragiler Prozess. Er wird nicht gelingen, solange die Kontrahenten glauben, den Konflikt militärisch für sich entscheiden zu können – eine destruktive Illusion, die das brachiale Vorgehen der russischen Luftwaffe momentan wieder in Kreisen des Assad-Regimes nährt. Umso wichtiger ist es, dass die internationale Gemeinschaft in ihren Konzepten und Hilfszusagen mehr und mehr umschaltet von akuter Nothilfe zu langfristiger, struktureller Unterstützung. Das kostet sehr viel mehr als Wohncontainer und Essensrationen. Doch die Anrainerstaaten benötigen zusätzliche Milliarden, um die unfreiwilligen Neubürger zu integrieren. Hunderttausende Kriegsflüchtlinge brauchen in der Region eine neue Lebensperspektive.

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Merkel ist für mich eine Frau mit zwei Gesichtern!: Auf der einen Seite reitet Sie als Held außer Land und verpulvert unsere Gelder und auf der anderen Seite tut sie nichts, aber auch gar nichts, um den Waffenexport in diese Länder sofort zu stoppen. Normal müssten doch Munition und Bomben schon längst verschossen sein. Sog wer heuchelt nun? Unfassbar! Ohne Waffen, kein Kampf und ohne Kampf Aufbau! Warum wird hier so unlogisch gehandelt? Genauso unlogisch, wie die Rettungsschirme für marode EU-Länder! Man müsste Sie vor Gericht schicken dürfen, denn sie ist mitschuldig, dass in diesem Land keine Ruhe einkehrt! Gruß vom Motzkigele

Eine offene Wortwahl hilft: um den gemeinen Bürger auf " weiteres Sparen und höhere Steuern " vorzubereiten. - - - Mal wieder habe ich meine Informationen aus den Strategieabteilungen diverser globaler Unternehmen erhalten ;-) Dort laufen schon die Planungen für die Zukunft :-) Es wird für alle Beteiligten richtig teuer, - egal ob Unternehmen oder normalen Bürger, - es trifft alle damit es funktioniert.

Umgekehrt wird....: auch ein Schuh daraus."Eine Befriedung Syriens ist ein jahrelanger und fragiler Prozess". Richtig. Aber, die Destabilisierung dieser Region Arabien durch die Russen wie die Amerikaner, Briten, Franzosen, Deutsche etc. hat eben auch Strategie und zig Jahre gebraucht. Was würden die inzwischen knapp 2,5 Millionen Toten und die Millionen auf der Flucht zum Thema sagen? Mit von euch gekauften wie eingesetzten Waffen haben hier alle möglichen Allianzen die Region teils in Schutt und Asche gelegt, einen Haufen Geld verdient und uns die Heimat geklaut. Ja, für die Toten wie die Flüchtenden dort ist es ein wahrhaftig "teurer Prozess".

Da hier meine Steuern: verpulvert werden und die Leistungen der Sozialkassen für die die eingezahlt haben, noch schlechter werden, wäre ich hier gerne vorher gefragt worden. Es kann nicht wahr sein, das EINE Person, die sich wie ein trotziges Kind verhält, die Lebensbedingungen in diesem Land komplett verändert. Mit Demokratie hat das nichts mehr zu tun!

Es wird sich zeigen: Ob und wann der gewünschte Effekt eintritt, dass weniger Flüchtlinge die Reise nach Europa antreten. Bis diese Investitionen Wirkung zeigen werden Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vergehen. Merkel wird nicht darum herumkommen parallel zu den wirklich guten Ideen für die Zukunft,als Sofortmaßnahmen Grenzen einzurichten. ,

Unsere Kohle ist weg: und es wird kein einziger Flüchtling weniger kommen!!!!!

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